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Django, den Colt an der Kehle

Info

OT: 
Chiedi perdono a Dio... non a me

Jahr: I 1968
R, B:
Vincenzo Musolino („Glenn Vincent Davis“)
K:
Mario Mancini
M:
Felice di Stefano
D:
Giorgio (“George”) Ardisson, Ingnazio Spalla (“Pedro Sanchez”), Dragomir Bojanic (“Anthony Ghidra”), Cristina Iosani

Quelle: TV (Tele 5)

Poster, Lobbycards etc. von "Django, den Colt an der Kehle"

 

Inhalt

Derweil Django (Giorgio Ardisson) im nahen Städtchen auf Einkaufstour ist, statten Düstermänner der heimischen Ranch einen Besuch ab und killen die gesamte Familie. Fällig ist nun der obligatorische Rachezug durch die Gemeinde.
Doch bevor’s soweit ist, zahlt Django seltsamerweise erstmal den Rest seiner Außenstände beim reichen Bonzen Stuart (Luigi Pavese): Soll ja alles seine Ordnung haben. Mithilfe des zugelaufenen Mexikaners Garcia Ramirez (Ignazio Spalla), der nur als „Barrica“ bekannt ist und den Überfall auf die Ranch beobachtet hat, geht’s jetzt ans Eingemachte. Dabei pflegen Django und sein Partner eine merkwürdige Arbeitsteilung: Während ersterer die Schurken verbleit, sammelt letzterer die Leichen ein, um das Kopfgeld zu kassieren. Das geht soweit, dass Barrica seinem Kumpel das Leben rettet, nur damit dieser weiter die Blutarbeit für ihn verrichten kann.
Schnell zeichnet sich ab, dass hinter dem Ranch-Überfall die Bande der Brüder Smart (Dragomir Bojanic, Pietro Martellanza) steckt, angestiftet und bezahlt durch den alten Stuart. Glücklicherweise hat ein alter Freund der Familie noch aus vergangenen Bürgerkriegstagen eine verstaubte Gatling-Gun rumstehen, die nun zu neuen Ehren kommt.

Zitate:

„Ihr McDonalds habt es immer großartig verstanden, euch Feinde zu machen.“ (Stuart zu Django)

„Und wie ist das mit uns beiden: Kommst du rauf mit der Mutti?“ – „Willst du mir die Brust geben, du Prärieschachtel?“ (Mary (Lilli Lembo) versucht Jack anzumachen)

Stuart: „Warum hast du Jack nicht mitgebracht?“ – Dick: „Jack kommt ein bisschen später … der ist nämlich tot.“

„Hey, hast du Blei in den Knochen?“ (Barrica beim Abtransport eines gerade verblichenen, scheint’s schwergewichtigen Banditen (Dino Strano)

Die Kritik des Gunslingers:

Trotz seiner Schwächen unterhaltsamer Western von Vincenzo Musolino, der deutlich besser geraten ist als der müde "Quintana". Was die mit einigen zeitlichen Schnitzern aufwartende, dünne Geschichte versäumt, holt die triste und freudlose Atmo teilweise wieder rein. Das Handeln der Figuren ist fast ausnahmslos gewinnorientiert. Beispielhaft ist hier der Mexikaner Barrica, der wie ein zerfledderter Aasgeier Django und seiner Leichenspur folgt und sich mit anderen Profitgierigen um das Kopfgeld für die lukrativsten Toten balgt. Django selbst wird zwar eigentlich vom Schmerz um die ermordete Familie angetrieben, hakt aber stattdessen lediglich seine Todesliste eiskalt und gnadenlos ab.
Gefühle finden keinen Raum: Selbst als schließlich die lange unterdrückte Liebe zwischen Django und Virginia Stuart keimen darf, geschieht dies zwischen rauchenden Trümmern und Leichenbergen. Leider versäumt es die Geschichte, beizeiten einen gleichwertigen Schurken aufzubauen: Dragomir Bojanic kommt als Chef der Smart-Sippe erst nach etwa 40 Minuten ins Spiel und bleibt danach farblos; Stuart ist nur Nebenfigur und seine Motivation, Djangos Familie ausradieren zu lassen, völlig nebulös: Rache? Geschäftsinteressen?
Der Score von Felice di Stefano bietet für Jeden etwas: klassische E-Gitarren, klagende Trompeten- und Harp-Passagen, Orchestereinlagen mit Bläsern und Streichern sowie ab und an einen flirrenden Orgelsplitter.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 60 Gringos, ca. 10 Mexikaner, 1 Frau

Explizite Brutalitäten:

  • Die Smarts legen Stuarts Sohn um, indem sie ihn mit etwa 50 Gewehren zugleich durchlöchern
  • Nachdem Django Jack Smart (Pietro Martellanza) umgelegt hat, verpasst ihm die Gang im Auftrag von Bruder Dick (Dragomir Bojanic) eine kräftige Abreibung. Das anschließend geplante Umlegen verhindert Barrica

Liebe:

Django und Virginia (Cristina Iosani) sind Opfer der Umstände, am Ende gibt’s doch noch eine kräftige Umarmung in den Überresten des vorausgegangenen Massakers: 2/10

Splatter:

1/10

 

 

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