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Sexykiller

Info

OT: 
Sexykiller, morirás por ella

Jahr: SP 2008
R: Miguel Martí
B: Paco Cabezas
K: Carlos Gusi
M: Fernando Velazquez
D: Macarena Gómez, César Camino, Alejo Sauras, Ángel de Andrés

Quelle: DVD (Sunfilm) Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Medizinstudentin Barbara (Macarena Gómez) ist das, was man so vor gefühlt 30 bis 50 Jahren als „steilen Zahn“ bezeichnete. Doch Barbara hat leider den Hang und Drang, Mitmenschen, vor allem Kommilitonen, in wachsender Zahl zu ermorden. Und das mit einer Selbstverständlichkeit, mit der unsereiner meinetwegen einen Krümel vom Tisch schnippt.
Während sich Barbara nun unbehelligt durch die Ermittlungen der Polizei, die nach einen mittelalten Mann zwischen 30 und 40 Jahren sucht, durch ihren Campus sichelt, arbeiten die Nachwuchswissenschaftler Tomas (César Camino) und Alex (Alejo Sauras) an einem „Neuro-Dekoder“: Die Maschine soll, verbunden mit dem Hirn, die Gedanken der Testperson auf einem Bildschirm sichtbar machen. Als dieses Experiment auch mit einer kurz zuvor verstorbenen Ratte gelingt, scheint der Durchbruch im Fall des Campus-Mörders da: Da Tomas und Alex nachts als „Gerichtsmediziner“ für den ermittelnden Inspektor (Ángel de Andrés) arbeiten, brauchen sie nur noch auf ein passendes Opfer zu warten, dessen Hirnaktivität sich mit etwas Liquid Extasy wieder hochfahren lässt.
Zwischenzeitlich hat sich Barbara an Tomas rangemacht: Durch ein Missverständnis glaubt die Killerin, in dem Wissenschaftler einen mordenden Seelenverwandten gefunden zu haben und verliebt sich daher in den Gutsten. Der muss bei seinen Forschungen feststellen, dass sein Apparillo die angeschlossenen Toten wieder zum Leben erweckt. Nicht schlimm eigentlich, aber leider unterliegt das Hirn der Erweckten weiter einem Zerfallsprozess, so dass bald eine Meute fleischgeiler Zombies die Umgebung unsicher macht.

Zitate

Barbara: „Warum ich Leute töte? Was für eine bescheuerte Frage. Hallo?? Braucht man zum Morden denn einen Grund?“

Inspektor: „Du Arschloch gehst mir nicht mehr auf den Sack. Mach dir keine Sorge: Den Mord hängen wir dem beschissenen Mörder auch noch an.“ (Der Inspektor hat gerade seinem Vorgesetzten einen verplättet)

Inspektor: „Ich bin vielleicht tot, aber ich bin nicht bescheuert.“ (Kurz nach der Reanimation)

Die Kritik des Gunslingers:

Dieser Horrorstreifen nimmt auf seiner Schussfahrt in den Irrsinn alles mit, was nicht niet und nagelfest ist. So erweist er unterwegs beispielsweise Thriller, Mad-Scientist- und Zombiefilmen, 6Ts-Komödien und selbst dem Musical seine Referenz. Genauso selbstverständlich kommt augenzwinkernd das ein oder andere konkrete Filmzitat um die Ecke: Wer Lust hat, entdeckt hier Streifen von „Scream“ über „Jeepers, Creepers“ bis hin zu „Braindead“.
Ein Feuerwerk brennt Regisseur Martí auch ab, wenn es um die verwendeten Stilmittel geht. So erhält der Zuschauer zum Beispiel einmal in Form eines Werbespots eine Handlungsanleitung für den sauberen Mord. An anderer Stelle gibt’s einen Film im Film als Barbara in die Welt einschlägiger Illustrierter der „Cosmopolitan“-Fraktion eintaucht: „Verwandel dich in zehn Tagen in eine Serienmörderin und nimm dabei fünf Kilo ab“. Genauso kriegen andere Massenmedien wie die Glotze ihr Fett weg. Selbstverständlich wendet sich Barbara immer wieder direkt ans Publikum.
Die Geschichte läuft nicht chronologisch ab, sondern springt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her: Nahezu die gesamte erste Stunde erzählt Barbara einem neuen Opfer (Francisco Leon), das per Schere durch die Hand am Weglaufen gehindert ist, ihren Werdegang. Ab und an wird der Erzählfluss unterbrochen, wenn sich Barbara der Aufmerksamkeit ihres Zuhörers vergewissert: Mal bricht sie ihm zur Aufheiterung ein paar Finger; mal macht seine Rübe heftig Bekanntschaft mit dem Blech der Motorhaube, auf der der Unglückliche festgenagelt ist. Endgültig die Gegenwart erreicht der Plot erst wieder mit Einsetzen der Zombie-Plage.
Darstellerisch ist hier vor allem „knallig“ gefragt. Am stärksten fand ich persönlich Angel de Andres als lakonischen Inspektor, der auch kräftig zulangen kann: Wenn er seinen nervenden Vorgesetzten kurzerhand umlegt und versucht, den Mord dem Campuskiller unterzujubeln, hat das schon was ;-). Die Effekte sind zudem größtenteils überzeugend und aufwändig gemacht, und auch die Aktionen der schönen Barbara machen Spaß. Rund, das.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$+)

Splatter:

7/10

 

 

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