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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug

Info

OT: 
Severance

Jahr: GB/D 2006
R: Christopher Smith
B: Christopher Smith, James Moran
K: Ed Wild
M: Christian Henson
D: Laura Harris, Danny Dyer, Tim McInnemy, Toby Stephens

Quelle: TV (Pro 7)

 

Inhalt

Groß ist die Begeisterung nicht gerade, als die britische Waffenschmiede Pallisades Richard (Tim McInnemy) und sein Verkaufsteam zu einem Teamfindungswochenende in die osteuropäische Pampa einlädt. Die Stimmung steigt weiter, als nach einem Streit mit Richard der Busfahrer (Sandór Boros) die gesamte Pallisades-Truppe mit Sack und Pack kurzerhand auf die Straße setzt und einfach davon braust. Da nach, wohlgemerkt maßstabsloser Karte, die angestrebte Butze nicht mehr weit ist, macht sich das Team zu Fuß auf die Socken. Der einzige, der’s relativ locker sieht, ist Steve (Danny Dyer), der im Bus schon ein paar Magic Mushrooms zu sich genommen hat, und auch sonst über eine wohlgefüllte Hausapotheke verfügt.
Noch schlimmer kann’s nicht werden. Oh, doch, es kann, denn die in der Wochenend-Einladung angekündigte „Luxus-Hütte“ ist ein finsteres Loch, und die von Steve schon auf dem Hinweg beobachteten Masken-Männer entpuppen sich dazu kurz darauf nicht als Trip-Gespenster, sondern als brutale Realität. Zudem hält der Wald auch noch ein paar nette Überraschungen bereit, die die rasch angestrebte Rückkehr der Briten in die Zivilisation - nun ja - nicht ganz einfach gestalten.

Zitate

Maggie (Claudie Blakely): „Das ist ein Werbefilm für die Hitlerjugend.“ (Kommentar zum jüngsten Pallisades-PR-Film)

Jill (Laura Harris): „Hast du nicht irgendwas zum Runterkommen?“ – Steve: „Ist nicht mein Ding.“

Die Kritik des Gunslingers:

Schmissiger, kleiner Deep-in-the-Woods-Schocker, der sich in weiten Teilen nicht ganz ernst nimmt, zum Ende hin, als die finale Hatz eröffnet ist, aber deutlich abbaut.
Bis dahin macht der Streifen, der einen Bogen spannt von meinetwegen „Wrong Turn“ bis hin zu „Hostel“, allerdings vieles richtig und wusste, den Gunslinger recht fein zu unterhalten. Schon der Einstieg, eine Rückblende, wie sich später herausstellt, rockt: Der Firmenchef (David Gilliam) endet nach einer Hatz durch den Wald in einer Fangschlinge und wird von einem der verrückten Milizionäre mit einem Hirschfänger fachgerecht ausgeweidet, während „Itchycoo Park“ von den Small Faces läuft. Klasse auch die völlig schrägen PR-Videos der Rüstungsklitsche, mit denen die Truppe im Bus in Stimmung gebracht werden soll oder die Bären-Szene. Dazu goutieren wir ein paar schöne Splatterscherze, wie das appe Bein von Gordon (Andy Nyman) oder Harris (Toby Stephens), der beweist, dass ein abgeschlagener Kopf noch denken und sehen kann. Nicht zu reden von der Pastete, die Gordon seinen Mitstreitern zum Abendessen serviert. Auch das Timing der allerdings nicht immer taufrischen Gags ist weitgehend gelungen: Als Maggie zum Beispiel eine riesige Spinne an ihrem Hals entdeckt, schreit sie nicht etwa los, sondern nimmt das fast handtellergroße Tier und setzt es vorsichtig nach draußen.
Die Charaktere, allesamt von einem fähigen Cast verkörpert, sind zwar Klischee, aber, hey, so ist’s nun mal in Büros, ob in England oder hierzulande: Angefangen vom etwas tollpatschigen Teamleiter über den Zyniker bis hin zum Schleimer ist alles vertreten, was sich so auf einschlägigen Büroetagen herumdrückt. Schön zudem, dass die Schlachtplatte nicht schon wieder mit mehr oder weniger nervenden Teenies gedeckt ist, deren Ableben zumeist ein Labsal für den ungeduldiger werdenden Zuseher ist.
Großes Manko des Streifens ist, wie bereits oben angedeutet, dass er zunehmend seinen Humor verliert, der ab der zweiten Hälfte einer immer grimmiger werdenden Menschenjagd Platz macht. So bleibt am Ende ein etwas uneinheitlicher Gesamteindruck.

Rating: $$$+

Splatter:

5/10

 

 

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