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Uhr des Grauens, Die

Info

OT: 
La Casa nel Tempo

Jahr: I 1989
R, B:
Lucio Fulci
B:
Gianfranco Clerici, Daniele Stroppa
K:
Sebastiano “Nino” Celeste
M:
Vincenzo “Vince” Tempera
D:
Keith van Hoven, Karina Huff, Paolo Paolini, Bettine Milne

Quelle: DVD (MIB Horrorbox)

 

Inhalt

Maria (Carla Cassola) arbeitet als Haushälterin bei dem schrulligen Ehepaar Corsini. Als sie eines Tages im Keller zwei aufgebahrte und in Auflösung befindliche Tote im Hochzeitsornat (Francesca de Rose, Paolo Bernardi) mit dazu amtlichen Zimmermannsnägeln im Hals entdeckt, ist ihr Dienstverhältnis, nun ja, etwas getrübt. Bei den Toten handelt es sich um Verwandte der Corsinis, denen ihr „schlechtes Betragen“ zum Verhängnis geworden war. Kurze Zeit später beendet Hausherrin Sara (Bettine Milne) dann den Anstellungsvertrag der unliebsamen Zeugin mithilfe eines angespitzten Holzpfostens im Gekröse.
Gatte Victor (Paolo Paolini), ein fanatischer Uhrensammler, der mit seinen Schätzen wie mit Kindern redet, plädiert nur für umgehende Neubesetzung der vakanten Stelle, doch dazu bleibt keine Zeit. Noch am gleichen Abend schellt die junge Diana (Karina Huff) an der Tür der riesigen Villa: Sie erschleicht sich Einlass mit dem alten Pannentrick – „Darf ich mal Ihr Telefon benutzen?“ – um ihre draußen lauernden Freunde Tony (Keith van Hoven) und Paul (Peter Hintz) einzulassen. Der Raubüberfall entwickelt sich ungeplant zu einem veritablen Massaker. Doch mit Hit and Run ist leider nix: Auf dem Grundstück stromern drei scharfe Dobermänner herum, die ein Entkommen aus der Villa unmöglich machen. Die Nacht wird noch ungemütlicher, und Wahnsinn liegt in der Luft, als nicht nur alle Uhren im Haus anfangen, rückwärts zu laufen, sondern mit ihnen auch die Zeit. Und schon bald sind Sara und Victor wieder alert genug, um sich für die erlittene Unbill zu revanchieren. Noch größer wird die Konfusion, als auch die verscharrte Maria und die Kellerbewohner putzmunter in das Geschehen eingreifen.

Zitate:

Sara: „Parasiten müssen eliminiert werden. Sie hatte zuviel zerbrochen, und sie wusste zuviel.“ (Was für tierische „Schädlinge“ gilt, besitzt auch für naseweise Dienstmädchen seine Gültigkeit)

Die Kritik des Gunslingers:

Ursprünglich hatte Fulci seinen Streifen fürs italienische TV gedreht, doch erschien der Film aufgrund der Gewalt-Szenen dann nur auf Video. Im allgemeinen wird ja das Werk des Meisters ab Mitte der 80er nicht mehr wirklich geschätzt, doch dieser Film verdient tatsächlich ein näheres Hinschauen.
Zwar verfängt sich die Geschichte wie nahezu alle Stories um Zeitphänomene komplett im Netz der Unmöglichkeiten, doch hat der Film wirklich Qualitäten. Zu allererst der Plot an sich, der für mich von seiner Entwicklung stark in der Tradition der fantastischen Literatur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts steht, wie etwa den Geschichten von Algernon Blackwood. Damit knüpft der Fulci-Streifen auch weniger an das italienische Horrorkino der letzten Jahrzehnte an, obwohl er natürlich genug entsprechende Stilmittel aufweist, als vielmehr an die klassischen Grusler der 30er- oder 40er-Jahre.
Die Film ist recht langsam erzählt, was der Atmosphäre genauso zugute kommt genauso wie die gute Kameraarbeit und der Score, der nicht nur aus düsteren Synthieklängen besteht, sondern auch Geräusche und Stimmen beinhaltet. Ab dem Zeitpunkt, an dem Uhren und Zeit beginnen, rückwärts zu laufen, ist zudem kontinuierlich ein rückwärts abgespieltes Uhrenticken zu hören.
Die Darsteller sind durch die Bank auf der Höhe, was aber gerade bei den jungen Räubern die neue (?), lausige Synchro teilweise konterkariert.

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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