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Django - Tag der Abrechnung

Leider kein Trailer.

Info

OT: 
Quel maledetto Giorno della Resa dei Conti

Jahr: I 1971
R, B:
Sergio Garrone („Willy S. Regan“)
B:
Luigi Mangini
K:
Guglielmo Mancori
M:
Francesco de Masi
D:
Luigi Montefiori („George Eastman“), Bruno Corazzari, Dominic Barto, Nello Pazzafini, Orrison Whipple Hungerford („Ty Hardin“)

Quelle: DVD (Simple Movie)

 

Inhalt

Nach erfolgreich absolviertem Medizinstudium in San Francisco kehrt George Benson (Luigi Montefiori) zurück auf die Farm seines älteren Bruders Jonathan („Ty Hardin“). Zwar herrscht in dessen Butze noch friedliches Familien- und Landleben mit den üblichen Spannungen, doch es zieht dräuendes Übel herauf: Seitdem Gerüchte von Goldfunden in der Nähe die Runde machen, nistet sich zunehmend Geschmeiß im Provinzweiler Good City ein, derer ein überforderter, zudem häufig alkoholbreiter Sheriff (Guido Lollobrigida) immer weniger Herr wird. So will der frischgebackene Doktor rasch noch seine Flamme Laurie (Constanza Spada) abheiraten, bevor es wieder zurück nach San Francisco geht.
Doch eins geschissen, wie der feinsinnige Poet in uns es auszudrücken pflegt: Ein in der Nähe nach Gold waschender Banditentrupp um die Brüder Fargas (Bruno Corazzari, Dominic Barto, Frederico Boido) ist wie immer klamm und braucht eine finanzielle Spritze, um das Unternehmen fortsetzen zu können. Also machen die Jungs das, was im 30-jährigen Krieg, glaube ich, auch als „Fouragieren“ bekannt war: Sie überfallen das Benson-Anwesen, legen alle Anwesenden um und schieben die Schuld drei Knastvögeln in die Stiefel, die die Fargas’ allein zu diesem Behufe aus dem Karzer befreien.
George, der das Massaker aufgrund eines Hausbesuchs verpasste, schwört angesichts der Bescherung Rache. Doch an wem? Der einzige Überlebende des Gemetzels liegt im Koma, und die drei verdächtigten Galgenstricke wollen’s nicht gewesen sein. Da kommt der Zufall in Gestalt der Bardame Jane (Anita Saxe) zu Hilfe.

Die Kritik des Gunslingers:

Ich muss ja sagen, liebe Freunde, dass ich mit nachgeradezu flatternden Hosen diesen Streifen angegangen bin: Denn leider ist für mich da, wo Sergio Garrone draufsteht, nur selten Honig zu saugen. Sprich: zumeist Routinekost, die sich im eher schwachbrüstigen Mittelfeld bewegt. Doch diesmal hat der gute Serge ein Werk abgeliefert, an dem vor allem seine raue Gangart zu überzeugen weiß: Da wird niedergeknüppelt, vergewaltigt, ins Heck völlig ahnungsloser Opfer geballert, dass es eine wahre Freude ist. All' dies ist routiniert bebildert von Guglielmo Mancori und seinem Kameraknecht Aristide Massaccesi, hierzulande besser geläufig als Joe D'Amato. Ein paar Schrägperspektiven und der wiederholte Einsatz der Handkamera bringen Dynamik und Abwechslung ins manchmal etwas statische Geschehen.
Eine Bank ist auch der Cast. Während Luigi Montefiori mit getönter Matte trotz Pole Position nur wenig Akzente setzen kann, sind vor allem die Baddies so richtig übellaunig: Klasse beispielsweise Bruno Corazzari und Dominic Barto als hormondampfendes, skrupelloses Brüdergespann mit our beloved Frederico Boido als Juniorpartner oder auch der gute Steffen Zacharias, der den bigotten Saloonbesitzer macht, leider nur in einer Nebenrolle. Besondere Credits gehen von hier an Guido Lollobrigida als desperater, alkoholgefährdeter Sheriff und Nello Pazzafini mit einer soliden Performance als so feiger wie hinterfotziger Fiesling.
Der Score von de Masi ist zwar wenig aufregend, doch mit seinen Gitarren, trompetendominierten Bläsersequenzen, Streichern und Perkussionseinlagen höchst goutabel. Stammt im übrigen 1:1 aus "Django - ein Sarg voll Blut".
Zwar gibt’s wieder Schwächen im Buch, die die handelnden Personen zu manchmal nicht so recht nachvollziehbaren Aktionen treiben, doch Schwamm drüber. Einer von Garrones stärkeren Western.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 19 Gringos, 2 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Ron Fargas (Bruno Corazzari) überfällt eine Kutsche und legt alle Insassen um, trotz deren Kooperationsbereitschaft
  • Die Brüder Fargas killen beim Überfall auf das Benson'sche Anwesen nahezu alle Bewohner; nebenbei vergewaltigt Ron Georges frisch Angetraute Laurie und macht sie stumm
  • Ron vergewaltigt Barfrau Jane
  • Die drei Ausbrecher legen zwei ahnungslose Goldsucher hinterrücks um. Anschließend killt deren Anführer (Nello Pazzafini) einen seiner Kumpel, weil ja nur zwei Pferde da sind
  • Generell: Nello Pazzafini tötet ohne rot zu werden, am liebsten aus dem Hinterhalt
  • Die Brüder Fargas nehmen den verwundedetn Farmer Sam Baxter heftig ran, damit der den Aufenthalt des letzten überlebenden Zeugen des Benson-Massakers ausspuckt

Liebe:

Die Liebe zwischen George und Laurie kommt trotz Eheschließung nicht recht zum Zuge: 1/10

Splatter:

Vor allem dank der Brüder Fargas und Nello Pazzafini geht schon was: 3/10

 

 

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