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Django - Melodie in Blei

Info

OT:
Uno di piu all'Inferno

Jahr: I 1968
R, B:
Giovanni Fago
B:
Ernesto Gastaldi
K: Antonio Borghesi
M: Nico Fidenco
D: Jorge Hill ("George Hilton"), Paolo Gozlino ("Paul Stevens"), Claudia Lange, Gérard Herter, Paul Muller

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Bowie, ein Nest in Arizona, wird beherrscht von den Brüdern Ward. Einzig und allein der Prediger Steve McGregor (Pietro Tordi) hat sein Grundstück noch nicht verkauft und wird dementsprechend unter Druck gesetzt. Sein Ziehsohn Django (Jorge Hill) steht ihm gegen die Gangster bei, bis ihm ein Mord angehängt wird und er in den Bau wandert.
Mit Hilfe seines Zellengenossen Meredith (Paolo Gozlino) und dessen Gang gelingt ihm die Flucht. Als kleines Dankeschön hilft Django der Truppe, die Bank von Florence auszuräumen. Unterdessen sind die Ward-Brüder auch nicht faul und legen McGregor um, dessen Haus und Grund jetzt unter den Hammer kommen sollen. Django, der das Töten ablehnt, muss seine Colts umschnallen, um den Wards einen standesgemäßen Abgang zu verschaffen.

Zitate:

"Denen muss ich nochmal ordentlich einen auf den Pelz brennen. Die laufen zu langsam, diese wiederlichen Fettwanzen!" (Ernest Ward, ein Humanist beim Übungsschießen auf Lebendziele)

"George, seit wann darfst du mich beim Töten stören? Kannst du denn nichtmal was ohne mich zu Ende bringen?" (Ernest Ward, ein liebenswerter Bruder während des Übungsschießens auf Lebendziele)

Die Kurzkritik des Gunslingers:

Der Film aus dem Jahr 1968 beginnt als schlampig und prollig synchronisierte Western-Komödie im Stil der frühen Spencer/Hill-Sachen. Da fehlen weder die "klassische" Bohnenmahlzeit, noch "Jux"-Prügeleien oder "Scherze" über Schweißfüße.
Doch in der zweiten Hälfte kriegen Fago/Castaldi die Kurve zu einer passablen Rache-Geschichte. Zudem ließen sie sich einige ungewöhnliche Sadismen einfallen. So veranstaltet beispielsweise Ernest Ward (Gérard Herter) eine Art "Vogelschießen", in dem er Django auf eine drehbare Holzscheibe spannt und ihn per Spezialgewehr und Zielfernrohr malträtiert. Guter Soundtrack von Nico Fidenco.

Die Kritik des Sargnagels:

Hmmm, seinen Zweitling nach dem Überraschungsdebüt "Django, der Bastard" hat Herr Fago trotz bester Voraussetzungen in den Sand gesetzt.
Denn eigentlich ist für ´nen guten Streifen die Basis vorhanden: professionelle Crew, ordentliche Akteure und sogar ein paar schmissige Ideen. Da hätte man nur noch ein halbwegs stringentes Drehbuch routiniert umsetzen müssen.
Und da haben wir die zwei großen Probleme der Bleimelodie: fehlende Stringenz und Routinie.
Die Einführung wirkt völlig zerissen und zu lang. Nach dem ultrazynischen Intro gibts plötzlich Komödienstadl samt Saloonklopperei im Transenfummel, dann wieder einen ausgeklügelten Banken-Rip (der ist zugegebenermaßen recht gelungen). Da wollte man zuviel reinpacken, was die letzten Jahre schön für sich funktioniert hat; in dieser Melange ist das leider ein recht verwürzter Labskaus geworden. Schade drum, einzeln wirken manche Szenen für sich stehend exquisit, aber im Kontext wiederum deplatziert.
Als dann nach der Hälfte auf die Revenge-Story umgeschwenkt wird, ist der Django-Charakter schon längst nicht mehr glaubhaft und die Spannung zwischen ihm und Meredith eh flöten.
"Uns Schorsch" ist zwar nicht fehlbesetzt, aber für die Rollenauslegung gabs bessere Alternativen. Vom Typus her wäre der Gunslinger mit Stich bei den Weibsbildern eindeutig ´ne Gemma-Nummer gewesen. Das roch schon stark nach Ringo; klassische Django-Elemente, die der deutsche Titel suggeriert, sucht man hier allerdings vergebens.
Aufgrund der sonstigen guten Darstellerleistungen, vor allem Paolo Gozlino und Gérard Herter, sowie dem nichts vorzuwerfenden technischen Stab, schrammt die Melodie grade noch an einer Kakophonie vorbei.

Rating: $$$- (GS/SN)

Explizite Brutalitäten:

  • Ernest Ward lässt Mexikanern Kürbisse auf den Kopf binden und zwingt sie wegzulaufen. Im besten Kolonial-Stil nimmt er einen eisgekühlten Drink zu sich, während er auf die Kürbisse zielt, genauer gesagt: "Zwei Fingerbreit tiefer"
  • Django wird vor dem erwähnten "Vogelschießen" derbe vermöbelt
  • Meredith kassiert ebenfalls eine ordentliche Wucht, weil er Django beisteht, obwohl er einen Vertrag mit den Wards hat, um Django zu beseitigen.

 

Liebe:

Zwischen Django und der schönen Brünetten (Claudia Lange) funkt's nicht wirklich. Mit gutem Willen gibt's eine 1/10

Splatter:

2/10

Spezialitäten:

Ernest Ward führt unter seinem Revers eine kleine Spezialpistole mit sich

 

 

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