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Leise weht der Wind des Todes

Info

OT: 
The Hunting Party

AT:
Il Giorno del lunghi Fucili (I)
Caza implacable (Sp)

Jahr: GB/USA/SP 1971
R: Don Medford
B: William Norton, Gilbert Alexander, Lou Morheim
K: Cecilio Paniagua
M: Riz Ortolani
D: Oliver Reed, Candice Bergen, Gene Hackman, Mitchell Ryan

Quelle: TV (Das Vierte), VHS (Warner Home Video)

 

Inhalt

Frank Caulder (Oliver Reed) hätte in der Schule mal besser aufpassen sollen: Dann müssten er und seine Bande Halsabschneider sich jetzt nicht mit Viehdiebstählen über Wasser halten, und er könnte sogar lesen. Das Erlernen von letzterem ist nämlich der Grund, warum die Caulder-Gang Melissa Ruger (Candice Bergen) entführt, die Frank irrtümlich für eine Lehrerin hält. Doch Melissa ist leider - wenn auch ungeliebte - Gattin des ultrabrutalen und menschenverachtenden Viehbarons Brent Ruger (Gene Hackman), der sich sein Eigentum nicht gerne wegnehmen lässt. Während Melissas Widerstand gegen Caulder nach diversen Fluchtversuchen und einem Hungerstreik allmählich schwindet und sich sogar in Liebe wandelt, sammelt Ruger ein paar Jagdfreunde um sich, um ausgestattet mit modernstem Schießgerät auf die Jagd nach den Banditen zu gehen. Zwar sind die Caulders zahlenmäßig weit überlegen und im Gegensatz zu den Großstadtschnöseln kampferprobte Gunslinger, doch haben sie den Präzisionsgewehren der Jagdgesellschaft nichts entgegenzusetzen. Ruger, dessen größte Sorge es ist, dass sich Melissa durch die Outlaws schwängern lässt, steigert sich immer weiter in seinen Blutrausch hinein, der allmählich das ursprüngliche Motiv „Verletzte Ehre“ überlagert. Die blutigen Massaker und auch der erste eigene Tote lassen die Jagdgesellschaft auseinanderfallen. Ruger steht allein gegen die letzten Überlebenden der in sich zerstrittenen Caulder-Gang, die lieber ein Lösegeld für Melissa kassieren würden als sich weiter abschlachten zu lassen.

Zitate

"Wenn Sie glauben, Sie könnten für mich ein hohes Lösegeld bekommen, dann muss ich Sie enttäuschen. Sicher sind hinter Ihnen schon mehr her als Sie denken." - "Wieso? Gibt's bei Ihnen so wenig Lehrerinnen?" (Melissa und Frank beschnuppern sich)

Die Kritik des Gunslingers:

Sehr guter Eurowestern, dem dank seiner Darstellerriege, der soliden technischen Ausführung sowie dem düsteren, streicherdominierten Score von Riz Ortolani ein Platz im betreffenden Spitzenfeld zukommt. Das Tempo ist zuerst verhalten, doch ist die Brutalität von Anfang an ständiger Begleiter, der sich aus dem Hintergrund zunehmend zur dominanten Komponente entwickelt. Schon die ersten Szenen, in denen die Caulder-Bande einem gestohlenen Rind die Gurgel durchschneidet, während im Gegenschnitt Ruger seine Frau heftig vergewaltigt, zeigen, wo’s lang geht. Später, mit Jagdbeginn, geht’s dann richtig zur Sache, als die mordlüsternen Jagdgenossen die Bandidos aus sicherer Distanz reihenweise abknipsen und sich einen Spaß daraus machen, dies nicht nur mit einer Kugel zu erledigen. Heftig auch das elende Sterben von Caulders angeschossenem Kumpel Doc (Mitch Ryan), den auch eine Klappmesser-OP nicht retten kann und der nahezu eine Filmhälfte lang krepiert. Urlaub von der Gewalt bieten die Szenen, in denen sich Caulder und Melissa näher kommen: Bei den Banditen erfährt sie das erste Mal so etwas wie Respekt, ganz zu schweigen von Liebe. Abzüge gibt’s von mir für das Ende, das arg theatralisch geraten ist.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 25 Gringos

Explizite Brutalitäten:

Ruger behandelt seine Mitmenschen wie den letzten Dreck: Er vergewaltigt und missachtet seine Frau; einer chinesischen Nutte (Francesca Tu) kommt er mit der glühenden Zigarre nahe; er tötet selten mit weniger als zwei, drei Schuss.

Liebe:

Zwischen Frank und Melissa rauscht’s gewaltig. Ein Spitzenwert: 6/10

Splatter:

4/10 - Hoch lebe die moderne Waffentechnik

Spezialitäten:

Rugers Jagdgesellschaft ist mit neuesten Präzisions-Schießprügeln ausgestattet: dank Spezialmunition und Zielfernrohr treffsicher auf 800 Yards (mehr als 700 Meter). Eine herkömmliche Winchester kommt noch nicht einmal auf die Hälfte.

 

 

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