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2x Judas

Info

OT: 
Due Volte Giuda

AT:

Dos Vezes Judas (SP)
Kugeln tragen keine Unterschrift (DDR)

Jahr: I/SP 1969
R: Nando Cicero
B: Jaime Jesus Balcazar
K: Francisco Marin
M: Carlos Pes
D: Antonio Sabato, Klaus Kinski, José “Pepe” Calvo, Emma Baron

Quelle: DVD (KSM/EuroVideo)

Poster, Lobbycards etc. von 2x Judas

 

Inhalt

Es muss ein ziemlich beschissener Tag für Luke Barrett (Antonio Sabato) gewesen sein, wenn er sich nur daran erinnern könnte. So wird er wach mit blankgeputztem Hirn, mitten in der Einöde, dazu mit einer heftigen Schmarre am Kopf und neben sich eine Leiche, um die sich schon die Geier balgen. Ohne überhaupt seinen Namen zu wissen, erreicht er das nächstgelegene Kaff.
In der örtlichen Schänke spricht ihn gleich ein Fremder (Franco Leo (?)) an, Typ Gunslinger, der ihn zu kennen und zu erwarten scheint und ihm erstmal einen Haufen Scheine in die Hand drückt, für einen Job, den er, Luke, am nächsten Tag zu verrichten hat. Luke macht erstmal gute Miene zum bösen Spiel und verheimlicht seine totale Mattscheibe. Er erfährt immerhin, dass er seinen eigenen Bruder (Klaus Kinski) umlegen soll, Victor mit Namen.
Dieser ist der örtlichen Bank ein Dorn im Auge, ist er doch die Bremse am Wagen des Fortschritts. Victor versucht, die durch den Arbeitskräftemangel infolge des Bürgerkrieg in Not geratenen Kleinbauern mit Gewalt und Mord daran zu hindern, ihre Parzellen an die Bank zu verscherbeln. Hintergedanke: Indem er den Bauern illegale mexikanische Schwarzarbeiter zu Wucherkonditionen „vermittelt“, zwingt er sie in seine Abhängigkeit, um sich schließlich selbst in den Besitz der wertvollen Scholle zu bringen.
Bankdirektor Murphy (Narciso Ibanez Menta) hat daher ein paar Jungs engagiert, um sich mit Victor zu befassen: Die Beteiligung von Luke soll die Chose nach einem Familienzwist aussehen lassen. Klar, dass Luke den Job nicht durchzieht und eher die Familienvereinigung anstrebt, um es wieder Licht werden zu lassen im Schädel. Doch zunehmend kommen ihm Zweifel an der Version von Vergangenheit, die ihm Victor auftischt. Eine zentrale Rolle scheint ein mysteriöser Killer namens „Dingus“ zu spielen, auf dessen Namen Luke bei seinen Nachforschungen immer wieder stößt und der auch ursächlich für sein Schicksal und das Ableben naher Familienangehöriger zu sein scheint.

Zitate

„Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mich schleunigst aus dem Staub machen. Nur die Toten bleiben an der Stelle, wo geschossen wurde.“ (Ein guter Tipp für Luke)

„Wenn es soweit kommt, dass man alles im Leben weiß, ist man schon so gut wie tot.“ (Russel (José Calvo))

Die Kritik des Gunslingers:

Mal abgesehen von einigen Ungereimtheiten im Plot gelungener Western von Nando Cicero, der hiermit seinen letzten von drei Italos vorlegt, ehe er sich vor allem auf Militärklamotten verlegte.
Wie bei ein paar weiteren Italowestern dreht sich auch hier einer der beiden Handlungsstränge um Gedächtnisverlust und Heben des Schleiers. Die Atmo ist durch die Bank gelungen und komplett pessimistisch: Zwar ist die Welt auch ohne Erinnerungsvermögen schlecht und durch das Streben nach Profit dominiert. Doch als schlussendlich ein Lichtlein die Hirnstube wieder erhellt, sieht alles noch viel schlimmer aus. Luke bleibt nach dem finalen Aufräumen nur noch, sich wieder aufs Pferd zu setzen und von hinnen zu ziehen. Aber Hoffnung auf Besserung gibt es nicht.
Kinski nimmt sich als böser Widerpart Sabatos schön zurück, was seiner Figur noch mehr Dämonie verleiht. Besonders gut gefallen hat mit „Pepe“ Calvo als an der Flasche hängender Doc Russel: die völlig desillusionierende Darstellung eines Trinkers auf dem Weg in die Grube. Gute Kameraarbeit!

Rating: $$$$-

Bodycount:

ca. 40, 1 Frau

Explizite Brutalitäten:

Nada

Liebe:

0/10

Splatter:

2/10

Specials:

  • Charly (Franco Leo (?)), mit dem Luke den Mord an Victor durchziehen soll,  besitzt ein Scharfschützengewehr, treffsicher auf 200 Meter, allerdings nur auf stehende Ziele
  • Für die Endabrechnung greift Luke gern auf die von seinem Vater speziell für die Yankee-Jagd modifizierte Donnerbüchse zurück, die mehrere Kugeln gleichzeitig mit verheerender Wirkung abfeuern kann.


 

 

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