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Minnesota Clay

Info

OT: 
Minnesota Clay
AT:

L’Homme de Minnesota (F)

Jahr: I/SP/F 1964
R: Sergio Corbucci
B: Sergio Corbucci, Andrea Bolzoni
K: José Aguayo
M: Piero Piccioni
D: Cameron Mitchell, Georges Rivière, Antonio Casas, Fernando Sancho

Quelle: TV (WDR)

 

Inhalt

Arbeitslager ist echt was für die Hose, vor allem dann, wenn man auch noch unschuldig einhockt. Das sagt sich auch „Minnesota“ Clay (Cameron Mitchell), der lieber türmt, um doch noch seine Unschuld zu beweisen, anstatt seine 20 Jahre beim Steinekloppen abzureißen. Sein Ziel ist Madison City, ein Kacknest, das gerade durch einen Bandenkrieg erschüttert wird. Außen sitzen die mexikanischen Banditen von „General“ Domingo Otíz (Fernando Sancho), innen haust der Mob des üblen Fox (Georges Rivière), den die Einwohner der Einfachheit halber gleich zum Sheriff gekürt haben. Fox kassiert dazu von den Dörflern für seine „Dienstleistung“, Schutz vor den Mexikanern, 80 lachende Dollars am Tag. Aber eben jener Fox ist es, auf den es Clay abgesehen hat. Ist dieser doch ein Kumpel aus alten Tagen, der seine Unschuld bezeugen könnte. Es gibt zwei Probleme: Erstens braucht er Fox lebend, zweitens lässt sein Augenlicht rapide nach. Doch unerwartete „Hilfe“ kommt von der geldgierigen Estella (Ethel Rojo), Geliebte von Otíz, die die Chance auf einen Monetenregen gekommen sieht. Da ist einmal die gut gefüllte Schatulle des Generals, aber auch das satte Kopfgeld, was inzwischen auf Clay ausgesetzt ist. Sie verbündet sich mit Fox und liefert die beiden anderen ans Messer. Doch Fox denkt natürlich nicht dran, zu teilen, und so kommt Clay, inzwischen schwer angeschlagen und nahezu erblindet, wieder ins Spiel, dem die enttäuschte Estella zur Flucht verhilft. Rasches Handeln ist jetzt angezeigt, da der Fox-Mob nach dem Ende der Mexikaner in Madison nur noch mal kräftig abkassieren und sich dann einen neuen Wirkungskreis suchen will.

Zitate

„Ich bin nicht käuflich. Ich hole mir, was ich will.“ (Clay zu Fox, der ihn anwerben will)

Die Kritik des Gunslingers:

Zweiter, diesmal komplett eigenständiger Westernversuch von Sergio Corbucci. Der Film lehnt sich wie vorher „Keinen Cent für Ringos Kopf“ stark an die US-amerikanischen Vorbilder an. Das gilt atmosphärisch, aber auch und insbesondere für die Konzeption seiner klar in „Gut“ und „Böse“ getrennten Hauptfiguren und der naiven Liebesgeschichte zwischen Clays Tochter (Diana Martin) und dem jungen, unbedarften Clay-Groupie Andy (Alberto Cevenini). Doch gibt es hier schon schüchterne Italo-Elemente zu sehen: Da erinnert das Grundsetting des zwischen zwei Banden zerrieben werdenden Gemeinwesens an „Für eine Handvoll Dollar“. Die Figur der gnadenlos profitorientierten Estella ist klassisch Spaghetti. Zudem gibt es einige handfeste Brutalitäten zu bestaunen: So lässt sich beispielsweise Fox für den abschließenden Showdown einen netten Sadismus einfallen, bei dem Clays Tochter und seine Blindheit die entscheidenden Faktoren sind. Die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank gut: Fernando Sancho zementiert in seiner ersten Italowestern-Rolle den Hühnerschenkelfressenden schlitzohrigen Banditenführer in Fantasieuniform, und Cameron Mitchell nach seinem eher schwachen Auftritt im müden „Das letzte Gewehr“ ist ein glaubwürdiger, ausgelutschter Gunslinger. Das krampfige Semi-Happy-End lassen wir mal durchgehen.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 50 Mexikaner, ca. 10 Gringos, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

Fox’ Männer schlagen Andy zusammen, der seinen Obolus nicht entrichten möchte

Liebe:

Zwischen Andy und Clays Tochter Nancy gibt’s eine von kindischen Neckereien geprägte „Liebesgeschichte“: 0/10

Splatter:

1/10

 

 

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