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Flut von Dollars, Eine

Info

OT: 
Un Fiume di Dollari

Jahr: I 1966
R: Carlo Lizzani (“Lee W. Beaver”)
B: Piero Regnoli (“Dean Craig”)
K: Antonio “Toni” Secchi
M: Ennio Morricone (“Leo Nichols”)
D: Thomas Hunter, Henry Silva, Dan Duryea, Nando Gazzolo

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Als sie der Nordstaatenarmee 600 Riesen stibitzen, freuen sich Jerry Brewster (Thomas Hunter) und Ken Seagull (Nando Gazzolo) noch auf eine rauschende Fahrt ins Glück. Doch die Army-Verfolger sind hartnäckig, und so trennen sich die Beiden: Ken verpisst sich mit dem Zaster, Jerry lässt sich hochnehmen, nicht ohne seinem Kumpel vorher das Versprechen abgenommen zu haben, sich um sein Weib und Kind zu kümmern. Nach fünf Jahren Zwangsarbeit entlassen, muss Jerry aber erkennen, dass Ken sich mitnichten an die Abmachung gehalten hat: Inzwischen ist die Gattin aus Gram verschieden, Sohn Timmy (Loris Loddi) von Ken entführt. Der hat sich inzwischen mit der Army-Kohle eine nette Hacienda hingestellt und mit Hilfe des durchgeknallten Mendez’ (Henry Silva) und seiner Schläger das Städtchen Austin fast komplett unter seine Kontrolle gebracht. Jerry lässt sich vom mysteriösen Getz (Dan Duryea), der ihm seine Hilfe anbietet, ein Tattoo raussäbeln, das Getz dem guten Seagull sozusagen als Sterbeurkunde vorlegt. Als „Toter“ kann sich Jerry frei bewegen und seine Rache planen. Er erprügelt sich Vertrauen und Respekt von Seagulls Sicherheitschef Mendez, der ihn wie zuvor Getz in seine Truppe aufnimmt. Bis Mendez richtig merkt, was für zwei taube Nüsse er sich da an Land gezogen hat, haben die Dinge schon angefangen zu rollen.

Die Kritik des Gunslingers:

Carlo Lizzani, eher bekannt als linker Filmemacher mit sozialkritischem Anspruch, war seinem Produzenten zu Gefallen, als er diesen Streifen realisierte. Lizzanis Anspruch, Botschaften immer auch attraktiv verpackt zu vermitteln, war sicher auch hier hilfreich, obwohl es lediglich darum ging, eine seeeeehr konventionelle Geschichte mit Kitscheinlage zu erzählen. So überzeugt der Film vor allem durch seinen gute Kameraarbeit und die solide umgesetzten Action-Szenen. Unter den drei amerikanischen Hauptakteuren ragt insbesondere Henry Silva heraus, dessen sadistischer Mendez am Rande des Wahnsinns irrlichtert, während Thomas Hunter immer dann am überzeugendsten ist, wenn er einen seiner jähzornigen Wutanfälle abreitet. Gut auch der Morricone Score mit einem euphorisierten Leitmotiv, das mit orchestrierten Bläsern und Chören aufwartet.
Ansonsten ist die Atmo wie die spannungsarme Geschichte sehr amerikanisch geprägt. Genauso wie die Figurenzeichnung aufgrund ihrer klare Gut-Böse-Trennung sehr wenig „Spaghetti“ zu bieten hat. Für Konfusion sorgt der Schluss: Die eigentlich verbleite Schwester Seagulls, Mary-Ann (Nicoletta Macchiavelli), steht auf einmal wieder da und pliert in die Kamera. Hier wurden scheint’s die italienische Fassung (Happyend ohne Mary-Ann) und die amerikanische (Happyend mit Mary-Ann) vermischt. Oder ich habe was nicht mitgekriegt. Macht nischt: Ändert nichts an der Wertung.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 65, 2 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Die Yankees vermöbeln Jerry, als sie den gestohlenen Zaster nicht finden
  • Mendez hetzt Jerry seine gesamte Truppe auf den Hals: Als die Jungs alle flachgelegt sind, engagiert er den schwer Gezeichneten vom Fleck weg

Liebe:

Die einzige Liebesszene gilt einer Toten: 0/10

Splatter:

2/10

 

 

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