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Django kennt kein Erbarmen

Info

OT: 
Pochi Dollari per Django
AT:
Alambradas de Violencia (SP)

Jahr: I/SP 1966
R:
Leon Klimovsky;
B:
Manuel Sebares, Tito Carpi;
K:
Aldo Pinelli;
M:
Carlo Savina 
D:
Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”), Frank Wolff, Gloria Osuna, Alfonso Rojas

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Django (Antonio de Teffè) arbeitet im Auftrag einer Bergwerksgesellschaft, die durch die Bande Jim Nortons (Frank Wolff) um ein erklecklich Sümmlein erleichtert wurde. Die Arbeit des schweigsamen Kopfgeldjägers ist höchst erfolgreich: Nicht nur tütet er – ruckizucki – drei der sechs Tunichtgute noch vor dem Vorspann ein, sondern der gestohlene Kies wandert ebenfalls zu seinen Eigentümern zurück.
Nun sind diese aber gar nicht sicher, dass der angeschleppte Zaster überhaupt der Ihrige ist. Also erhält Django einen Folgeauftrag: Er soll klären, ob die Dollars tatsächlich Eigentum der Gesellschaft sind; zudem fehlen auf seiner Strichliste neben Norton noch zwei weitere schwere Jungs.
Also begibt sich Django in ein kleines Kaff in Montana, wo der grundgute Zwillingsbruder des inzwischen offiziell verblichenen Jim Norton leben soll, um dort näheres zu erfahren. Zwecks Tarnung nimmt er die Identität des vor Amtsantritt ermordeten neuen Sheriffs Coleman an, über dessen Corpus er am Wegesrand stolpert.
Drahtzieher dieses Mordes und vieler weiterer Schweinereien ist der reiche Amos Brownsberg (Alfonso Rojas), der die örtlichen Viehzüchter anführt, die wiederum im Clinch mit den ortsansässigen Farmern liegen. Hier findet Django nicht nur Nortons Zwillingsbruder Trevor, sondern auch die beiden fehlenden Gangster seiner Liste, die inzwischen für Brownsberg arbeiten. Django, ist sich zudem sicher, statt des anscheinend friedensliebenden Farmers Trevor den Gangsterboss Jim Norton vor sich zu haben.
Doch die weiteren Brownsbergschen Aktivitäten, wie die Ermordung eines Bundesrichters, zwingen ihn im nun eskalierenden Konflikt auf die Seite der Farmer, um sich den Viehzüchtern entgegenzustellen. Währenddessen ist auch Trevor, der natürlich Jim ist, zwecks Aufrechterhaltens der Tarnung an einem zünftigen Krieg interessiert, zumal ihm nun seine alten Spießgesellen auf die Pelle rücken, die vehement ihren Teil aus der Bergwerkssause einfordern.

Zitate:

„Wie wollen Sie hier bestehen, wenn Sie Angst haben, Sheriff?“ – „Das ist mir im Moment selbst unklar. Ich geh’ erstmal ein Bier trinken.“ (Fisher (José Luis Zalde), Krämer und Assi des Friedensrichters, ist nicht überzeugt vom neuen Sheriff)

„Und diesen Gemeindefriedhof haben Sie wirklich selbst angelegt?“ – „Yeah, Sheriff. Ich gebe zu, es war auch eine Menge Glück dabei.“ (Django gratuliert Norton zu seiner enormen Strecke)

„Zwillingsbrüder sehen sich verdammt ähnlich. Warum sollte man zu seinem Vater nicht auch mal Onkel sagen?“ (Gangster Buck (José Luis Lluch), der den Braten riecht, zu Nortons mutmaßlichem Töchterlein Sally(Gloria Osuna))

Die Kritik des Gunslingers:

Durchschnittlicher Western, für den der gebürtige Argentinier Klimovsky die Regie-Credits erhielt, den aber wohl hauptsächlich sein Assi Enzo Girolami machte, der damit sein inoffizielles Debut hatte.
Die Handlung um das doppelte Lottchen Norton, Minengeld, Liebe und Sheriffs-Ehre wirkt recht überfrachtet, zumal sich auch Spannung nicht einstellen will. Antonio „Steinfresse“ de Teffè ist mit zunehmender Filmdauer leider mit der Hauptrolle überfordert: Geht er als effizienter Gunslinger zu Beginn des Films gut durch, wird das Eis dünn, als er seine Sheriff-Charade aufziehen und dazu noch der hübschen Norton-Tochter schöne Augen machen muss. Die komplette Wandlung vom Kopfgeldjäger zum straighten Gesetzeshüter, ursprünglich ja nur Mittel zum Zweck, bleibt außerdem rätselhaft. Frank Wolff gibt als treffsicherer Gangster mit Herz ebenfalls sein Spaghetti-Debut, muss dafür aber als liebender Vater ordentlich rumschmalzen.
Von der optischen Anmutung her ist der solide gemachte Film noch eng verbandelt mit seinen US-amerikanischen Vorbildern. Dies wird auch im Score von Savina deutlich, einer Mischung aus vehementer Marlboro-Country-Streicher-Bläser-Stimmung und italotypischen Chören. Klasse Titelsong.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 5 Mexikaner, ca. 45 Gringos

Explizite Brutalitäten:

Nortons alte Kumpels Buck und Sam („Thomas Moore“ = Ennio Girolami) foltern ihren Ex-Boss, um an ihren Anteil an der Beute ranzukommen. Doch der bleibt standhaft bei der Behauptung, sein Bruder zu sein

Liebe:

Nortons Tochter Sally verguckt sich in Django und umgekehrt, doch dank de Teffè hält sich die Hitze im Höschen in Grenzen. Eine schmähliche 0/10

Splatter:

1/10

Spezialitäten:

Django benutzt eine als Dynamitstange getarnte Kerze, um einen der Gangster aus dem Versteck zu treiben. Nach Vollzug zündet er sich hieran einen Zigarillo an. Eine der besten Szenen.

 

 

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