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Schlangengrube und das Pendel, Die

Info

OT: 
Die Schlangengrube und das Pendel

Jahr: D 1967
R:
Harald Reinl
B:
Manfred Köhler (nach Motiven von E.A. Poe)
K:
Ernst W. Kalinke, Dieter Liphardt
M:
Peter Thomas
D:
Lex Barker, Karin Dor, Karl Lange, Christopher Lee

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Es ist eine seltsame Einladung, die Rechtsanwalt Roger Mont Elise (Lex Barker) erhält: Ein Frederick Graf Regula bittet ihn auf sein Schloss, um ihm Näheres über seine Abstammung mitzuteilen. Mont Elise nämlich wuchs in Obhut der Kirche auf, ohne zu wissen, wer seine Eltern waren.
Der Advokat macht sich per Kutsche auf den Weg, doch je näher er dem Schloss kommt, desto wunderlicher und vor allem verstockter werden die Leute: Graf Regula (Christopher Lee) nämlich war ein Wüstling, der 35 Jahre zuvor zwölf Jungfrauen niedergemacht hatte und darob zum Tode durch Vierteilen verurteilt worden war. Selbstredend wurden die Beteiligten und ihre Familien vom Delinquenten vorher standesgemäß verflucht. Abkömmlinge wie Söhne oder Neffen des Edelmannes sind allerdings nicht überliefert. Seltsam … doch erstmal empfindet es Mont Elise als Glück, dass sich ihm der trinkfeste und seltsamerweise schwer bewaffnete Pater Fabian (Vladimir Medar) anschließt, der auf Aberglauben scheißt und den Weg zum Schloss kennt. Unterwegs retten sie noch die Klavierlehrerin Lilian von Brabant (Karin Dor) und ihre Zofe (Christiane Rücker) vor Straßenräubern. Die Ladies haben ebenfalls eine Einladung des Grafen in der Tasche, denn Lilian soll ein nicht näher bezeichnetes Erbe ihrer Mutter antreten.
Als die Gruppe endlich das völlig verfallene Schloss erreicht, nimmt sie der blässliche Butler Anatol (Karl Lange) in Empfang: ein, wie sich herausstellt, untoter Mordgeselle, der die Rückkehr des Grafen vorbereitet, dessen Einzelteile in einem Glassarg der Wiederauferstehung harren. Ab jetzt wird’s richtig ungemütlich, denn der Graf hat ja nicht umsonst einladen lassen..

Zitate:

Fabian: „Er ist herzkrank, nicht wahr?“ – Mont Elise: „Er ist tot.“ (Man begutachtet den daniederliegenden Kutscher (Dieter Eppler))

Die Kritik des Gunslingers:

In einer Zeit als die erfolgreichen Poe-Adaptionen beispielsweise eines Roger Cormans schon wieder aus den Kinos verschwanden, legte Harald Reinl diesen Streifen vor. Poe ist zwar nicht viel drin, wenn man ehrlich ist, doch dafür umso mehr gotische Atmosphäre und Liebe zum Detail.
Ist die einleitende Hinrichtung Graf Regulas eher unspektakulär in Szene gesetzt, nimmt der Streifen mit Beginn der Reise zum Schloss Fahrt auf. Die mit Leichenteilen gespickten oder mit Gehenkten garnierten Bäume auf dem Weg geben dem Ganzen auch wegen ihrer Künstlichkeit eine märchenhafte Stimmung, die mich an die Geschichten der Brüder Grimm erinnert.
Im Schloss gibt’s neben den seltsamen Bewohnern die ganze „klassische“ Horror-Palette von verwirrenden Gängen über in Gang gesetzte, potenziell tödliche Höllenmaschinen und Fallen bis hin zu dubiosen Laboren und Foltereinlagen.
Dazu agieren die Darsteller glaubhaft, wenn auch Vladimir Medar als barocker Schurke mit Herz dazu neigt zu überziehen. Der Film kann durchaus mit einschlägigen Hammer-Produktionen mithalten, ohne deren opulente Farbdramaturgie zu erreichen. Doch versucht die ambitionierte Kameraarbeit, auch in Sachen Farbe einige Akzente zu setzen.
Keine gute Idee war es allerdings, den von mir ansonsten verehrten Peter Thomas mit dem Score zu beauftragten: Der ist mir in diesem Fall zu modern und am Bild vorbei.
Lex Barker, Karin Dor und Vladimir Medar trafen sich ein Jahr später wieder unter der Regie von Harald Reinl für „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“.

Rating: $$$+ (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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