Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Ritt nach Alamo, Der

 

 

Info

OT: 
La Strada per Forte Alamo
AT:
Arizona Bill (F)

Jahr: I/F 1964
R:
Mario Bava (“John Old”)
B:
Lorenzo Gicca Palli (“Vincent Thomas”), Franco Prosperi (“Charles Price”), Livia Contardi (“Jane Brisbane”)
K:
Ubaldo Terzano ((“Bud Third”)
M:
Piero Umiliani
D:
Ken Clark, Alberto Cevenini (“Kirk Bent”), Michel Lemoine, Jany Clair

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezensionsexemplar!

 

Inhalt

Bud Massedy (Ken Clark) ist auf der Suche nach dem schnellen Dollar zum Wiederaufbau seiner Farm, die ihm Yankees überm Kopf abgefackelt haben. Bei einer von Indianern hingemetzelten Militärpatrouille fällt Bud eine Bankanweisung über 150.000 Dollar in die Hände: Lohngelder, die ja jetzt nicht mehr gebraucht werden. Über den jungen Slim (Alberto Cevenini), den er vor den gierigen Fingerchen einer Falschspielertruppe bewahrt, kommt er in Kontakt mit einer Bande von Desperados.
Jetzt heißt es kassieren: In den Uniformen der gekillten Soldaten versuchen die Banditen, die Bankanweisung unaufwändig zu versilbern. Doch aufgrund von Gier und Ungeduld des Bandenchefs Carson (Michel Lemoine) gerät das eigentlich problemlose Unterfangen zu einer blutigen Angelegenheit. Am Ende werden Bud und Slim bei der abschließenden Verteilung des Zasters nicht nur übers Ohr, sondern auch auf die Birne gehauen und geraten in die Fänge der Indianer. Doch ein des Weges kommender Militärkonvoi rettet die Zwei aus misslicher Lage und nimmt die beiden „Kameraden“ mit in Richtung Fort Alamo. Kurze Zeit später greifen die Militärs noch „Kamerad“ Carson samt der Hälfte der gestohlenen Knatter auf, der als einziger der Banditen einen Indianerüberfall überlebt hat. Während Bud zunehmend den Gutmenschen in sich wiederentdeckt und den Konvoi trotz des inkompetenten und beratungsresistenten Kommandierenden (Antonio Gradoli) heil nach Alamo bringen will, versucht Carson alles, um wieder in den Besitz der Dollars zu kommen.

Zitate

„Zu deinem Glück hat mir der Arzt verboten, jemand am frühen Morgen umzulegen.“ (Raufbold zu Bud in dramatischer Überschätzung der eigenen Schnelligkeit)

Captain: „Welche Straße genommen wird, das bestimme ich.“ – Bud: „Aber Sie kennen die Gegend nicht.“„Aber ich kenne die Vorschriften.“ (Na, reicht doch)

Die Kritik des Gunslingers:

Mario Bava, der eigenem Bekunden zufolge dem klassischen US-Western zuneigte, macht in diesem, seinem ersten Italowestern keinen Hehl aus seiner Vorliebe. Er inszenierte im Stil der amerikanischen Vorbilder, ohne die von Leone bereits eingeführten Spaghetti-Elemente weiter zu beachten. Es fehlen beispielsweise die italienischen Einstellungen, also die extremen Nahaufnahmen, und der Cast ist klar in gut und böse getrennt.
Die Geschichte folgt einem klassischen Handlungsmuster vieler Western und Gangsterfilme: Guter Junge wird aufgrund der Umstände zum Banditen, kann sich aber wieder rehabilitieren und gewinnt am Ende den weiblichen Hauptpreis. Was den Film auszeichnet, ist die Kameraarbeit. Zudem gefallen besonders die Einstellungen im Versteck der Bande und der Kampf in der Höhle zwischen Bud und Carson aufgrund ihres Licht-Schatten-Spiels. Dazu setzt Bava die aufgrund von Budgetknappheit offensichtlich im Studio entstandenen Szenen gekonnt ein, um eine ganz besondere Atmo zu schaffen. Der Score von Piero Umiliani bietet eine passende orchestrale Untermalung mit Bläser- und Streicherdominanz. Unterhaltsamer Durchschnitt.
Ach ja: Für die künstlerische Leitung zeichnete kein Geringerer als Demofilo Fidani verantwortlich.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 13 Gringos, ca. 22 Indianer, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

  • Carson legt eine alte Frau um, als die zu laut wird
  • Dem bereits besiegten Slim pflanzt Carson zwei Bleipflanzerl in den Rücken

Liebe:

Zwischen Janet (Jany Clair) und Bud entwickeln sich mehr als zarte Bande: 4/10

Splatter:

0/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien