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Zeder - Denn Tote kehren wieder

Info

OT: 
Zeder

AT:
Zeder – Terror der Untoten

Jahr: I 1983
R: Pupi Avati
B: Pupi Avati
K: Franco Delli Colli
M: Riz Ortolani
D: Gabriele Laria, Anne Canovas, John Stacy, Cesare Barbetti

Quelle: DVD (cmvLaservision). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Der ambitionierte Schriftsteller Stefano (Gabriele Laria) bekommt von seiner reizenden Gattin Alessandra (Anne Canovas) eine gebrauchte Schreibmaschine frisch aus der Pfandleihe geschenkt. Doch das etwas prosaische Geschenk hat es in sich: Als Stefano nämlich an der Kiste einen Bandsalat reparieren will, entdeckt er auf dem Farbband einen seltsamen Text, der sein Interesse weckt.
Nachdem er das Geschriebene auf Papier übertragen hat, entdeckt Stefano, dass es um sogenannte K-Zonen geht. Um was? Er wittert Stoff für ein neues Buch und sucht mit dem Material seinen alten Prof Chesi (John Stacy) auf, einen Spezialisten nicht nur für blutjunge Studentinnen, sondern auch und vor allem fürs Okkulte. Der klärt ihn ein wenig über K-Zonen auf, sagenhafte Gebiete, die aufgrund ihrer geographischen und klimatischen Beschaffenheit Tote ins Leben zurück holen können. An diesen Zonen, erstmalig erwähnt durch den Wissenschaftler Paolo Zeder, hatte auch der Vorbesitzer der Schreibmaschine, Don Luigi (Ferdinando Orlandi), ein abgefallener Priester, geforscht.
Mit zunehmender Besessenheit versucht Stefano, das Geheimnis des ihm zwischenzeitlich gestohlenen Farbbandes zu ergründen. Hat Don Luigi am Ende eine K-Zone gefunden? Doch der liegt inzwischen leider unterm Torf, und das Grab des Gutsten ist leer. Die Spur des Leichnams verliert sich in einem Provinznest. Hier stehen die Ruinen einer aufgegebenen Ferienkolonie aus faschistischer Zeit, in der jetzt französische Wissenschaftler streng abgeschottet dubiose Experimente vornehmen. Außerdem kursieren Spuk-Geschichten über das Gelände, über hier ermordete Frauen und blutgierige Hunde, die eigentlich tot sein müssten. Hier bin ich richtig, denkt sich Stefano, und mietet sich beim etwas schmierigen Mirko (Enea Ferrario) ein, wild entschlossen, die Geschichte zum Abschluss zu bringen.

Zitate

Mr. Big (Bob Tonelli): „Der Tod ist keine Krankheit, die man heilen kann. Der Tod ist endgültig."

Don Mario (Aldo Sassi): „Bitte gehen Sie von hier fort. Überlassen Sie diese Dinge lieber uns Fachleuten für das Übersinnliche.“

Die Kritik des Gunslingers:

Pupi Avati ist trotz seines vergleichsweise strammen Outputs von bisher 50 Streifen hierzulande weitgehend unbekannt geblieben, während seine Filme in Italien eine große Popularität besitzen.
„Zeder“ ist eine weitgehend gelungene Mixtur aus Mystery-Thriller, Gothik-Grusel und Zombiefilm. Der Streifen beginnt mit einer Rückblende in das Jahr 1956, in der ein Dr. Meyer (Cesare Barbetti), im Übrigen ein Schüler Chesis wie 25 Jahre später Stefano, das Grab Paolo Zeders im Keller einer französischen Villa entdeckt. Dieses Intro, was neben klassischer Gothik-Atmo Elemente aus Spukhaus- und Poltergeistfilmen enthält, hat dann aber nur eine lockere Verbindung zum Hauptteil des Streifens.
Mit Sprung ins Bologna der Gegenwart bekommt der Film einen modernen, urbanen Look, wenngleich Avati immer wieder gruselige Sequenzen einschiebt, wie die Schwimmbad-Szene, in der Stefano schließlich das Farbband geklaut wird, oder auch der Besuch der Nekropole in Spina. Letztlich muss man als Zuschauer ziemlich am Ball bleiben, wenn man die etwas konfuse Handlung im Auge behalten will. Zur Verwirrung tragen dabei die etlichen ins Nichts führenden Seitenstränge bei. Dazu gibt’s ein paar Ungereimtheiten, wie das Alter Professor Meyers, der seltsamerweise in einem Alter mit seinem ehemaligen Lehrer Chedi zu sein scheint, oder der Nekropolen-Chef, den ich schon in der knapp 30 Jahren zuvor spielenden Eingangssequenz entdeckt habe. Meine ich zumindest.
Alles in allem lebt der Film von seinem Kontrast zwischen modernem Leben und übernatürlichen Ereignissen, die ersteres immer wieder perforieren. Hierdurch bedingt durchzieht den Streifen permanent ein schauerndes Frösteln. Dazu liefert Riz Ortolani einen stimmungsvollen Elektro-Streicher-Score. Hier zahlt sich aus, dass Avati im Gegensatz zu etlichen italienischen Horrorfilmen seiner Zeit sein Gehirnschmalz nicht auf die effektvollsten Splattereien verwendet, sondern tatsächlich auf das Erzeugen von Stimmungen.

Rating: $$$$

Splatter:

3/10

 

 

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