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Teufelsritual, Das

Info

OT: 
Devils of Darkness
AT:
Die Gruft der toten Frauen

Jahr: GB 1965
R:
Lance Comfort
B:
Lyn Fairhurst
K:
Reg Wyer
M:
Bernie Fenton
D:
William Sylvester, Hubert Noël, Victor Brooks, Tracy Reed

Quelle: VHS (Mike Hunter)

 

Inhalt

Wenn man als Brite schon mal Urlaub in Frankreich macht, ist das grundsätzlich von Risiken und Unwägbarkeiten begleitet. Und die können schon mal leidvolle welche sein … oh ja. So geschieht es jedenfalls dem Schriftsteller Paul Baxter (William Sylvester), der aufgrund einer Autopanne mit ein paar Reisegefährten in einem bretonischen Kaff strandet.
Dort ist die lokale Bevölkerung recht unentspannt, was Fremde angeht, abergläubisch und furchtsam - wie halt überall etwas abseits der Zivilisation, nech. Zudem liest eine ortsansässige Wahrsagerin Pauls Bekannter Anne (Rona Anderson) aus der Hand und sieht Tod und Verderben vorher. Dieses trifft auch prompt ein: Schon am nächsten Tag ist Paul der letzte Überlebende seiner Reisegruppe und muss feststellen, dass es Bullen und Behörden verdächtig eilig haben, die seltsamen Todesfälle seiner Freunde abzuschließen. Seltsam auch, dass an den Hälsen der Toten deutliche Bissmale zu sehen sind. Baxter findet darüber hinaus einen verdächtigen Fledermaus-Talisman, wie er später herausfindet, das Siegel eines im 16. Jahrhundert wohlverdient gerichteten französischen Kunstmalers (Hubert Noël), seines Zeichens Teufelsanbeter, Wüstling und mutmaßlicher Vampir.
Zurück in England muss Paul feststellen, dass die Särge seiner Freunde verschwunden sind. Außerdem heften sich Finsterlinge an seine Fersen, die offensichtlich des Talismans habhaft werden wollen. Es gibt einen weiteren Toten, und ein bleichgesichtiges Fotomodel (Tracy Reed) verschwindet, bis sich Paul endlich dem Yard anvertraut, in dessen Vertreter Inspektor Hardwick (Victor Brooks) er einen geduldigen und tatkräftigen Zuhörer findet.

Zitate:

„Kehrt wieder um! Geht wieder zurück! Lasst die toten Seelen ruhen ehe es zu spät ist!“ (So was kann einem den Nachmittagsspaziergang gründlich verhageln)

Bob (Eddie Byrne): „Nicht nur Menschen mit einem Lendenschurz sind primitiv. Und mit dem Aberglauben verhält es sich ähnlich.“ (Geballte Lebenserfahrung gepaart mit wissenschaftlich-analytischem Denken halt)

Die Kritik des Gunslingers:

In den Sechzigern war der britische Horrormarkt ganz klar dominiert von den Hammer Studios. Es folgten mit Abstand Amicus – seit 1961 - sowie ab 1966 Tigon. Als kurzlebige Episode entstanden 1964 noch Planet Films, die versuchten, vom munter gärenden Grusel-Kuchen ein Stückchen abzuzweigen, aber schon nach noch nicht einmal zehn produzierten Streifen aufgeben mussten.
Einer der ersten Planet-Filme war eben
„Das Teufelsritual“, und kam 1965 in die amerikanischen und britischen Kinos. Und gleich ein Griff ins Klo, liebe Gemeinde, denn diesem Horrorthriller fehlen leider die Hauptingredienzien, nämlich Horror und Thrill. Während die erste Hälfte geschwätzig vor sich hin plätschert, plätschert die zweite Hälfte geschwätzig vor sich hin. Ihr wisst, was ich meine. Die konfuse Mischung aus schwarzer Magie, Vampirismus und Satanismus sowie Krimihandlung schmeckt in etwa so aufregend wie lauwarme Cervisia.
Dabei ist durchaus nicht alles misslungen. Es gibt einige recht amüsante Szenen: die klassische 60s Hipster-Party in Chelsea, der Mord an einer zudringlichen Schnapsdrossel (Brian Oulton) via mit Klinge armiertem Spazierstock, kiffende Opferparty-Gäste sowie einige gelungene Bilder und schüchterne Trash-Elemente, wie die Gummi-Fledermäuse. Die schauspielerischen Leistungen, der in der Regel fernseherfahrenen Akteure sind sogar durch die Bank in Ordnung, wenngleich mir der Amerikaner William Sylvester in der Hauptrolle irgendwie auf den Sack geht ;-).
Leider bleibt am Ende nur das Fazit: kein Vergnügen, oh nein, wirklich kein Vergnügen.

Rating: $$ (Trash: $$$-)

Splatter:

1/10

 

 

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