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Jetzt sprechen die Pistolen

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Info

OT: 
Perché uccidi ancora?
AT:

¿Por que seguir matando? (SP)

Jahr: I/SP 1965
R: José Antonio de la Loma, Edoardo Mulargia
B: Vincenzo Musolino (“Glenn Vincent Davis”)
K: Vitaliano Natalucci
M: Felice di Stefano
D: Antonio de Teffè (“Anthony Steffen”), José Calvo, Aldo Berti, Ida Galli (“Evelyn Stewart”)

Quelle: VHS (VMP)

 

Inhalt

Direkt auf Grundeis gehen die Ärsche des alten Lopez (José Calvo) und seiner Gang als sich der steingesichtige Steve McDougall („Anthony Steffen“) in der Gegend einfindet. Und die gemischt mexikanisch-weiße Waffenschieber-Mischpoke hat guten Grund, den Rückkehrer zu fürchten: Kurz zuvor nämlich hatte man den alten McDougall (Jack Warner(?)), der Schuld am Rollstuhl-Dasein des Patriarchen Lopez trug, in einer konzertierten Aktion liquidiert.
Dass mit Stevie nicht gut Kirschen essen ist, demonstriert er schon seinem Empfangkomitee, das ihm beim ersten Trauerbesuch auf dem Gottesacker auflauert, und zwar mit ein paar warmen Grüßen von Bruder Colt. McDougall, der eigens der Rache wegen von der Armee desertiert ist, zeigt den Lopez’ von nun an, wo der Hammer hängt: Er dezimiert die Gang und legt dazu noch den einzigen Lopez-Sohn, Manuel (Hugo Blanco), um, den er ohne viel Federlesens auf Papas Schwelle mit den besten Empfehlungen abkippt. Gleichzeitig gibt er Lopez zwei Tage Zeit, seine Brocken einzusammeln und zu verschwinden.
Doch statt der lieb gemeinten Bitte nachzukommen, engagiert der hartleibige Mex ein paar Mietkiller unter Führung des sympathischen „Gringo“ (Aldo Berti). Gleichzeitig taucht eine Armee-Patrouille auf, die sich den Deserteur greifen soll. Bei dieser Gemengelage seilt sich Steve in ein aufgelassenes Bergwerk ab, um von dort weiter recht entspannt seinen Kleinkrieg gegen die schwindende Lopez-Bande zu führen. Dann aber entführt Gringo Steves Schwester Judy (Ida Galli) und legt ihren guten Onkel Andy (Luis Induni) um. Das setzt einen neuen Stein in das schmucke Blutrache-Mosaik.

Zitate

Judy: „Hast du Urlaub?“ – Steve: „Nein.“ – „Bist du entlassen?“ – „Nein.“ – „Wie kommst du dann hierher?“ – „Ich bin eben hier.“ (Echte Männer brauchen kein Maoam und selten viele Worte)

Die Kritik des Gunslingers:

Zwar ist in den Credits der hauptamtliche Drehbuchautor José Antonio de la Loma als Regisseur genannt; doch scheint dies wie vor allem produktionstechnischen Gründen geschuldet zu sein. Im allgemeinen zuverlässige Quellen (Bruckner et al.) geben Edoardo Mulargia als den eigentlich Verantwortlichen auf dem Regieschemel an.
Wie auch immer nun die tatsächlichen Zuständigkeiten waren: Herausgekommen ist ein schmissiger Low-Budget-Italowestern aus der Genre-Frühzeit, der den fehlenden Zaster - besonders deutlich bei der sehr dünn besetzten Komparserie - direkt in Atmosphäre ummünzt. Der ganze Streifen atmet den Hauch von Wahnsinn und Verfall: emotional zerstörte, verrohte Leute in einem verödeten Land, die nur noch Kohle und/oder die leidenschaftlich betriebene Blutrache bei Laune hält. Sämtliche Appelle der Ladies, Judy McDougall und Pilar Lopez (Gemma Cuervo), das reflexartige Töten endlich einzustellen, fallen bei den Protagonisten auf ähnlich fruchtbaren Boden wie bei einem Hund die Aufforderung, sich sein Fressen einzuteilen.
Bemerkenswert ist der Streifen auch einfach aus dem Grunde, weil er das Spaghetti-Debut Antonio de Teffès darstellt, der seine „ausdrucksstarken“ Gesichtszüge von da an in gefühlt 350 Italowestern durch die spanische Pampa tragen durfte. Hier allerdings passt das famos, denn Steve ist ein zur Maschine erstarrter Gunslinger, den am Ende erst seine Schwester aus dem Kokon befreit. Huch, wie poetisch ;-). So ist seine erste für mein Dafürhalten auch gleich eine seiner besten Darstellungen. Sein Gegenspieler José Calvo, ist eh’ wieder famos als ebenso toter und verrohter Clan-Chef, der sein Haus mit eiserner Hand bestellt. Kann der Mann eigentlich auch schlecht?
Die Kameraarbeit ist zwar nicht sonderlich aufregend, aber grundsolide und in den Verfolgungsjagden zu Pferde sogar richtig gut. Schön ist der Score von di Stefano mit einem Hauptthema, dass in den Tiefen von einem Chor getragen wird, über dem eine melancholische Mex-Trompete schwebt. Später kommen dann vor allem Gitarren, aber auch Streicher ins Spiel.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 27 Gringos und Mexikaner, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

  • Die Lopez-Gang fesselt den ollen McDougall an einen Baum. Dann hat jedes Gang-Mitglied, immerhin 17, einen Schuss frei
  • Fairplay ist für Steven ein Fremdwort: So schießt er ohne Probleme Fliehenden in den Rücken oder killt Leute, die gerade nicht mit einer feindseligen Aktion rechnen
  • Gringo versucht, aus Judy Steves Versteck herauszuprügeln und schießt Ladies schon mal in den Rücken

Liebe:

Pilar und Steve verbindet eine alte Liebe, eine seeeeeehr alte: 1/10

Splatter:

1/10

 

 

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