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Schreckenskabinett des Dr. Phibes, Das

Info

OT:
The Abominable Dr. Phibes
AT:

The Curse of Dr. Phibes
Champagner für den Satan

Jahr: GB/USA 1971
R: Robert Fuest
B: James Whiton, William Goldstein
K: Norman Warwick
M: Basil Kirchin, Jack Nathan
D: Vincent Price, Joseph Cotten, Virginia North, Peter Jeffrey

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Mitte der 20er-Jahre steht Scotland Yard einer rätselhaften Mordserie gegenüber, der ausschließlich Mediziner zum Opfer fallen. Aber nicht nur die Motivlage hinter den Verbrechen ist zuerst unklar: Auffällig ist auch, dass die Morde reichlich bizarr vonstatten gehen und den alttestamentarischen Pharaonen-Flüchen zu folgen scheinen. So fallen die Ärzte zum Beispiel in ihrer Bibliothek Bienenschwärmen zum Opfer, werden im Bett von riesigen Fledermäusen zerfleischt, im eigenen Auto tiefgekühlt oder völlig ausgeblutet aufgefunden.
Der ermittelnde Inspektor Trout (Peter Jeffrey) findet heraus, dass alle Opfer zum neunköpfigen Team gehörten, das einige Jahre zuvor dem bekannten Chirurgen Dr. Vesalius (Joseph Cotten) bei der Operation einer gewissen Victoria Phibes (Caroline Munro) assistiert hatte. Die Gutste hatte dieses leider nicht überlebt. Ihr Gatte, der Organist und Theologe Anton Phibes (Vincent Price), verunglückte dann bei der eiligen Rückkehr aus der Schweiz und verbrannte complettamente. Doch die weiteren Ermittlungen legen den Schluss nahe, dass Dr. Phibes den Unfall überlebte und nun Rache sucht. Und der rachsüchtige Doc, der bei seinen fantasievollen Taten, gerne auch mal seine stumme Assistentin Vulnavia (Virginia North) die Violine fiedeln lässt, scheint nicht zu stoppen.

Zitate

„Eine leckere Schweinesülze steht in der Speisekammer.“ – „Sie wissen, wie man einen Mann verwöhnt.“ (Dazu muss man eigentlich das Gesicht sehen ;-))

Trout: „Phibes muss hier sein. Ohne den fahre ich heute nicht nach Hause!“ (Ist's schon Liebe?)

Trout: „Dreht doch mal einer den Hahn zu!!“ (Aus diesem rinnt nämlich immer noch hochauflösende Säure)

Die Kritik des Gunslingers:

Britisch-amerikanischer Gruselkrimi, der mich atmosphärisch und von der Konstellation schwer an viktorianische Schauerliteratur erinnert, in der ein Superschurke dem Yard gegenübersteht. Der Streifen, produziert von der auf Horror-Exploiter spezialisierten American International von Samuel Arkoff, ist mit Liebe und entsprechend sorgfältig gemacht.
Schon allein der zentrale Zeremonienraum im riesigen, düsteren Haus, das Phibes und Vulnavia bewohnen, ist fein ins Bild gesetzt. Im Mittelpunkt steht die in verschiedenen Rosa-Tönen erleuchtete, auf einer zwischen den Stockwerken beweglichen Plattform montierte Orgel, auf der Phibes zumeist im Anschluss an seine Verbrechen brausende Stücke zelebriert. Weiterhin ist der Raum mit mobilen Kulissen ausgestattet, so dass Phibes hier wahlweise ein festliches Diner mit seiner Assistentin einnehmen oder eine flotte Sohle aufs Parkett legen kann, wozu eine mechanische Band – Phibes' Clockwork Wizards - aufspielt. Ist dieser Raum vor allem in Pastell gehalten, so ist das kleinere Gemach darunter, wohin sich der Meister samt Orgel schon mal zurückzieht, komplett violett ausgeleuchtet. Sehr stylish.
Die Morde sind allesamt originell und aufwändig inszeniert und dazu mit reichlich schwarzem Humor gespickt. Und Phibes’ letztes Mordarrangement ist sogar überaus diabolisch. Vincent Price hatte offensichtlich ordentlich Spaß in der Hauptrolle, in der er kein Wort sprechen, sondern ausschließlich über eine elektrische Sprachhilfe und sein Grammophon kommunizieren kann.
Veitstänze führt unser Trash-O-Meter auf: wenn beispielsweise der völlig verunstaltete Doc anstatt durch den Mund laut gluckernd Schampus in einen Auslass am Nacken schüttet oder ebenso einen Gemüsesud verkostet und dabei anerkennend nickt; die bizarren Morde; das heftige Off-Liebesgeschwurbel des Doc, in dem er vor allem die baldige Wiedervereinigung mit der inzwischen im Keller der Villa gelagerten Victoria herbeischwadroniert; die abgefahrenen Kleider der Assistentin, um hier nur einiges zu nennen. Eine runde Sache.
Das "Schreckenskabinett" ließ die Kinokasse klingeln, so entschied man sich mit fast gleicher Besetzung zum Sequel "Die Rückkehr des Dr. Phibes", das leider etwas uninspiriert, aber bei weitem nicht langweilig ausfiel. Besser gelang das dann mit dem Pseudo-Nachfolger "Theater des Grauens".

Rating: $$$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

0/10

 

 

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