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Sweet Home

Info

OT: 
Sweet Home

Jahr: SP/PL 2015
R, B: Rafa Martinez
B: Ángel Agudo, Teresa De Rosendo
K: Antonio J. Garcia
M: Ginés Carrión
D: Ingrid Garcia Jonsson, Bruno Sevilla, Oriol Farrida, Eduardo Lloveras

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Mitten in Barcelona steht ein vergammelnder Wohnblock, den Spekulanten verfallen lassen, um nach dem Abriss Hochpreisbutzen hinzustellen. Der alte Raoul (José Maria Blanco) ist der letzte Mieter, der bis jetzt den brutalen Einschüchterungsversuchen der Eigentümer widerstanden hat. Diese scheuen auch vor härtester Gewalt und Mord nicht zurück, um das Gemäuer endlich leerzukriegen.
Just an dem Abend, an dem ein Killertrupp dem renitenten Alten das Licht ausbläst, befinden sich auch die Jung-Maklerin Alicia (Ingrid Garcia Jonsson) und ihr Freund Simon (Bruno Sevilla) in dem Bau. Alicia hat für ihren Liebsten einen romantischen Abend in einer der leeren Wohnungen arrangiert. Denn der Gutste hat Geburtstag und befindet sich ob seiner unklaren Lebensplanung in einem Stimmungstief.
Dieses verstärkt sich noch, als er auf der Suche nach Alicia, die zum Sicherungskasten unterwegs ist, im Treppenhaus zufällig den Killern übern Weg läuft. Die sind natürlich alles andere begeistert über die Zeugen, die sich dazu als extrem wehrhaft herausstellen. Für Ali und Simon wird die Lage aber erst richtig prekär, als der Spekulanten bester Mann (Oriol Farrida) am Schauplatz eintrifft. „Der Liquidator“ ist schweigsam, sadistisch und effektiv.

Zitate

Schurke 2: „Diese Scheiße ist nicht unser Problem.“

Schurke 1 (Eduardo Lloveras): „Du blöde Fotze! Scheiß Fotze! Was bildest du dir eigentlich ein?“ (Das macht die eigene Zwangslage auch nicht besser (wink))

Die Kritik des Gunslingers:

Rafa Martinez‘ Langfilm-Debüt ist im weitesten Sinne dem Home-Invasion-Subgenre zuzuordnen, auch wenn die Abrissbutze die ungeschriebene Schauplatz-Konvention der eigenen vier Wände sehr weit auslegt. Allerdings bringt die Location in Sachen Atmosphäre einen kräftigen Schub. Lange Flure, das hohe Treppenhaus, Verbindungstüren zwischen den Wohnungen, der Lastenaufzug sorgen für ein unübersichtliches und unheimliches Setting.
Eingefangen ist dies mit einer guten Kameraarbeit, die insbesondere das zentrale Treppenhaus in dem vielstöckigen Bau klasse in Szene setzt. Bereits im ersten Teil des Streifens, in dem bis auf den ersten Mord durch den „Liquidator“ nicht viel passiert, schraubt die Kamera kräftig an der Spannungsschraube mit. Immer wieder verfällt sie in eine beobachtende Position, die andeutet, und dadurch die unangenehme Grundstimmung bereitet. Auch die Musik bekommt an dieser Stelle ihre Props: ein düsterer Elektroscore, der in Sachen Horror ebenfalls unterstützt.
Was dem Streifen komplett abgeht, sind Überraschungen aller Art. Da fährt man einmal die einschlägig bekannten Schablonen ab. Heißt aber nicht, dass es langweilig ist, denn immerhin sind die beiden Hauptcharaktere so gut motiviert und mit einer gewissen Tiefe ausgestattet, dass der Zuschauer am Schicksal der Beiden interessiert bleibt. Ab und an findet sich dazu eine kräftige und gut gemachte Mettgut-Einlage im ansonsten wirklich eher dünnen Home-Invasion-Süppchen. So hatte ich das Ensemble appe Rübe, Flüssigstickstoff und Hammer bisher noch nicht im Zusammenspiel begutachten dürfen.
Bisschen schade ist halt, dass die Schurkenseite nicht über Klischees hinauskommt. Der gnadenlose Liquidator beispielsweise schreitet betont langsam durchs Gemäuer, lässt ab und an die Axt am Geländer entlang oder über den Boden schleifen, verfügt über Bärenkräfte, sagt aber kein Wort. Damit erinnert er nicht von ungefähr an übermenschliche Killer wie Jason Vorhees oder Michael Myers (wink). Zumal er wegen seines Chemikalieneinsatzes über lange Strecken auch noch eine Gasmaske trägt. Die Schwedin Ingrid Garcia Jonsson muss dem Unhold dann am Ende zu allem Überfluss auch noch in Unterwäsche gegenüber treten. Genre-Liebhaber sollten aber auf jeden Fall mal reinschauen.

Rating: $$$+

Splatter:

8/10

 

 

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