Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Sickle - Prepare for Hell

Info

OT: 
Exit to Hell

AT:
Sickle

Jahr: USA 2013
R, B: Robert Conway
K: Javier Gomez
M: Mike Awesome
D: Kane Hodder, Tiffany Shepis, Owen Conway, Dan Higgins

Quelle: DVD (Mad Dimension). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Travis Cool (Dustin Leighton) hat eine kleine Gang, bestehend aus der Stripperin Jenna (Tiffany Shepis) und der Gelegenheitsbarkeeperin Tasha (Taryn M. Dafoe), mit der er regelmäßig Nachtclubs ausnimmt. Für den nächsten Coup hat er noch den drogenaffinen Randy (Owen Conway) an Bord geholt, Jennas kleinen Bruder. Der Überfall auf einen Nachtclub in Arizona geht allerdings gründlich schief: Erstens gibt’s ein so nicht einkalkuliertes Blutbad, und zweitens gehört der Schuppen der Russenmafia.
Als Russenboss Yakov (Jason Spisak) von dem Ding hört, unterbricht er sogar das *Hust* Flötenkonzert einer angeschickerten Blondine, sammelt ein paar handfeste Jungs um sich und macht sich an die Verfolgung der Flüchtigen. Die verfahren sich auf ihrer Flucht nach Mexiko dank Randys drogenbenebeltem Hirn complettamente und landen ohne Sprit im gottverlassenen Nest Redstone.
Hier feiert nicht nur der Inzest fröhliche Urständ’, sondern – und das ist letztlich das Entscheidende – die Polizeigewalt wird hier durch Sheriff Slade Sickle (Kane Hodder) ausgeübt. Ein gottesfürchtiger Mann mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden, sehr eigenen Strafverfolgungsmethoden und einem Faible für ein gepflegtes Barbecue. Was das bedeutet, bekommen Fremde schnell zu spüren, wenn sie sich in Slades inzestuösen Mikrokosmos verirren.

Zitate

Redstone’s Tankwart Mordin (Dan Higgins) zu zwei Typen, die seine Kasse ausräumen wollen: „Ihr Jungs seid wohl nicht von hier?“

Travis: „Können Sie mir erklären, wo wir sind und wie wir zur Autobahn kommen?“ – Mordin: „Autobahn? Mein Gott, Junge! Ihr sitzt in der Scheiße.“

„So gut besorgt hat es mir noch niemand.“ (Mordin zu Yakov, er ihm während einer Fragestunde kräftig die Visage zerdellt)

Sickle:
„In dieser Gegend legt man großen Wert auf Gerechtigkeit.“

„Jetzt sitzt du da und fragst dich in deinem kleinen Rattenhirn, warum du noch am Leben bist. Um ehrlich zu sein: Die Gefriertruhe ist voll.“

Die Kritik des Gunslingers:

Was Regisseur und Drehbuchautor Robert Conway zu seinem Streifen inspirierte, liegt auf der Hand. Die sogenannten Grindhouse-Kinos der 60er und 70er, die rasch runtergekurbelte Action- und Horrorstreifen einem schlaflosen Publikum präsentierten. Nach dem weitgehenden Verschwinden dieser Lichtspielhäuser, sprangen erstmal kleine TV-Stationen in die Bresche, die diesen Filmen in den Nachtprogrammen eine Plattform anboten. Heute erscheinen diese auf Konserve oder werden im besten Fall sogar neu produziert.
„Exit to Hell“ ist ein direkter Wiedergänger von Streifen wie „Last House on the Left“ oder „Blutgericht in Texas“, bei denen er sich teilweise direkt bedient. Ein Film wie ein Muscle Car, das durch einen rudimentären Plot röhrt und trotz gelegentlichem Sand im Getriebe nur wenig Tempo verliert, vorangepeitscht von einem knackig-krachenden Gitarren-Instro-Score. Yeah.
Technisch zieht er den Hut vor dem „klassischen“ Grindhouse-Film, so es diesen überhaupt gibt: Der häufige Einsatz von Farbfiltern und knüppelharten Kontrasten – mal drogenbefeuerte Aussicht, mal filmische „Farbfehler“ –, gefakete Filmunsauberkeiten und Geschwindigkeitsfehler oder heftige Schnitte lassen uns dahin zurückkehren, wo Kino einst seine ersten Gehversuche tat, als es auf den Rummelplätzen sensationsgeifernd und ausschließlich den Gelüsten seines Publikums verpflichtet war.
Dieses „Authentisch-sein-Wollen“ ist gleichzeitig der einzige ernsthafte Schwachpunkt des Streifens, der für eine zünftige Retro-Sause sorgt, aber nichts Neues zu sagen hat: Macht Mörder-Spaß, reicht jedoch nicht für einen Tritt in die Eier.

Rating: $$$$

Splatter:

8/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien