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Satanas - Das Schloss der blutigen Bestie

Info

OT: 
The Masque of the Red Death

AT:
Die Maske des Roten Todes

Jahr: GB 1964
R: Roger Corman
B: Charles Beaumont, R. Wright Campbell (nach E .A. Poe)
K: Nicolas Roeg
M: David Lee
D: Vincent Price, Jane Asher, Hazel Court, David Weston

Quelle: TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Milde und Menschlichkeit sind zwei Attribute, die Prinz Prospero (Vincent Price), mittelalterlicher Gewaltherrscher über eine kleine italienische Provinz, nicht gerade zu seinen Stärken zählt. Der sympathische Regent, der in einschlägigen Fragebögen Folter und Teufelsanbetung als seine Hobbys angeben würde, lässt seine Untertanen im Elend vegetieren, während er auf seinem Schloss standesgemäßen Prunk pflegt. So hat der Prinz auch keine Probleme damit, trotz des nahenden Winters ein gesamtes Dorf niederbrennen zu lassen, als hier die Lungenpest, der „Rote Tod“, ausbricht.
Drei Dörfler nimmt er zwecks Amüsements mit aufs Schloss: die schöne Francesca (Jane Asher), ihren Vater (Nigel Green) sowie ihren Verlobten Gino (David Weston). Letztere hatten es gewagt, Kritik zu äußern an des Prinzen Regierungsmethoden und dürfen sich seitdem als Todeskandidaten betrachten. Am darauf folgenden Tag, um Mitternacht, soll auf Schloss Prospero ein großer Maskenball steigen. Der Prinz vertreibt sich die Zeit bis zur Party mit erlesenen Demütigungen der bereits anwesenden adeligen Gäste, einigen Morden und den Versuchen, die überzeugte Christin Francesca auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Als dann die Sause steigt, stößt ein ganz besonderer, nicht geladener und extreeem unerwünschter Partygast zu den Feiernden.

Zitate

Prospero: „Wenn ein Gott der Liebe jemals existiert hat, ist er schon lange tot. Irgend etwas, irgend jemand hat jetzt seinen Platz inne."

Scarlatti: „Hier, meine Frau. Ihr könnt mit ihr machen, was ihr wollt!“ – Prospero: „Das zweifelhafte Vergnügen hatte ich bereits.“ (Du kommst hier net rein!)

Gino: „Ihr seid wahnsinnig!“ – Prospero: „Und doch werde ich leben, und du wirst sterben.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit dieser in England entstandenen, weiteren Verfilmung einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe legte Roger Corman einen feinen gothischen Horrorstreifen hin. Der Film kann ohne Probleme Einschlägigem aus dem Hause Hammer das Wasser reichen, was Dekors, Stimmung und teilweise auch die Farbdramaturgie betrifft. Corman stand diesmal offensichtlich mehr Geld als üblich zur Verfügung, um den Streifen zu realisieren, wenn ich das mal aus den Locations mutmaßen darf. Und wie es einem Meister der Budgetauswertung gut zu Gesicht steht, konnte er für die Dreharbeiten zudem auf die Kulissen aus einem britischen Historienfilm zurückgreifen.
Vincent Price ist einmal mehr übermächtig, so dass seine Mitspieler samt und sonders untergehen. Was Price aus dem Grafen Prospero macht, alle Achtung. Der Mann schaltet mühelos um vom sadistischen Folterknecht und Mörder auf gar nicht mal unsympathischen, fast schon jovialen Gesprächspartner, der versucht, Francesca argumentativ auf den Weg Satans einzunorden. Dabei unterbleiben sogar die von mir im Übrigen sehr geschätzten Price’schen Übertreibungen in Richtung Rummelplatz-Kino.
Atmosphärisch ist der Film, der außerdem einige liebenswerte Brutalitäten vorhält, stark: Das Schlossdasein bekommt durch seine Isolation im Angesicht der draußen grassierenden Lungenpest etwas vom Tanz auf dem Vulkan. Die abgestumpften Gäste, die sich in dem Gemäuer sicher wähnen, lassen alle psychischen und physischen Grausamkeiten Prosperos über sich ergehen, nur um ihren vermeintlich sicheren Platz nicht zu verlieren. Umsonst. Am Ende treffen sich verschiedene, die Menschheit quälende Seuchen - die diversen Pestarten, Gelbfieber und Tuberkulose - alle gewandet in andersfarbige Mönchskutten, auf einem nebelumwaberten Hügel und betreiben Bodycounting. Nicht schlecht. Was als Manko allerdings bleibt, ist der Hang zur Geschwätzigkeit.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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