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Bekreuzige Dich, Fremder

Info

OT: 
Straniero ... fatto il Segno della Croce!

Jahr: I 1967
R, B: Demofilo Fidani ("Miles Deem")
B: Corrado Pataro
K: Franco Villa
M: Marcello Gigante
D: Charles Southwood,Giovanni Scarciofolo ("Jeff Cameron"), Mel Gaines, Massimo Righi ("Max Dean"), Fabio Testi, Calisto Calisti

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Der Geschäftsmann Carson (Calisto Calisti) kontrolliert mithilfe der Gang von Sohnemann Lucas (Giovanni Scarciofolo) das Nest White City. Als weitere Hilfstruppen gibt es da noch James Donovan (Mel Gaines) mit seiner Bande, die für die Carsons als Geldeintreiber fungieren. Ab und zu bessert sich James sein karges Salär mit Bank- und Casinoüberfällen auf. Ein namenloser Kopfgeldjäger (Charles Southwood) räumt mit dem Spuk auf. Unterstützt wird er dabei vom verkrüppelten Brady (Ettore Manni), der endlich die Chance sieht, seine eigene Rache zu vollenden.

Zitate:

„Wir schmeißen die Eier hoch, und du knallst sie ab. Die sind noch nestwarm. Stimmt’s Willie?“- „Hö, hö. Genau.“ (Dialog zweier Donovan-Gangster, an den Fremden gerichtet)

Die Kritik des Gunslingers:

Erster Western Demofilo Fidanis, der in seiner an Jahren recht kurzen Regiekarriere erstaunlich viele Werke, fast allesamt unterhalb der Null-Linie, folgen ließ.
Hier liegt die Sache aber etwas anders, denn zum einen versucht sich Fidani daran, eine Geschichte zu erzählen, zum anderen geben sich die Schauspieler – unter ihnen immerhin Ettore Manni und Fabio Testi – redliche Mühe. Leider fehlt Fidani der Mumm oder das Talent, die angelegten Story-Seitenstränge mit durchaus Potenzial zu vertiefen: zum einen den Vater-Sohn-Konflikt in der Familie Carson. Lucas wird von seinem Vater abgelehnt, weil der den Verdacht hegt, dass dieser nicht sein leiblicher Spross ist. Zum zweiten der Racheplot: Barfrau Trudy war einst die Verlobte von Bradys Sohn und an dessen Ermordung sowie der Verkrüppelung Bradys durch die Carsons mitbeteiligt. Hier immerhin setzt der Film schwarz-weiße Rückblenden ein, eine Stilvielfalt, die bei Fidani selten zu finden ist.
Doch kommen natürlich auch Freunde der Fidani-typischen „Späße“ auf ihre Kosten, beispielsweise beim unsäglichen Eierspiel, bei dem übrigens auch Aristide Massaccesi mitwirkt, der später als Joe D'Amato zu eher zweifelhaften Regieruhm gekommen ist.
Der Score von Marcello Gigante ist so schlecht nicht: Immerhin offeriert er ein leichtgängiges Trompetenthema mit Flötentriller-Unterstützung. Alles in allem sicherlich eines der gelungeneren Werke des Meisters.

Rating: $$

Bodycount:

24 (darunter 5 Frauen und drei Kinder)

Explizite Brutalitäten:

  • James Donovans rechte Hand ("Max Dean" = Massimo Righi) erledigt während eines Banküberfalls eine nörgelnde Kundin à la Sentenza: Kissen ins Gesicht und abgedrückt
  • James Donovan bringt eine alte Dame mit einem geschickt geworfenen Messer zum Schweigen
  • Die Banditen überreiten drei kleine Jungs, die auf der Straße spielen
  • Lucas Carson demütigt den verkrüppelten Brady und verpasst ihm schlussendlich eine Gesichtswaschung mit einem Pott Bier
  • Der Fremde bekommt von Carsons Leuten eine gepflegte Tracht Prügel, um seinen Namen zu erfahren
  • Im Rahmen einer Geldeintreibe-Aktion beim Farmer Sullivan wird die Hausfrau vergewaltigt. Nachdem diese ihren Peiniger ein Messer in den Rücken gejagt hat, verpasst ihr James Donovan ein Stücksken Blei.
  • Der Doktor wird mit Blei bezahlt, als ihm die Operation des verwundeten James Donovans missglückt.

Liebe:

Der Namenlose vergnügt sich zwar mit der Barfrau Trudy (Cristina Penz), aber diese verpfeift ihn zum Dank an Donovans Bande. Für Liebe ist hier eben kein Platz: eine glatte 0/10

Splatter:

Trotz aller Brutalität (v.a. im ersten Teil des Films) bleibt's optisch recht zahm: 1/10

Spezialitäten:

  • Der Namenlose führt eine Feldflasche mit eingebautem Spiegel und integriertem Colt mit sich, die ihm nützliche Dienste erweist.
  • Der gehbehinderte Blake (Ettore Manni) hat eine Krücke mit einer Wumme armiert und langt entsprechend hin
  • Zwei von Donovans Leuten spielen "Die fliegenden Eier": Einer schmießt ein Ei hoch, der andere zieht und schießt. Wer nicht trifft, kriegt den Schmodder auf die Birne. Hüstel.

 

 

 

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