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Blackthorn

Info

OT: 
Blackthorn

AT:
Blackthorn – sin Destino (SP)

Jahr: SP/USA/F/BOL 2011
R: Mateo Gil
B: Miquel Barros
K: Juan Ruiz Anchóa
M: Lucio Godoy
D: Sam Shepard, Eduardo Noriega, Stephen Rea, Magaly Solier

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Der Mann, der einst als Butch Cassidy den Westen unsicher machte, lebt nun unerkannt als Jack Blackthorn (Sam Shepard) in Bolivien und züchtet Pferde. Über 20 Jahre im bolivianischen Exil haben viel Gras über seine Vergangenheit wachsen lassen: Die Meisten, die ihn einst kannten, halten ihn für tot oder sind es selbst bereits.
Als ihn die Nachricht erreicht, dass seine ehemalige Flamme Edda Place (Dominique McElligott) in San Francisco der Tuberkulose erlegen ist, packt Butch das Heimweh. Zumal er weiß, dass Edda Mutter eines Sohnes ist, der entweder von ihm oder vom schon lange unterm Torf liegenden Kumpel Sundance Kid (Padraic DeLaney) ist. Er verscheuert seine Zossen, hebt die Ersparnisse von der Bank ab und macht sich auf den beschwerlichen Weg zurück in die Staaten.
Doch weit kommt er nicht: Ein junger Heißsporn (Edurado Noriega) greift ihn an, den er zwar überwältigen kann, doch sein Pferd mit den gesamten Pennunzen macht sich vom Acker. Der Junge bezeichnet sich als Spanier, Eduardo Apodaca mit Namen, der in Bolivien als Mineningenieur arbeitete und angeblich ausgerechnet den reichsten Minenbesitzer im Land um 50.000 lachende Dollars erleichtert hat. Der Kies soll in einer aufgelassenen Mine liegen. Gegen eine entsprechende Gewinnbeteiligung von 50 Prozent verspricht Butch dem verzweifelten Unglückswurm zu helfen, die Marie zu bergen, was dann auch gelingt
Nach einer kurzen Rast auf Blackthorns Hacienda brechen die Beiden noch einmal in Richtung Staaten auf, hinter sich eine Rotte Verfolger, vor sich die unwirtliche Natur.

Zitate

Butch: „Ich war immer mein eigener Herr. Reicher kann man nicht sein.“

McKinley (Stephen Rea): „Es ist ermüdend, immer seine Pflicht zu erfüllen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Regisseur Mateo Gil spinnt in seinem Langfilm-Debüt die Legende um die legendären Outlaws weiter, in dem er die offizielle Lesart, Butch und Sundance seien 1908 von der bolivianischen Armee erschossen worden, ignoriert. Während Sundance letztlich an den bei dem Schusswechsel erlittenen Verletzungen stirbt, schafft es Butch, unter neuem Namen eine respektable und wohlhabende bürgerliche Existenz zusammen mit seiner indianischen Frau Yana (Magaly Solier) aufzubauen.
Der Streifen ist eine Shepard-One-Man-Show. In seiner knorrigen Optik und Schlaufüchsigkeit erinnert Sam Shepard dabei fast ein bisschen an Kris Kristofferson. Butch ist zwar irgendwie glücklich, möchte aber angesichts der Ereignisse und seines Alters sein Leben in der alten Heimat beschließen. Wie so viele Spätwestern durchzieht den Film ein Hauch Melancholie und sogar ein wenig romantische Verklärung. Sowohl der alte Bandit als auch sein ebenfalls in Bolivien gestrandeter, ehemaliger Verfolger McKinley, der in die Jahre gekommene Pinkerton-Detektiv - neben Sheppard ist Stephen Rea der zweite Pfeiler, auf dem der Streifen fußt - sind Männer von Prinzipien und Ehre: Sie haben sich nie etwas geschenkt, sind dabei aber immer anständig geblieben. So sagt etwa Butch dem jungen Spanier auf dessen Frage hin, er habe noch nie einen Menschen erschossen. Umso bitterer, dass er damit nun auf seine alten Tage anfangen muss. Dieser Anstand geht der neuen Generation ab: Weder der bolivianische Offizier, der McKinley ohne Zossen im Gebirge aussetzt und dem fast sicheren Tod überantwortet, als auch der doch nicht so unbedarfte Spanier haben so etwas wie eine moralische Sperre eingebaut.
Der dritte Pfosten schließlich ist die grandiose bolivianische Natur, deren atemberaubende Panoramen selbstredend die große Leinwand erfordern. Regenwald, Wüste oder die riesige, schneeweiße Salzebene, eine glitzernde, tödliche Winterlandschaft, pressen einen in den Kinosessel.
Strukturell hätte der Streifen allerdings Luft nach oben gehabt. Besonders die Rückblenden in die glorreiche Banditen-Vergangenheit sind weder motiviert, da sie nichts erklären oder erhellen, noch atmosphärisch sonderlich gelungen.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 9

Explizite Brutalitäten:

Butch zerschießt dem Spanier ohne Vorwarnung das Knie (Vielleicht auch für uns ein Rezept für die EM 2012 ;-))

Liebe:

Butch liebt seine aktuelle Gattin Yana, doch ist Liebe hier auch Vergangenheit. Butch und Sundance lebten mit Edda als Menage à trois: 2/10

Splatter:

2/10

 

 

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