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Toten Augen des Dr. Dracula, Die

Info

OT: 
Operazione Paura

AT:
The Curse of the living Dead (D)
Die toten Augen

Jahr: I 1966
R, B:
Mario Bava
B:
Romano Migliorini, Roberto Natale
K:
Antonio Rinaldi
M:
Carlo Rustichelli
D:
Giacomo Rossi-Stuart, Fabienne Dali, Erica Blanc, Piero Lulli

Quelle: DVD (KSM/Laser Paradise)

 

Inhalt

Das erste, was Dr. Paul Eswai (Giacomo Rossi-Stuart) zu Gesicht bekommt, als seine Kutsche zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem kleinen, namenlosen Weiler eintrifft, sind vier Männer mit roten Kapuzen, die einen Sarg durch die Landschaft tragen. Begleitet wird dies unheimliche Szenario vom Raunen des wackeren Kutschmannes, der was von Flüchen und Verdammnis raunt. Doch Doc Eswai ist nicht zum Spaß hier, sondern auf Bitten von Inspektor Kroger (Piero Lulli), der einen undurchsichtigen Todesfall aufklären muss, und zu diesem Behufe Eswai für eine Autopsie der Leiche einbestellt hat.
Eswai und die Medizinstudentin Monica (Erika Blanc) untersuchen den Korpus gegen den Widerstand der abergläubischen Dörfler und noch dazu weitgehend ohne eindeutigen Befund. Verdächtig ist allerdings eine Münze im Herz der Toten. Der dörfliche Aberglaube berichtet von einem Fluch, der auf dem Orte liegt, seitdem die kleine Melissa (Valerio Valeri), Tochter der immer noch auf dem nahen Schloss residierenden Baroness Graps (Giovanna Gallati), 20 Jahre zuvor durch Schuld einiger Dörfler ums Leben kam. Nun soll das tote Mädchen blutige Rache nehmen und all denjenigen erscheinen, die als nächstes auf der Liste stehen.
Selbstredend glaubt der aufgeklärte Doktor nicht an Geisterspuk und mordende Untote, muss sich aber den Realitäten beugen. Und Monica, die einst in dem Dorf geboren wurde, erfährt sogar noch ein paar interessante Familiendetails.

Zitate:

Kutscher: „Wollen Sie wirklich in diesem Ort bleiben, Doktor? Sie sehen es: Reisende werden hier mit Särgen begrüßt, mit Leichengestank.“

Nadine (Micaela Esdra): „Der Inspektor ist nach Schloss Graps gegangen.“ – Doc: „Wann wird er zurück kommen?“ – „Niemand kommt zurück von Schloss Graps ...“

Die Kritik des Gunslingers:

Knapp 20 Tage brauchte Mario Bava, um seinen Horrorstreifen zu realisieren, den man heute gemeinhin zu seinen stärksten Ergüssen zählt. Ob nun das britische Hammer-Studio – an das sich zumindest der dämliche deutsche Titel ranwanzt – sich hat von Bava beeinflussen lassen oder sich die Sache umgekehrt darstellte, ist reichlich Wurscht. Vorliegender Film enthält jedenfalls alle Zutaten, die dem Bava-Afficionado den Seim auf die Lefzen treten lassen, bevor er in Bewunderung erstarrt.
Besonders optisch ist dem Meister wieder Außergewöhnliches gelungen. Es sind nicht nur die nebeldurchwaberten Sets, die in ihrer Künstlichkeit eine umso stärkere „gotische“ Atmosphäre atmen. Die knalligen Farben – gesteigert durch die oft farbige Beleuchtung - oder auch die schöne Ausleuchtung der winkligen Dorfstraßen und Flure erzeugen eine unwirkliche, träumerische Stimmung, die die zum Teil subjektive Kamera mit ihren teilweise verzerrten, verschwimmenden Bildern noch verstärkt. In diesem Zusammenhang erweist es sich als guter Schachzug Bavas, die Rolle der kleinen Melissa mit einem entsprechend kostümierten und geschminkten Jungen zu besetzen. Das bringt zusätzliche Bizarreness-Punkte. Die zwar sehr zurückhaltend inszenierten, aber durchaus bizarren Todesfälle oder eine „Flagellation light“ erfreuen zudem den Connoisseur ;-). Und ein unheimliches Kinderlachen aus dem Off, während der Wind durch die von bemoosten Gemäuern gesäumten Straßen oder über den Friedhof saust, das rennt bei mir ebenfalls offene Türen ein.
Gegenüber dem Look hat die Geschichte jedoch ein wenig das Nachsehen, die zudem in einem irgendwie hirnrissigen Finale gipfelt. Das hat für mich bereits schon „La Maschera del Demonio“ ein wenig runtergezogen. So gibt’s im Endergebnis nicht die Höchstnote, aber doch noch respektable viereinhalb Dollars.

Rating: $$$$+

Splatter:

2/10

 

 

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