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Glorreichen Sieben, Die

Info

OT: 
The Magnificient Seven

Jahr: USA 2016
R: Antoine Fuqua
B: Nic Pizzolato, Richard Wenk
K: Mauro Fiore
M: James Horner, Simon Franglen
D: Denzel Washington, Chris Pratt, Haley Bennett, Ethan Hawke

Quelle: TV (ZDF)

 

Inhalt

Der Westen ist kein Ort des friedlichen Miteinanders. Diese leidvolle Erfahrung machen auch die Einwohner des Weilers Rose Creek. Ihnen sitzt nämlich der raffgierige Geschäftsmann Bartholomew Bogue (Peter Sarsgaard) im Nacken: Bogue betreibt eine Goldmine und möchte zwecks Intensivierung der Schürfaktivitäten die Siedler von ihrer Scholle vertreiben. Schnellstmöglich. Hierfür hat er nicht nur den Sheriff gekauft, sondern auch eine „Sicherheitsfirma“ beauftragt. Diese greift Bogue mit einem Schock skrupelloser Revolverschwinger unter die Arme.
Als die Gunslinger wieder mal ein paar Zivilisten eintüten, um Bogues letztem Ultimatum den richtigen Nachdruck zu verleihen, greift Emma Cullen (Haley Bennett), deren Gatte unter den Verbleiten ist, zur Selbsthilfe. Sie begibt sich auf die Suche nach ein paar kampferprobten Pistoleros, die Bogue und seinen Schergen Paroli bieten können.
Kopfgeldjäger Sam Chisolm (Denzel Washington), ist der erste, dem Emma zufällig über den Weg läuft und den sie um Hilfe bittet. Chisolm ist erst nicht so erbaut, zumal ihn die paar Pennunzen der Siedler als Börse nicht sehr reizen. Als ihm aber Emma erklärt, gegen wen es geht, schlägt Sam ein, denn mit Bogue verbindet ihn ein persönliches Kröschen. Also sammelt er ein paar Bekannte und Zufallsbekanntschaften ein, die mit dem Schießeisen umgehen können, und zu siebt geht’s schließlich nach Rose Creek.
Die Zeit, um Siedler und befreite Minenarbeiter kampfbereit zu machen und die Stadt etwas zu befestigen, ist denkbar knapp: Bogues Söldnerarmee wird in einer Woche erwartet …

Zitate

Sam Chisolm: „Sie sinnen also nach Rache?“ – Emma: „Ich sinne nach Gerechtigkeit, aber ich nehme auch Rache.“

Chisolm: „Ich suche Männer für einen Auftrag.“ – Josh Faraday (Chris Pratt): „Ist das schwer?“ – „Unmöglich.“

Gunslinger (zu den Sieben): „Ein Trupp von Straßenkötern …“ - Jack Horne (Vincent D’Onofrio): „Ich bete für dich … ein ganz kleines Gebet.“

Vasquez (Manuel Garcia-Ruffo): „Sie hat dir eben die Löcher gestopft. Vielleicht solltest du dich bei ihr revanchieren.“

„Goodnight“ Robicheaux (Ethan Hawke): „Ihr müsst hassen, worauf ihr schießt!“

Die Kritik des Gunslingers:

Warum sich Antoine Fuqua den fast schon ikonischen Sturges-Western „Die glorreichen Sieben“ für ein Remake ausgesucht hat, bleibt schleierhaft. In Interviews betont der Regisseur, sein Streifen sei um aktuelle Bezüge ergänzt, doch inhaltlich zumindest ist mir da nicht so viel aufgefallen. Lediglich die Motivation der Schurkenseite hat sich etwas verschoben.
Waren es in „Die sieben Samurai“, dem Original von Akira Kurosawa, sowie im ersten Remake von John Sturges ordinäre Banditen, die das Dorf tyrannisieren, ist es jetzt das Großkapital. Es geht hier also nicht mehr darum, in einer fast schon ritualisierten Handlung arme Dörfler auszuplündern. Hier will ein *hust* geistig labiler Tycoon, der sich in einer Liga mit Rockefeller und Co. wähnt, auf Teufel komm raus wirtschaftliche Interessen durchsetzen. Ansonsten ist der Fuqua-Film inhaltlich weitgehend entkernt. So spielen gesellschaftliche Verwerfungen und Konflikte sowie deren Ursachen, die Kurosawa und mit Einschränkungen auch Sturges thematisierten, hier keine Rolle.
Fuqua hat den Film auf die Kernhandlung und die Schauelemente der Vorlagen kondensiert. Und dafür ist der Mann ja bekanntlich Spezialist. So gibt’s hier die blockbusterbewährte Mixtur aus ordentlich Zunder und coolen Sprüchen: routiniert serviert und unterhaltsam. Gestört hat mich hier in erster Linie das Sound-Design. In einem Western erwarte ich eine bestimmte Geräuschkulisse: Colt und Gatling müssen beispielsweise kräftig Gas geben. Hier klingt mir das alles zu sehr nach dem glattgeschmirgelten Geballer aus modernen Actionfilmen. Und auch die Synchro habe ich als nicht immer glücklich empfunden. Was naatürlich nicht in die Abschlussnote eingeht ;-).
Ansonsten gibt’s kaum was zu meckern: Die Kameraarbeit ist vorzüglich und deutlich von den Klassikern wie auch dem Italowestern inspiriert. Schauspielerisch ist’s für die Protagonisten hinsichtlich der Anforderungen eher entspannt. Fuquas Lieblingsdarsteller Denzel Washington ist mir aber für den eigentlich düsteren Chisolm zu sympathisch, während Peter Sarsgaard in die andere Richtung überreißt. Ansonsten spulen die Jungs ihre Parts routiniert runter: Einzig Ethan Hawke und Vincent D’Onofrio kriegen etwas mehr Speck auf die Rippen, was die Charaktertiefe angeht, und haben entsprechend mehr zu tun.

Rating: $$$$-

Bodycount:

dank Gatling- und Sprengstoff-Einsatzes unzählbar, aber insgesamt wohl > 100

Explizite Brutalitäten:

  • mehrere unmotivierte Morde, insbesondere durch Bogue und seine Gunslinger
  • diverse Schüsse, auch schon mal ein Tomahawk, in den Rücken

Liebe:

0/10

Splatter:

4/10

Spezialitäten:

Billy (Byung-hun Lee) ist ein Virtuose an verschiedenen Stichwaffen


 

 

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