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Windigo

Info

OT: 
Ghostkeeper

AT:
Ghosthunter – Haus der Monster
Windigo – Die Nacht des Grauens
Ghostkeeper

Jahr: KAN 1981
R: James Makichuk
B: Douglas MacLeod
K: John Holbrook
M: Paul Zaza
D: Riva Spier, Georgie Collins, Murray Ord, Sheri McFadden

Quelle: VHS (Active Home Video)

 

Inhalt

Es ist Silvester-Tag, und diesen nutzen das Pärchen Jenny (Riva Spier) und Marty (Murray Ord) sowie ihre Freundin Chrissie (Sheri McFadden), um so einen richtig tollen Schneemobil-Ausflug in die kanadischen Berge zu veranstalten. Nachdem sich das Trio in einem abgelegenen Shop aufgewärmt und genug über Hinterwald abgelästert hat, findet sich noch genug Zeit, die wohlmeinenden Warnungen des Ladenbesitzers (Les Kimber) zu ignorieren. Trotz eines verwitterten Verbotsschildes und eines langsam aufziehenden Schneesturms, brummen die Drei in einen kleinen Waldweg und landen überraschend an einem imposanten, allerdings geschlossenen Hotel. Justement hier macht Chrissie mit ihrem Schneemobil einen Kopfstand und würgt den Vogel final ab.
Angesichts des nun einsetzenden Schneegestöbers bleibt nicht viel mehr, als in dem Kasten Schutz zu suchen und auf besseres Wetter zu warten. Obwohl das Hotel laut Gästebuch seit fünf Jahren keine Gäste mehr hatte, ist geheizt, und schon bald ist klar, dass der Schuppen doch nicht so ganz leer steht. Eine alte Frau (Georgie Collins) ist’s, die hier nach eigenem Bekunden schon seit langem lebt und nun zusammen mit ihrem Sohn (Billy Grove) nach dem rechten sieht. Doch die Alte ist weder harmlos, noch schenkt sie den Besuchern reinen Wein ein: Für sie alle wird das Hotel in der einen oder anderen Form schließlich Endstation.

Zitate

„Es gibt hier oben schlimmeres, als verloren zu gehen.“ (Der Shopbesitzer hat noch ein paar mehr einschlägiger Warnungen auf der Pfanne)

Jenny: „Hier oben gefällt es mir nicht. Lasst uns zurück fahren.“ – Marty: „Aaach, lass es uns doch mal ansehen.“ (Auch ein Klassiker aus dem Horrorfilm-Kanon)

Die Kritik des Gunslingers:

Der Wendigo oder auch Windigo entstammt einer Legende der nordamerikanischen und kanadischen Indianer. Er erscheint in der Regel als Mischwesen aus Werwolf und Bigfoot und verzehrt bevorzugt Menschenfleisch. Nach Indianer-Glauben können beispielsweise stark hungernde oder durch lange Isolation traumatisierte Menschen die Gestalt eines Wendigos annehmen.
Aber das nur so nebenbei, meine Freunde, denn der Wendigo spielt in diesem Streifen nur eine Nebenrolle. Sein Hauptaugenmerk richtet die Geschichte auf das Wachsen von Wahnsinn und Paranoia, zu dem die Geschehnisse im Hotel letztlich nur den Katalysator darstellen. Da ist zum einen Jenny, die familiär durch eine völlig durchgeknallte Mutter vorbelastet ist und nun Angst hat, dass sie bald ebenfalls reif für die Zwangsjacke sein wird. Zweitens ihr Freund Marty: ein Arschloch vor dem Herrn, der keine Gelegenheit auslässt seine Freundin zu quälen und eigentlich nur scharf ist auf Chrissie, den heißen Feger.
Diese anfangs eher subtil glimmenden Befindlichkeiten steigern sich durch die Nacht im Hotel und die Situation des Eingeschlossenseins also Kontrollverlusts zu einem schrillen Diskant. Oh Mann, was schreibe ich hier überhaupt ;-)? Wie auch immer: Die Atmo des Streifens ist fein und stellt eine Mixtur aus meinetwegen „Shining“ und „Landhaus der toten Seelen“ dar. Unterstützt wird dies durch den Score von Paul Zaza, der hauptsächlich durch leise, teilweise gezupfte, teilweise verfremdete Streicher getragen wird. Die drei Hauptdarsteller sind wirklich gut und bringen die Geschichte auch über einige Durchhänger im Verlauf des Mittelteils.
Keine Perle, aber doch ein gelungener Gruselfilm, dem Freunde derartiger Kost etwas Zeit widmen können.

Rating: $$$+

Splatter:

4/10

 

 

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