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Schmutzigen Dreizehn, Die

Info

OT: 
Quindici Forche per un Assassino

AT:
Quince Horcas para un Asesino (SP)
Dirty Busters (D)

Jahr:
I/SP 1968
R:
Nunzio Malasomma
B:
José Luis Bayonas, Mario di Nardo
K:
Stelvio Massi
M:
Francesco de Masi
D:
Craig Hill, Francisco Martinez Celeiro (“George Martin”), Maria Antonietta Golgi (“Susy Andersen”), José Manuel Martin

Quelle: VHS ( Sunrise Video)

 

Inhalt

Pferdedieb Bill Mack (Craig Hill) plant mit seinen Kumpels Jim (Álvaro de Luna) und Benny (José Manuel Martin), den ollen O’Connelly um seine edlen Rösser zu erleichtern. Leider kommt dem Trio die Bande von Sandy Cassel („George Martin) dazwischen, die sich der Zossen gewaltsam bemächtigt und die O’Connellys über die Klinge springen lässt. So ganz wollen Mack und die Seinen nicht auf den entgangenen Zaster verzichten: Sie liefern O’Connellys Leiche bei der trauernden Witwe ab und lassen sich bei der Gelegenheit für die Wiederbeschaffung der Pferde anheuern: immerhin sechs Dollars pro Stück.
Unterdessen hat Cassel die Gäule in einer Mexikanersiedlung, einem alten Fort, geparkt. Ein Käufer ist auch schon gefunden. Die Gang schlüpft auf der Ranch von Ann Cook (Margarita Lozano) und ihren beiden Töchter unter, bis der Handel abgewickelt ist. Hier werden sie von Bill und den Jungs aufgespürt, die zwischenzeitlich das Ableben des Pferdekäufers verursacht haben: Anstatt sich nun standesgemäß auseinanderzusetzen, lässt man die Colts aus Rücksicht auf die Ladies stecken und einigt sich, die Gäule zurückzugeben und den Erlös aus Verkauf und Rückgabe zu teilen.
Hier könnte das Ganze nun schiedlich, friedlich enden, doch ein Unbekannter legt die drei Cook-Ladies um. Der Verdacht fällt selbstredend auf die abgerissenen Logier-Gäste, die von nun an von einem aufgeheizten Lynchmob gejagt werden. Als sei dies noch nicht genug, können sich Cassel und Mack nicht riechen, was durch ihre hübsche Geisel, Pfarrersgattin Barbara Ferguson (Maria Antonietta Golgi), nicht besser wird.

Zitate

Mack: „Du kotzt mich an, Cassel. Ich sollte dich abknallen.“ – Cassel: „Du willst wohl Eindruck schinden bei ihr. Soll ich dir sagen, woran du mich erinnerst: an einen läufigen Hund.“ (Vor Frauen soll man sich doch nicht streiten, Jungs)

Cassel: „Um den ist es nicht schade. Hat sowieso ’n kleinen Stich gehabt.“

Die Kritik des Gunslingers:

Höchst seltsamer und unentschlossener Streifen eines Regisseurs, der am Ende seiner mehr als 40-jährigen Karriere stand. Handlung und Atmo mäandern orientierungslos zwischen US- und Spaghettiwestern.
Mit dem Mord an den Cook-Mietzen nimmt der Film im Mittelteil vorübergehend etwas Fahrt auf. Einerseits ist nun ein dünner Handlungsfaden gelegt, getragen durch Renato Rossini als Verlobtem von Elisabeth Cook (Maria Montez) und dem zwielichtigen Clark Bennett (Tomás Blanco), in dem es um die Aufklärung des Mordes geht. Andererseits besinnt sich der Streifen doch noch, um Spannung zu generieren, das – nun ja – gespannte Verhältnis zwischen Mack und Cassel zu nutzen: Die sitzen mit ihren Männern irgendwann in dem alten Fort fest, dem erwähnten Zossenparkplatz. Hier werden sie von den Lynchmobbern belagert, und können sich entsprechend schlecht aus dem Weg gehen.
Nun kommen auch ein paar italo-typische Härten ins Spiel, und es gibt keine moralischen Schranken mehr. Mack zögert nicht, den als Geisel festgehaltenen Barkeeper Juan (Ricardo Palacios) tot zu schlagen, als dieser die Lynchmobber auf die Spur der Flüchtigen bringt. Der Tote wird den Seinen selbstredend per „Ponyexpress“ zugestellt. Die Belagerer wiederum nieten alles um, was sich bewegt und stellen ihre getöteten Gegner an eigens aufgebauten Galgen vor dem Fort zur Schau. Für Cassel und Mack zählt angesichts des nahenden Endes an einem Galgen zuletzt nur noch, ihre persönliche Fehde „mit Anstand“ zu Ende zu bringen: Auch als die ganze Hütte brennt und der Feind anrückt, geht es ausschließlich um den anstehenden Shoot out. Bizarr.
Der Cast des Streifens umfasst über Craig Hill und „George Martin“ hinaus, die nach „Lanky Fellow“ zum zweiten Mal aufeinandertreffen, ein bunt gemischtes Potpourri einschlägig bekannter Darsteller: angefangen von José Manuel Martin über einen wieder sehr böööösen Aldo Sambrell, Andrea Bosic, diesmal als Priester *Lach*, Francisco Brana oder Renato Rossini und Ricardo Palacios. Die Liste verzeichnet auch Fernando Sancho, doch den habe ich nicht entdeckt: entweder ein Hoax, gepennt oder er ist der großzügig eingesetzten Schere zum Opfer gefallen.
Der Score von de Masi ist genretypisch, wenn auch wenig aufregend: Zwei Songs von Raoul, dazu mucho Guitarra, Bluesharp und Blaswerk.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 33 Gringos, 3 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Dem dicken Juan gelingt es zwar, die Dörfler auf die Spur der Pferdediebe zu bringen. Doch das kommt ihm teuer zu stehen: Mack und Cassel schlagen den Gutsten übel zusammen und senden die Überreste an seine Leute
  • Die Lynchmobber knüpfen selbst die bereits Getöteten auf und lassen sie zur Mahnung und Warnung in der Sonne baumeln

Liebe:

Nope, Sir: 0/10

Splatter:

2/10

 

 

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