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Four Candles for Garringo

Info

OT:

Un Colt por cuatro Cirios


AT:
La mia C
olt ti cerca … 4 Ceri ti attendono (I)

Jahr: SP/I 1971
R, B: Ignacio F. Iquino
B: Juliana San José de la Fuerte
K: Antonio L. Ballesteros
M: Enrique Escobar
D: Robert Woods, Cris Huerta, Mariano Vidal Molina, Maria Martín („Mary Martin“)

Quelle: Englischsprachiges Fan-Dub

 

Inhalt

Saloonbesitzer Oswald (Cris Huerta) beherrscht nicht nur sein kombiniertes Nutten- und Sprit-Etablissement, sondern auch den dazugehörigen kleinen Weiler. Dank seiner Schlägertruppe kann er frei schalten und walten. So bekleidet der neue Sheriff Frank Garringo (Robert Woods) lediglich eine Operettenposition, aus der heraus er zwar zetern und kräftige Maulschellen verteilen kann, jedoch wenig ausrichten.
Dann bringen Oswalds Mannen einen Goldtransport auf. Aber die 300.000 Dollar verschwinden schnell: Nach einem amtlichen Besäufnis in Oswalds Saloon seilt sich Farley (Antonio Molino Rojo), einer der Banditen, mit dem Kies ab. Farley hat aber auch wenig Freude an dem Zaster, denn noch in derselben Nacht legt ihn ein Unbekannter um, und die Beute ist endgültig perdü.
Jetzt gibt’s mehrere Interessenten für den Zaster: erstens natürlich den wutschnaubenden Oswald. Dann Sheriff Garringo, der nicht nur den Fall, sondern auch die Macht des dicken Kneipiers knacken will, um dem Gesetz wieder den gebührenden Respekt zu verschaffen. Weitere Partei ist Farleys dralle Witwe Velda (Maria Martín), die seit längerem ein Kröschen mit dem zwielichtigen Rodgers (Mariano Vidal Molina) pflegt. Der ist nicht nur ein alter Bekannter des Sheriffs, sondern auch ehemaliger Angestellter Oswalds und letztlich Hauptverdächtiger für das aufzuklärende Bubenstück.

Zitate

Oswald: „Get dressed, idiots!“

Garringo:
„He’s a son of a bitch, so are you.“

Die Kritik des Gunsingers:

Herrje, was haben wir denn hier? Da hat ja selbst der wässrigste Durchfall mehr Gehalt, liebe Freunde, als dieser italienisch koproduzierte Sondermüll. Mir fällt hier wirklich nix ein, was ich zur Ehrenrettung des Regie-Genredebüts von Ignacio Iquino vorbringen könnte, der seine Meriten hauptsächlich im Kriminalfilm und Thriller erringen konnte.
Der Film hat dabei tatsächlich Potenzial und hätte in den richtigen Händen zu einer kleinen B-Perle werden können. Die Charaktere sind samt und sonders amoralisch und selbstfixiert. Es geht um Kohle und Triebabfuhr, und selbst beim Sherif wirken die ab und an gestreuten Hinweise auf Recht und Gesetz eher wie das sprichwörtliche Feigenblatt. Mit Maria Martin, damals schon über 50, doch immer noch fein anzuschauen, wäre sogar eine echte Femme fatale im Spiel. Ein fast schon klassisches Film-noir-Setting also.
Die alten Alchimisten hätten sich wohl im Grabe umgedreht, denn das potenzielle Gold verwandelt sich hier in blanke Scheiße. Zwar sind hier etliche erprobte Recken versammelt, die in vielen anderen Streifen gezeigt haben, dass sie was drauf haben. Angefangen von Cris Huerta über natürlich Robert Woods, Mariano Vidal Molina und bereits erwähnt: Maria Martín, um nur einige beispielhaft herauszugreifen. Doch hier stolpern sie herum wie eine Laienspielschar und dürfen sich ab und an verhauen; Dekors und Ausstattung sind dazu clean und leblos. Die Comedy-Komponente, für die Luis Ciges als Sargmacher Jim zuständig ist, wirkt dazu deplatziert. Und warum sich Rodgers, der mutmaßliche Urheber des Schlamassels, rund 20 Minuten fast komplett aus dem Plot zurückziehen darf, bleibt ein Geheimnis des Skripts. Die Kameraarbeit wiederum ist nicht ganz schlecht, aber wie es so schön heiß „uninspiriert“. Jede Menge Schrott am Start also, und am Ende rückt dann auch noch die Kavallerie an. Einziger Lichtblick und gleichzeitig fast das einzige klassische Italo-Element ist der Score von Enrique Escobar, der häufig für Iquino arbeitete. Hier liefert er ganz ordentlich mit typischem Instrumentarium wie Trompete, Guitarra, Männerchor und Bluesharp, wenngleich mir die Musike an einigen Stellen schlichtweg zu fröhlich war.
Am besten gefallen hat mit die Macke Oswalds, zu jeder Gelegenheit sein Barmädchen Aona (Raquel Barleycorn) im Schlepptau zu haben. Zwischen den einzelnen Ohrfeigen lässt er sich von ihr einen gepflegten Whisky und eine Zigarre kredenzen. Hat was (wink).

Rating: $+ (das + gibt’s für Aona und eine Lynchszene (wink))

Bodycount:

ca. 25 Gringos, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

  • Rodgers kriegt Haue von Oswalds Jungs, um das Geldversteck auszuspucken
  • Garringo kriegt öfter Haue, einfach, weil’s so schön ist
  • Oswald legt einen eigenen Schergen um. Begründung: „He knew too much.“ Was der Ärmste allerdings gewusst haben könnte, bleibt uns Oswald schuldig
  • Mit einem klassischen Hinter-dem-Zossen-her-Schleifen bereiten die Oswalds Rodgers für die Hanging-Party vor

Liebe:

Nope: 0/10

Splatter:

1/10

Spezialitäten:

  • Farley schraubt auf seine Kanone einen Schalldämpfer. Warum er dann aber Oswald damit nur auf die Rübe haut, bleibt sein Geheimnis
  • Barmädchen Aona steht immer bereit, um ihrem Boss was zum Gaumenschmeicheln zu servieren


 

 

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