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Einen vor den Latz geknallt

Info

OT: 
Take a hard Ride
AT:

La lunga Cavalcata (I)
Parola di un Furilegge … è Legge (I)
Der schwarze Cowboy
Tote brauchen keine Dollars

Jahr: I/USA/SP 1975
R: Antonio Margheriti („Anthony M. Dawson”)
B: Eric Bercovici, Jerry Ludwig
K: Riccardo Pallottini
M: Kenneth Hall
D: Jim Brown, Fred Williamson, Lee Van Cleef, Jim Kelly

Quelle: TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Rancher Morgan (Dana Andrews) und sein schwarzer Vorarbeiter Pike (Jim Brown) haben ihre Rinder nach einem langen Treck erfolgreich veräußert. Doch der Stress war für den alternden Landmann zu viel: Er stirbt eines Herzinfarkts, vergattert aber Pike vorher, die 86.000 Dollar aus dem Viehgeschäft, heim nach Sonora zu bringen. Der macht sich auf die Socken, doch schon nach kurzer Zeit hat sich in Schurkenkreisen herumgesprochen, wieviel Knatter vergleichsweise ungesichert durch die Gegend reitet. So gerät Pike bald in schweres, bleihaltiges Fahrwasser, aus dem ihm der ebenfalls schwarze Spieler Tyree (Fred Williamson) natürlich nicht uneigennützig raushilft, da er sich nun als Partner aufdrängen kann. Pike willigt widerstrebend ein, da die Anzahl der geldgierigen Verfolger geradezu exponentiell wächst: Unter ihnen befindet sich nicht nur Ex-Sheriff Kane (Barry Sullivan), der für den Zaster auf seinen Stern scheißt, sondern auch der cooole Bountyhunter Kiefer (Lee Van Cleef). Dem kommt es es allerdings eher auf Pikes Rübe an als auf die Kohle, und er entpuppt sich bald mit wechselnder, aber stetig wachsender Gefolgschaft als härtester Gegner der beiden. Auf der anderen Seite schließen sich Pike und Tyree noch der stumme Indianer Kashtok (Jim Kelly) und die Ex-Nutte Catherine (Catherine Spaak) an, die ersterer vor Banditen rettete. In einem aufgegebenen Steinbruch, einem ehemaligen Arbeitslager, geht’s schließlich ums Ganze. Glück für Pike, dass Tyree am Ende in sich doch noch so etwas wie Moral und vor allem Loyalität entdeckt.

Zitate

„Sheriff, Sie kannten diesen Mann?“ – „Viele kannten ihn. Er war in der Stadt sehr beliebt.“ – „Für mich ist nur wichtig, dass er gesucht wurde.“ – „Von Ihnen.“ – „Vom Gesetz.“ (Dialog zwischen Kiefer, der eine Leiche abliefert, und dem Sheriff)

„Ich habe noch nie jemanden für 200 Dollar erschossen.“ – „Er hatte eine faire Chance. Fragen Sie ihn.“
(s.o.)

„Ich seh’ nur einen aufgedonnerten Nigger, der zuviel quatscht.“
(Pike zu Tyree)

„Hast du dir in die Hose geschissen oder willst du mit mir tanzen?“

„Zwei Nigger und ein Indianer … das schaff ich allein.“ – „Ich habe gerade ein Dutzend Männer beerdigt … die haben das gleiche gesagt.“
(Kane wird von Kiefer geerdet)

Die Kritik des Gunslingers:

Gelungener Western von Antonio Magheriti, der dank seiner Protagonisten Jim Brown und Fred Williamson mehr als nur einen Hauch Blaxploitation atmet. Gute Atmo und Kameraführung sowie ein passender Score steuern ebenfalls ihr Scherflein zum Gelingen bei. Gedreht wurde in Spanien, allerdings nicht an den üblichen Stätten wie bei Almeria oder Madrid, sondern auf der kanarischen Hausfrauen-Insel Gran Canaria.
Auch Jim Kelly hat seinen festen Platz im Blaxploitationfilm, in den er zumeist seine Karatekenntnisse einbrachte: Als nahkampferprobter Indianer wirkt er hier allerdings, sagen wir, eher interessant. Van Cleef als Hauptfigur der Schurkenseite bietet wieder eine Colonel-Mortimer-Variante mit Matte an, inklusive Armeemantel und Pfeife. Darüber hinaus geben sich einige Ikonen des US-amerikanischen Westerns die Ehre, wie Dana Andrews und Harry Carey Jr.. Der deutsche Titel ist einmal mehr bemerkenswert, da es sich bei diesem Film offensichtlich nicht um eine Komödie handelt, wenngleich sich die deutsche Synchro Mühe gibt, ihn in die entsprechende Richtung zu bürsten.
Ein Wort zur deutschen Free-TV-Fassung, die gelinde gesagt eine Unverschämtheit ist: Mit einer Lauflänge von noch nicht einmal 80 Minuten ist sie sogar noch fast eine Viertelstunde kürzer als die ebenfalls um rund zehn Minuten gegenüber dem Original gekürzte deutsche Kinofassung. Durch die Brachialkürzung bleibt neben den ruppigen Übergängen insbesondere die Handlungsmotivation Kiefers im Dunkeln, der wiederholt andeutet, mit Pike noch eine Rechnung begleichen zu wollen. Darüber hinaus scheint ihn auch eine geheimnisvolle Krankheit zu plagen.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 30 Gringos, ca. 35 Mexikaner, 1 Frau

Explizite Brutalitäten / Liebe / Splatter:

nada

Spezialitäten:

Tyree führt anfangs einen Sack Klapperschlangen mit sich, die er für seine Zwecke einsetzt, sei es zum Betrug im Spiel oder zum Ablenken von Banditen

 

 

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