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Dawn Rider - Shoot fast and die last

Info

OT: 
Dawn Rider

Jahr: KAN 2012
R: Terry Miles
B: Evan Jacobs, Joseph Nasser
K: Norm Li
D: Christian Slater, Lochlyn Munro, Jill Hennessy, Ben Cotton

Quelle: DVD (Koch). Danke fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Seit seiner dubiosen Entlassung aus einem mexikanischen Knast ist Gunslinger, Ex-Ranger und -Mietkiller „Cincinnati“ John Mason (Christian Slater) auf der Flucht. Ihm an den Hacken klebt Pinkerton-Detektiv Cochrane (Donald Sutherland) mit seinen Jungs, der eine von privat auf Masons Kopf ausgesetzte Prämie verdienen will. Doch Mason springt immer wieder von der Schippe.
Im Laufe seiner Flucht landet er in seiner Geburts-„Stadt“ Promise, einem disparaten Nest in Wyoming. Hier leitet sein Vater (Kenneth Yanko), dem er vor Jahren im Streit den Rücken gekehrt hatte, das regionale Büro einer Sicherheitsfirma. Man lenzt eine Pulle Bourbon ob des Wiedersehens, bevor Dad am nächsten Tag den Transport von Eisenbahn-Lohngeldern vorbereiten muss.
Auf den Zaster hat es auch eine Bande Outlaws abgesehen, eine Truppe ehemaliger Cowboys und Kleinfarmer, denen finanziell das Wasser bis zum Hals steht. Die maskierten Banditen versuchen, die Pennunzen klar zu machen, legen dabei aber lediglich und eher aus Versehen den alten Mason um, als der seinen Job zu ernst nimmt. Nun ist Sohnemann verständlicherweise stinkesauer und sucht Vergeltung. Was er nicht weiß: Anführer der Truppe ist sein Jugendkumpel Rudd (Lochlyn Munro), der nicht nur das Unschuldslamm gibt, sondern zudem Bruder von Johns Liebe Alice (Jill Hennessy) ist. Das Auftauchen des hartnäckigen Cochranes macht die Sache nicht einfacher.

Zitate

Curly (Claude Duhamel): „Was sollen wir mit ihm tun?“ – Rudd: „Verfüttert ihn an die Schweine.“ – „An welche? Schweine haben die meisten von uns.“

Cochrane: „Miss, Sie haben keine Ahnung, was Dodge City aus einem Mann machen kann.“

Cincinnati: „Ich war noch nie in Cincinnati!“

Die Kritik des Gunslingers:

Der kanadische Regisseur Terry Miles entsann sich eines weitgehend in Vergessenheit geratenen frühen Cheapos mit John Wayne, das der Duke bereits 1935 abgekurbelt hatte, und verpasste diesem – nein, nicht dem Duke, meine Lieben – eine Rutsche Botox. Während das Remake allgemein weitgehend ungnädig aufgenommen wurde, habe ich mich dagegen gut unterhalten gefühlt.
Man darf hier keinen neuen Klassiker erwarten; das war das Original schließlich auch nicht. Doch immerhin ist die Westerntradition der vergangenen 40, 50 Jahre nicht spurlos an Miles vorbeigezogen. Besonders der Italowestern oder die Schule eines Sam Peckinpah hinterließen hier unübersehbare Stiefelabdrücke. Aufgrund der Gegebenheiten – der Film wurde in British Columbia gedreht – ist hier nicht das staubige Grenzland Schauplatz der Geschichte, sondern das eher üppig begrünte Wyoming. Passt aber: Im Gegensatz zu den gefürchteten Laubwald-Kiesgruben-Western italienischer Bauart, ist die Atmo hier absolut stimmig. Wehende Staubmäntel – hier eher Regenmäntel *Lach* - Shoot-outs mit Zeitlupensequenzen und entsprechende Typen entfalten hier durchaus Italo-Peckinpah-Flair. Gestützt wird dies durch den Score, der sich mit seinen Kirchenglocken zur E-Gitarre nebst Whistling-Passagen ebenfalls stark an die entsprechenden Vorbilder anlehnt. Der Titeltrack ist ein karger Countrysong, vorgetragen zur Akustischen vom in Kanada recht populären Sänger George Canyon, der auch eine kleine Rolle übernommen hat.
Was in dem Film funktioniert, ist die Charakterzeichnung, die den Figuren sogar richtige Konturen verleiht. So richtig böse sind sie hier übrigens alle nicht, eher Victims of Circumstances. Johnny ist in Wirklichkeit gar kein schlimmer Finger, Rudd, der im Übrigen versucht, die Überfälle ohne Blutvergießen durchzuziehen, muss irgendwie und möglichst pronto 5000 Dollar auftreiben, um seine kleine Ranch vor dem Exitus zu bewahren, und Cochrane ist bis über den Arsch verschuldet und braucht dafür das Kopfgeld.
Alles in allem ein netter B-Western, dem aber ein wenig das Salz in der Suppe fehlt.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 21 Gringos

Explizite Brutalitäten:

Rudds Bande vergreift sich an Cochrans Männern, um diesen die Überfälle final in die Schuhe zu schieben

Liebe:

Alice und John springen durch die Federn zum Verdruss von Johns Freund Ben (Ben Cotton), der sich ebenfalls Hoffnungen gemacht hatte: 2/10

Splatter:

2/10


 

 

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