Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Scalps

Info

OT: 
Scalps, Venganza india

AT:

Es geht um deinen Skalp, Amigo
Sie kämpft wie ein Mann

Jahr: I/SP 1987
R: Bruno Mattei / Claudio Fragasso („Werner Knox“)
B: Bruno Mattei, Roberto di Girolami
K: Julio Burgos, Luigi Ciccarese
M: Luigi Ceccarelli
D: Vassili Karis, Mapi “Mapy” Galán, Alberto Farnese “Albert Farley”, José Canalejas

Quelle: DVD (VZ Handelsgesellschaft)

 

Inhalt

Der Amerikanische Bürgerkrieg ist zu Ende. Nun ja, nicht ganz, denn in einem abgelegenen Fort am Rande der Wüste weigert sich ein Trupp Verrückter, die grauen Uniformen abzulegen und marodiert auf eigene Faust weiter. Chef der Einheit ist Colonel Connor (Alberto Farnese), ein Sadist, der am Rande des Wahnsinns gebaut ist. Connor nun ist die schöne Häuptlingstochter Yari (Mapi Galán) ins Auge gestochen. Als sich ihr Vater (Carlos Bravo) weigert, sein Kind für ein paar Pullen Feuerwasser an den Colonel zu verscheuern, setzt’s das obligatorische Massaker. Yari fällt den Sados verletzt in die Hände, kann sich aber trotz Fesseln vom Acker machen.
Während Connors Leute nun einen mordlustigen Indianerscout zwecks Verfolgung engagieren, erreicht Yari das Anwesen von Rancher Matt (Vassili Karis). Matt, ehemals Leutnant in Connors Truppe, ist ebenfalls kein Indianerfreund, seitdem mutmaßlich die Roten seine Frau meuchelten. Er lässt die Verletzte daher erst mal im Pferdestall schlafen, bevor er ihr in einem Anflug von Mitleid eine Küchenmesser-OP spendiert, leider ohne Betäubung, aber ein Indianer kennt ja eh keinen Schmerz.
Da nun auch Matt in die Schusslinie der Banditen gerät, nachdem er deren Auslieferungsersuchen handfest abschlägig beschieden hat, raufen sich die Beiden zu einem kampfstarken Guerilla-Team zusammen.

Zitate

Frank (Emilio Linder): „Ich glaube, Sie versucht, zu ihrem Stamm durchzukommen.“ – Gordon (José Canalejas): „Nein, nein. Es gibt keinen Stamm mehr. Hast du das schon vergessen?“

Gordon: „Wohin sollen sie fliehen? Er ist verwundet, sie ist eine dreckige Squaw.“

Die Kritik des Gunslingers:

Hinter dem kreditierten Regisseur „Werner Knox“ verbergen sich die beiden Trashologen Bruno Mattei und Claudio Fragasso, der für Mattei häufig skriptete und als Regieassistent arbeitete. Auch hier ist Fragasso unter seinem Alias „Clyde Anderson“ wieder als Co-Regisseur genannt.
Herausgekommen ist ein Spät-Italo, dem sein niedriges Budget aus jeder Pore trieft, der aber dennoch zumindest von der Ausstattung her solide gemacht ist. Schwächen gibt’s im Strukturellen. So setzen Mattei/Fragasso etwa Rückblenden, die beispielsweise ein wenig Licht in den Charakter Connors bringen sollen, ziemlich stümperhaft ein. Widersprüche gibt’s auch im zeitlichen Ablauf der Ereignisse.
Die Darsteller sind eher zweite Wahl und vor allem in den Nebenrollen noch ziemlich lausig dazu. Achtbar schlägt sich allerdings Vassili Karis, der auf eine auch qualitativ sehr gemischte Spaghettiwestern-Filmographie zurückblicken kann, durch eine seiner seltenen Hauptrollen. Er bringt den von der Gewalt abgefallenen Ex-Soldaten, den die Umstände dann rückfällig werden lassen, glaubhaft rüber. Ziemlich drömelig, wenn auch optisch ansprechend, agiert die Spanierin Mapi Galán, die rüberkommt wie bei einem Freiluft-Amateur-Mummenschanz. Alberto Farnese ist vor allem aus Peplums bekannt, doch spielte er auch in etlichen Italowestern mit. Hier hat er offensichtlich Spaß daran, den sadistischen Colonel zu geben, mit einem Faible für Folter und Mord.
Der Streifen führt zwar etliche Sadismen, insbesondere über und unter der Kopfhaut, im Köcher, bleibt aber in weiten Teilen langatmig. Die eigentlich zentrale Verfolgungsjagd verläuft schleppend, weil sich der Film auch immer wieder Zeit nimmt für verschwurbelte Indianermystik und die zunehmend körperliche Annäherung von Matt und Yari in sternenklarer Nacht *Lach*. Der finale Showdown ist allerdings wirklich sehr schön umgesetzt. Untermalt wird die Geschichte von einem guten, klassisch „Spaghetti“ anmutenden Score, der sich mit Posaune, Trompete sowie Streichern und Chören aufgepustet hat.

Rating: $$$-

Bodycount:

ca 30 Indianer, 27 Gringos

Explizite Brutalitäten:

  • Connors Strauchdiebe massakrieren Yaris Stamm. Dabei wird munter enthauptet, skalpiert, gefoltert und vergewaltigt
  • Connor skalpiert einen gefangenen jungen Indianer bei lebendigem Leib
  • Versagen wird in Connors Truppe durch Auspeitschen und ähnlichem sanktioniert
  • Connor foltert den gefangenen Matt just for fun

Liebe:

Matt und Yari bilden bald mehr als eine Kampfgemeinschaft: 3/10

Splatter:

3/10

Spezialitäten:

Yari setzt gegen die Connors Dynamitpfeile und tückische Fallgruben ein




 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien