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We are what we are

Info

OT: 
We are what we are

Jahr: USA/F 2013
R, B: Jim Mickle
B: Nick Damici
K: Ryan Samul
M: Phil Mossman, Darren Morris, Jeff Grace
D: Bill Sage, Ambyr Childers, Julia Garner, Michael Parks

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Frank Parker (Bill Sage) und seine Familie – Gattin Emma (Cassie DePaiva), die Töchter Iris (Ambyr Childers) und Rose (Julia Garner) sowie Sohnematz Rory (Jack Gore) – leben zurückgezogen in der amerikanischen Provinz. Dazu kommt eine vom verschrobenen Frank ausgehende, fast fanatische Religiosität, die die Familie zu Sonderlingen abstempelt.
Während sich die Parkers auf ihren traditionellen „Tag des Lammes“ vorbereiten, einen obskuren religiösen Ritus, der mit heftiger Fasterei einhergeht, um hier mal den eher harmlosen Aspekt zu nennen (wink), stirbt Emma beim Einkaufen: Nach einem Schwächeanfall ertrinkt sie in einer nach tagelangen schweren Regenfällen angestauten Pfütze. Trotz der Trauer hält der Rest der Familie jedoch unbeirrt Kurs auf den großen Tag.
Aber die Dauerplästerei fördert bei allen nicht nur depressive Tendenzen zutage, sondern auch immer wieder Knöchelchen wohl menschlichen Ursprungs, die am Ufer des angeschwollenen Bachs auftauchen. Während der örtliche Polizeichef Meeks (Nick Damici) dem keine Bedeutung beimisst, wird der alte Doc Barrow (Michael Parks) aufmerksam, zumal seine Tochter Jahre zuvor spurlos verschwand. Zusammen mit dem enthusiastischen Deputy Anders (Wyatt Russell) startet er weitere Nachforschungen. Die Ergebnisse der Untersuchungen lassen in Barrow einen ungeheuerlichen Verdacht reifen, in dessen Zentrum die Parkers stehen.

Zitate

Zitate:
Rose: „Warum können wir nicht wie die anderen sein?“

Iris: „Vater, warum können wir nicht normal sein?“

Frank: „Es ist Gottes Entscheidung, wie wir sind.“

Frank: „Gesegnet seien die Lämmer, denn sie sind Seine Opfergaben.“

Die Kritik des Gunslingers:

Da ich das drei Jahre zuvor entstandene mexikanische Original des Films nicht kenne, soll dieses in der folgenden kurzen Betrachtung auch keine Rolle spielen. Der eher auf Horrorkost spezialisierte Jim Mickle liefert hier eine überzeugende Mischung aus Familiendrama, Thriller und eben Horror ab.
Was an dem Streifen als erstes auffällt, ist die tolle Atmo. Wenn man denn auf erst einmal komplett depressive Bilderwelten steht, eine Welt, in der es keine Sonne zu geben scheint, in der der nervenzehrende Dauerregen äußere Spiegelung der Zustände im Hause Parker zu sein scheinen. Das Grauen erfasst den Zuschauer in langsamen Schritten: Andeutungen, das Agieren der Figuren, Ausflüge in die Familiengeschichte lassen dann häppchenweise (wink) das Ahnen um den wahren Hintergrund des „Tags des Lammes“ zur Gewissheit werden. Die Kameraarbeit ist dabei famos. Mit wenigen Einstellungen wird allein durch Kameraposition und –fokus angedeutet, ja, behauptet, ohne, dass die tatsächlichen Ereignisse die so geschürten Vermutungen anfangs wirklich unterfüttern. Großartig dabei auch der Score, der die Fröstel-Atmo entsprechend verstärkt.
Horror- oder gar Gore-Effekte sind rar gesät, was den Streifen für die klassische Zielgruppe eher uninteressant machen dürfte. Obwohl, na, ja: Das Ende ist wirklich unangenehm geraten (wink). Der Film
legt ein sehr gemächliches Tempo vor, konzentriert sich in weiten Teilen sogar eher auf die Abnabelungstendenzen bei Iris und Rose, die den Extremismus ihres Vaters zunehmend nicht mehr mittragen wollen. Insofern enthält der Streifen natürlich auch klassische Coming-of-Age-Elemente in einer etwas anderen Verpackung. Hat mich alles nicht gestört. Im Gegenteil: Die langsame Gangart, inklusive der dazu gehörigen ausführlichen Exposition der Familie Parker und ihres Geheimnisses, sorgen vielleicht nicht für das intensive Horrorerlebnis. Doch dafür entschädigt der Streifen durch ein Dauerschaudern, das ich als letztlich wertvoller empfinde als den schnellen Schock.
Auch mit der Gefahr, mich an dieser Stelle einmal mehr zu weit aus dem Fenster zu lehnen, gehe ich zur Abwechslung mal wieder richtig steil (wink):

Rating: $$$$$

Splatter:

5/10

 

 

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