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Shallow Ground

Info

OT: 
Shallow Ground

Jahr: USA 2004
R: Sheldon Wilson
B: Sheldon Wilson
K: John Tarver
M: Steve London
D: Timothy V. Murphy, Stan Kirsch, Lindsey Stoddart, Ricky Marquette

Quelle: DVD (MiB)

 

Inhalt

Nach Fertigstellung eines umstrittenen Staudamms ist abzusehen, wann ein Großteil der Gegend um das Provinznest Shallow Valley unter dem entstehenden Stausee verschwunden sein wird. Zeit, auch für den lokalen Sheriff-Posten, die Flagge einzuholen.
Sheriff Jack Shepherd (Timothy V. Murphy) ist nur zu froh, sich bald andere Luft um die Nase wehen zu lassen: Ein Jahr zuvor verschwand die junge Amy (Tara Kilian) spurlos im dunklen Tann, mutmaßlich gemeuchelt durch einen perversen Killer, der seine Opfer gern an Bäume hinhängt, bevor er sie lebendigen Leibes aufschlitzt. Shepherd fühlt sich schuldig, denn er hatte das Mädchen kurz aus den Augen gelassen. Der „Lohn“: heftige Alpträume und ein schlechtes Gewissen.
Doch dann werden Shepherd und seine beiden Kollegen Laura (Lindsey Stoddart) und Stuart (Stan Kirsch) rüde beim Einpacken der Umzugskisten gestört: Ein außer einem riesigen Jagdmesser komplett nackter, dazu blutverschmierter Jüngling (Ricky Marquette) macht im Sheriff-Posten seine Aufwartung. Der nicht ansprechbare, offensichtlich nicht ganz dichte Junge ist höchst sonderbar: Seine Fingerabdrücke sind identisch mit denen mehrerer Vermisster aus dem Umkreis. Und auch das Blut, das den Boysie bedeckt, setzt sich zusammen aus dem Blut mehrerer Menschen, die offensichtlich teilweise bereits seit mehr als einem Jahr tot sind.
Shepherd legt den Umzug erstmal auf Eis, parkt den Blutigen angekettet im Büro und macht sich mit seinem Team an die Nachforschungen. Doch der Fall erweist sich rasch als ein paar Nummern zu groß für einen Provinzsheriff.

Zitate

Jack: „Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass jemand, der einen Auftritt hinlegt wie du, nichts zu erzählen hätte.“

„Irgendwas ist seltsam.“

Darby (Natalie Avital): „Hallo. Hallo? Hallo!“ (Na, was passiert jetzt wohl gleich ;-)?)

Stuart: „Es wird alles noch beschissener, als es ohnehin schon ist.“ Jack: „Davon können wir wohl ausgehen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Jesses, diesmal fällt mir zugegebenerweis’ nicht wirklich viel ein. Nimmt man’s genau, so geht nämlich der Versuch, Horror- und Thrillerhandlung unter einem Dach zu vereinigen, gepflegt in die Krachlederne, wenn ihr versteht, was ich meine.
Der Horrorstrang wird gar nicht erst mit nennenswert Handfestem unterfüttert. Zwar ergeht sich der anscheinend einzige Checker, Detective Russel (Steve Eastin), immer wieder in düsteren Andeutungen, bleibt aber schlussendlich auf konkretes Nachfragen Lauras hin eine Antwort schuldig. Damit verpufft die letzte Hoffnung, etwas mehr zum Auftauchen der Blutjungs – ja, es werden in der Tat mehr – zu erfahren, wie ein Furz beim Platzkonzert: Es ist halt so, wie es ist. Die Thrillerhandlung um den Killer wiederum besticht durch eine nachgeradezu hanebüchene Auflösung. Wenn dann am Ende der Horror mit dem Thriller, wird aus dem immer unterschwellig vorhandenen Knirschen im Storygebälk ein lautes Ächzen und Wimmern. Doch Logikpunkte zählen für uns ja eh maximal für die B-Note.
Nun gut, aber dennoch ist der mit einem Budget von deutlich unter 100.000 Dollar realisierte Film beileibe nicht schlecht und spannend allemal. Denn besonders atmosphärisch sammelt der Streifen Punkte. Dies gilt insbesondere für das gut eingesetzte Horrorinstrumentarium: subjektive Kamera, rasch geschnittene Naheinstellungen, Schockeffekte, die mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen. Die Effekte bringen zwar nicht immer die Geschichte voran, sind damit etwas selbstzweckhaft, doch immerhin glaubwürdig umgesetzt. Dazu gibt es tatsächlich ein wenig Mettgut auf die Gabel. Der Cast bleibt unauffällig, was hier durchaus als Kompliment gemeint ist; bekannt war mir im Übrigen lediglich Patty McCormack.
Hier gilt es also abzuwägen zwischen Daumen hoch oder runter. Da ich prinzipiell ein positiv gestimmter Mensch bin, ziehe ich an dieser Stelle also überraschende:

Rating: $$$+

Splatter:

7/10

 

 

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