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Waisenhaus, Das

Info

OT:
El Orfanato

Jahr: SP 2007
R: J.A. Bayona
B: Sergio G. Sánchez
K: Oscar Faura
M: Fernando Velasquez
D: Belén Rueda, Fernando Cayo, Roger Princep, Mabel Rivera

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Laura (Belén Rueda), Gatte Carlos (Fernando Cayo) und der 7-jährige Sohnemann Simón (Roger Pricep) beziehen ein neues Domizil an der Küste. In dem ehemaligen Waisenhaus hatte Laura einen Teil ihrer Kindheit bis zur Adoption verbracht. Nun wollen sie und Carlos die Butze wieder reaktivieren, und zwar als Heim für behinderte Kinder.
Allerdings läuft das von Beginn an nicht gerade glatt. Erst taucht eine schrullige Sozialarbeiterin (Montserrat Carulla) auf wegen Simón, den Laura und Carlos adoptiert hatten und der seit Geburt HIV-positiv ist, was dieser wiederum nicht weiß. Dann häufelt Söhnchen immer mehr imaginäre Freunde an, was die Eltern eher als etwas nervend, denn bedrohlich empfinden. Allerdings verrät angeblich einer dieser unsichtbaren Kumpels Simón, was wirklich Ambach ist. Der ist erstmal irreversibel geschockt, enttäuscht und wütend.
Nach einem heftigen Streit mit Laura beim Gartenfest zur Eröffnung des Kinderheims, verschwindet Simón. Auch Monate später fehlt von dem Kurzen jede Spur. Während sich im Haus seltsame Phänomene häufen, ist Laura zu allem bereit, um den Sohn wiederzufinden. Sehr zum Missfallen des eher rational gepolten Carlos: Der möchte die Geschichte möglichst schnell abschließen.

Zitate

Laura: „Mein Sohn ist nicht gestorben. Seine unsichtbaren Freunde haben ihn geholt.“ (Kommt gut in einer Selbsthilfegruppe (Zwinkern))

Aurora (Geraldine Chaplin): „Wir sind hier nicht allein.“ (Muss ein seriöses Medium wohl so sagen)

Die Kritik des Gunslingers:

In seinem Regiedebüt klimpert der ursprüngliche Clip-Regisseur J.A. Bayona durchaus versiert auf der gebräuchlichen Gruselklaviatur. Der Mann macht einfach kaum was falsch. So baut er seinen Oldschool-Grusler sehr klassisch, sehr ruhig auf. Ausführlich erfahren wir Hintergründe zu den beiden Hauptprotagonisten Laura und Simón. Die sind by the way gut gespielt, was insbesondere die Kinderrolle erfreulich unnervend geraten lässt.
Dabei streut der Streifen zunehmend Störgeräusche ein: Sind die imaginären Freunde Simóns wirklich imaginär? Der Film vermeidet es hier, plump auf die paranormale Karte zu setzen. Sämtliche Spuren der unsichtbaren Kumpels sind immer auch durch eine sehr naheliegende natürliche Begründung erklärbar. Gleiches gilt später für die meisten der Phänomene, die das Leben der Restfamilie zusätzlich belasten. So bleibt die erfahrbare Welt der Erwachsenen so geordnet, wie man sie sich im Lauf der Jahre zurechtgelegt hat. Kein Stress, kein Grund zur Sorge.
Die behutsame Vorgehensweise, die feine Kameraarbeit, ein subtiler Score und das unheimliche Sounddesign sorgen für permanente, unterschwellige Unbehaglichkeit. Horror, der allmählich in den Alltag kriecht. Eine wichtige Rolle spielt das Haus. Von innen erstmal gemütlich und großzügig, von außen eher vom Typ „etwas gruseliger Riesenkasten“. Im Verlauf treten die unheimlichen Aspekte immer mehr in den Vordergrund: Lange Flure, dunkle Winkel, vergessene Türen und Treppen schaffen eine schöne Spuk-Atmo.
Zwar bietet der Streifen wirklich nichts an, was man als Genrefreund nicht bereits schon irgendwo gesehen hat. Von daher ist der Überraschungsfaktor selbstredend kein solcher (Zwinkern). Allerdings kombiniert er die Versatzstücke so geschickt, dass nicht bloß ein Imitat herauskommt. Und knarzende Treppen in einem düsteren Gemäuer, leise Geisterstimmen, eine unangenehm beobachtende Kamera, die über einen langen Flur schleicht, funktionieren bei mir immer und immer noch als Gruselfaktor *lach. Ein klares Thumbs up von unserer Seite.

Rating: $$$$+

Splatter:

3/10

 

 

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