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Sartana

Info

OT: 
Mille Dollari sul Nero

AT:
Zwei ungleiche Brüder in erbittertem Zweikampf

Sartana – Zwei Brüder in unerbittlichem Zweikampf

Jahr: I/D 1966
R: Alberto Cardone („Albert Cardiff")
B: Ernesto Gastaldi, Vittorio Salerno, Rolf Olsen (nicht kreditiert)
K: Gino Santini
M: Michele Lacerenza
D: Antonio de Teffè („Anthony Steffen“), Gianni „John“ Garko, Roberto Miali („Jerry Wilson“), Carlos D'Angelo („Charles Angel“), Sieghardt Rupp, Erica Blanc

Quelle: VHS (Video Star)

 

Inhalt

Nach 12 Jahren Knast kehrt John Liston („Anthony Steffen“) nach Hause zurück. Nicht nur die wegen eines angehängten Mordes unschuldig hinter Gittern verplemperte Zeit sorgt dafür, dass Johnny ziemlich angefressen ist. Auch die Tatsache, dass sein Bruder Sartana (Gianni Garko) zwischenzeitlich seine damalige Freundin Manuela (Angelica Ott) geehelicht hat, trägt nicht zur Aufhellung der Laune bei. Der nahe am Wahnsinn gebaute Sartana hat's inzwischen vom Würstchen zum „General“ gebracht, der sein Hauptquartier in einem alten Aztekentempel aufgeschlagen hat und mit seinem Mob die Gegend terrorisiert. Von den braven Bürgern erpresst er Schutzgelder, mit denen er nicht nur seinen eigenen Lebensstil finanziert, sondern auch den seiner Mutter (Carla Carlò = „Carol Brown“), einem ehemaligen Dienstmädchen, das nun als „First Lady“ mit jeder Menge Zaster und Brandy residiert. Mutti ist dann auch ziemlich kiebig, als John seinem Bruder den Kampf ansagt und beginnt, die tyrannisierten Einwohner der umliegenden Ortschaften gegen Sartana aufzuwiegeln. Zusammen mit dem von Sartana gepeinigten Jerry (Roberto Miali), dem Bruder Manuelas, der die Sprache verloren hat, nachdem er als Junge die Vergewaltigung seiner Schwester durch Sartana hatte mitansehen müssen, wirft er dem verrrrückten Brüderlein den Fehdehandschuh hin. Doch Sartana hat in Richter Waldorf (Carlos D'Angelo), der Johnny wider besseren Wissens die schwedischen Gardinen eingebrockt hatte, einen einflussreichen Verbündeten.

Die Kritik des Gunslingers:

Zweiter „Bibelfilm“ von Alberto Cardone, der nach „Django - die Geier stehen Schlange“ diesmal eine Art „Kain-und-Abel-Ripp-Off“ fabrizierte: die Hassliebe zweier Brüder, die sich am Ende mit dem Colt in der Hand gegenüber stehen. Herausgekommen ist ein rauer B-Klassiker, der durch Düster-Atmo und Figurenkonstellation überzeugt.
Besonders das seltsame Verhältnis von Mutter Liston zu ihren Söhnen ist dabei bizarr: Zwar missbilligt sie im Innersten das Verhalten Sartanas, doch profitiert sie gerne von den Ergebnissen seiner Schandtaten, um die erlittene Schmach der Vergangenheit zu tilgen und es der örtlichen Oberschicht, die sie einst drangsaliert und verachtet hat, zu zeigen. Ganz klasse sind zwei Szenen: Einmal wird sie richtig sauer, als sich Sartana anfänglich zu leicht von Johnny vernaschen lässt. Gegen Ende bitten sie ein paar Damen des Ortes, dem wüsten Treiben von Sartana und seiner Bande, die Stadt und Bürger in Schutt und Asche legen, Einhalt zu gebieten. Das tut sie erst, als eine der Ladies den geforderten Kniefall vollzieht. Im Gegensatz zum geliebten Sartana steht Mutter Johnny, den sie eigentlich eher akzeptiert, sehr kühl gegenüber: Als der nach 12 Jahren Knast wieder heimkehrt, herrscht sie ihn lediglich an, seinen Colt nicht so tief zu tragen. Erst am Ende stellt sie ihm für den Bruder eine Doppel-Null-Lizenz aus.
Insbesondere Gianni Garko mit seinen Kinskiesken Ticks in seiner ersten großen SW-Rolle und Carla Carlò sind toll. Antonio de Teffè hat in seiner eher beschränkten Rolle nicht allzuviel zu tun, und Sieghardt Rupp bietet eine feine Arschloch-Performance. Schön die Kameraarbeit, die zwecks Dynamik viel aus der Hand macht, und der von Trompete, Gitarre und Orgel dominierte Score des Trompeters und Posaunisten Michele Lacerenza, der leider nicht viele Soundtrax schrieb. Der Streifen verdient endlich mal eine korrekte DVD-VÖ.
Garko spielte hier zwar das erste Mal Sartana, doch hat diese Figur nüscht zu tun mit dem schwarzgewandeten, schandmäuligen Gunslinger der Sartana-Serials.

Rating: $$$$

Bodycount:

ca. 53, ca 3 Frauen, 1 Kind

Explizite Brutalitäten:

  • Sartana demütigt kontinuierlich den stummen Jerry, was auch mal gelegentliches Auspeitschen beinhaltet
  • Sartana legt einen Kaufmann um, der aufgrund schlechter Geschäfte sein Schutzgeld schuldig bleibt
  • Der fiese Ralph (Sieghardt Rupp) peinigt die schöne Joselita (Erica Blanc)
  • Sartana verkloppt gerne Frauen

Liebe:

Joselita verliebt sich in Johnny, den mutmaßlichen Mörder ihres Vaters, aber das ist Nebensache: 0/10

Splatter

1/10

 

 

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