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Info

OT: 
C'è Sartana... vendi la Pistola e comprati la Bara
AT:
Django - die Gier nach Gold
Django - schieß mir das Lied vom Sterben

Jahr: I 1970
R:
Giuliano Carnimeo („Anthony Ascot“)
B:
Tito Carpi
K:
Stelvio Massi
M:
Francesco de Masi
D:
Jorge Hill (“George Hilton”), Piero Lulli, Charles Southwood, Erica Blanc

Quelle: TV (Das Erste)

 

Inhalt

Während Bountyhunter Django („George Hilton“) auf einer karierten Decke sitzend genüsslich ein paar harte Eier verzehrt und nebenher Steckbriefe studiert, beobachtet er, wie mexikanische Banditen eine Kutsche überfallen. Seltsamerweise legen die Mexe ausschließlich die Begleitmannschaft um, ohne die Ladung zu plündern. Stattdessen platzieren sie nur ein Päckchen Dynamit und verschwinden.
Das erregt Djangos Neugier: Er löscht die brennende Lunte und erkennt, dass die Kutsche Sand gefüllte Goldsäcke geladen hat. Django kassiert nun erstmal die Kopfprämie für die tote Begleitmannschaft, bevor er seine Nachforschungen beginnt, die ihn ins Goldgräbernest Appalooza verschlagen, dem Herkunftsort der Kutsche.
Hier ist Sam Spencer (Piero Lulli), Boss der Minengesellschaft, Chef im Ring. Spencer und seine rechte Hand Baxter (Carlo Gaddi) pressen die Goldsucher, ihre Ausbeute gegen einen müden Vorschuss mit den von ihnen organisierten Gold-Transporten nach Dodge City bringen zu lassen. Diese kommen niemals an, und das sauer erschürfte Edelmetall ist auf Nimmerwiedersehen perdü. Django ist rasch klar, dass das saubere Duo gemeinsame Sache macht mit dem Mexikaner-Häuptling Mantas (Nello Pazzafini), der die Kutschen pro forma überfällt, die zu dem Zeitpunkt des Überfalls nur noch Sand geladen haben.
Noch komplizierter wird’s, als Djangos Bekannter und offensichtlicher Konkurrent, der exzentrische Gunslinger Sabata (Charles Southwood), die Szene betritt. Beide lassen sich unabhängig voneinander von Spencer einkaufen, der hofft, dass sich seine zunehmenden Probleme so selbst regeln, während Django zusätzlich noch mit Mantas gemeinsame Sache macht, der einmal richtig ans Gold ran will.

Zitate:

Barkeeper (Aldo Barberito): „Bevor du ‚Piep’ sagen kannst, legt er dich um.“ – Django: „Dann werd’ ich eben nicht ‚Piep’ sagen.“

Spencer: „Warum haben Sie nicht versucht, etwas zu unternehmen?“ – Django: „Gratis? Umsonst macht das doch nur ein Anfänger.“ (Django hat über den Kutschenüberfall berichtet)

„Was ist: Darf ich ihn aus der Wanne pusten oder kann er sich vorher noch den Hintern waschen?“ (Letzte Worte Eines, der kam, um Django bei einem Wannenvollbad zu stören)

Die Kritik des Gunslingers:

Spaghetti mit mild humoriger Note, dem trotz seiner eigentlich gut ausgetüftelten Geschichte das Tempo fehlt. Dank der routinierten Regie von Carnimeo steht am Ende ein immerhin durchschnittliches Ergebnis. Während Hill einmal mehr seine schwarzgewandete Django/Sartana/Halleluja-Show abzieht, bleibt Southwood als Sabata (im Original „Sabbath“) viel zu blass: Er taucht einfach zu spät auf und spielt seine Manierismen dann auch nicht genug aus, die so nur aufgesetzt wirken. Das hat er ein Jahr später in „Man nennt mich Halleluja“ (wieder von Carnimeo, wieder mit Hill) deutlich besser gemacht. Auch die sehr europäische Atmo lässt zu wünschen übrig.
Es gibt aber ein paar nette Gimmicks und schöne Ideen, wie die Split-Screen-Sequenz. Überhaupt geht an dieser Stelle ein Sonderlob an Kameramann Stelvio Massi, der wieder allerhand außergewöhnliche Einstellungen probiert, und natürlich an Francesco de Masi für einen einmal mehr sehr genießbaren Score, dominiert von Trompeten, Harp, Geigen und Gitarren.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 7 Gringos, ca. 20 Mexikaner

Explizite Brutalitäten, Liebe, Splatter:

Nada

Spezialitäten:

  • Dank seiner Schießkünste kann Django eine fliegende Feldflasche als Vorläuferin des Feuerlösch-Flugzeugs nutzen
  • Django besitzt eine kleine, vierläufige Pistole, mit der er vorzugweise durch Brotlaibe und Schuhsohlen ballert
  • Sabata hat einen kurzen Stutzen, den er im Holster mitführt sowie eine am Sattel angebrachte Vorrichtung, in der mehrere Winchesters zum raschen Gebrauch Platz finden