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Shangos letzter Kampf

Info

OT: 
Shango, la Pistola infallibile
AT:

Shango (USA)

Jahr: I 1970
R: Edoardo Mulargia (“Edward G. Muller”)
B: E. M., Antonio De Teffè
K: Gino Santini
M: Gianfranco di Stefano
D: Antonio De Teffè (“Anthony Steffen”), Eduardo Fajardo, Maurice Poli, Attilio Dottesio

Quelle: DVD (Koch). Dank furs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

1865 ist der Bürgerkrieg justamente vorbei, und Ranger Shango („Anthony Steffen“) reist mit einem Trupp Soldaten durchs mexikanische Grenzland, um versprengten konföderierten Verbänden die frohe Kunde zu überbringen. Doch nicht allen ist nach Frohlocken zumute: So geraten die Yankees in einen Hinterhalt der Konföderierten und Shango anschließend in die Gefangenschaft von Major Droster (Eduardo Fajardo), der mit seinem Fähnlein Fieselschweif die Umgebung unsicher macht.
Droster nistet sich zusammen mit seinen Verbündeten, mexikanischen „Freischärlern“, in einem Kaff am Rande der Salzwüste ein. Während die Mexe nix wie weg über die Grenze wollen und nur noch auf ihre ausstehende Bezahlung warten, hat der Major andere Pläne. Um seine Leute sowie die mit den Hufen scharrenden Verbündeten bei Laune zu halten, behält er das Kriegsende kurzerhand für sich und macht sich im okkupierten Weiler breit.
Nach einigen Wochen regt sich dann doch Unmut bei den Peones, die keine Lust mehr haben, dass ihnen die Besatzer die Vorräte wegfressen und ihre Frauen knattern und auch sonst recht unleidlich sind. Shango, dem mit Hilfe des Dorfcalden Fernandez (Attilio Dottesio) und dessen Sohn Pedrlito („Giusva“) die Flucht gelingt, versucht erstmal im Guten, Freischärlern und Südstaatlern das Kriegsende zu vermitteln. Bringt natürlich nüscht, denn Droster fühlt sich mittlerweile pudelwohl in seiner Allmachtstellung, und so kommt’s schließlich, wie’s kommen muss.

Zitate

Shango: „Sagt allen, dass es vorbei ist. Ihr könnt die Toten jetzt unter die Erde bringen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Edoardo Mulargia, einer der versierten Italowestern-Regisseure aus der zweiten Reihe, darf für sich in Anspruch nehmen, unser aller Lieblings-Stoneface „Anthony Steffen“ überhaupt erst ins Genre eingeführt zu haben: So inszenierte Mulargia auch Steffens Genre-Debut „Jetzt sprechen die Pistolen“.
In dieser, ihrer zweiten Kollaboration im Westernbereich, ließ Mulargia seinen Spezi auch am Skript mitschwiemeln. Leider verschenkt der Streifen aufgrund seines offensichtlich limitierten Budgets eine Menge des ihm alleine aufgrund des Settings innewohnenden Potenzials. So haben mich insbesondere die atmosphärischen Unschärfen gestört. Was wäre da drin gewesen, wenn die Endzeit-Stimmung – ein paar verrückte Gewalttäter quälen ein von der Welt abgeschiedenes Dorf am Rande der Wüste – auch optisch hätte umgesetzt werden können. So serviert die ansonsten wirklich gute Kamera das, was man im Spätsommer/Herbst vor den Toren Roms wohl so antrifft: ein nettes Mischwaldambiente, das aber der Exposition nicht gerecht wird. Auch die ungewöhnliche Anfangssequenz, in der der spätere Held sozusagen ungeduscht, geduzt und ausgebuht in einem Holzkäfig vom Baum hängt, hätte man für meinen Geschmack nicht so en passant abbacken sollen.
Doch andererseits gibt es etliche gut gemachte Szenen: So ist die Geschichte mit den eingebuddelten Dorfschönheiten inmitten brennender Ölgräben sehr schön inszeniert. Klasse auch, als gegen Ende, die Dörfler feiern bereits ihren vermeintlichen Sieg, der Terror wieder zurück kehrt. Das ist zwar von der Story her nicht überraschend, doch wirklich intensiv umgesetzt.
Darstellerisch gibt’s keine Ausfälle: Eduardo Fajardo allerdings stiehlt mit seinem überdrehten Major-Jackson-Ripp-Off den Mitstreitern eindeutig die Show. Unter den Mexikaner-Ponchos tummelt sich zudem versiertes Kanonenfutter-Personal wie Spartaco Conversi, Osiride Pevarello oder auch Claudio Ruffini (?).

Rating: $$$+

Bodycount:

> 70 Gringos und Mexikaner, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

  • Major Droster scheißt auf die 1864 eingeführte Genfer Konvention und bewahrt den verwundeten Shango in einem Käfig auf
  • Um Django ein paar Sauereien an die Stiefel zu schmieren, ist sich Droster auch nicht zu schade, einen eigenen Mann über den Pecos gehen zu lassen
  • Ein Scherge (Spartaco Conversi) von Mexenboss Martinez (Maurice Poli) legt den sich zierenden Gatten einer zu Martinez’ Vergnügen abgeordneten Hausfrau um. Der Dame geht’s dann ähnlich
  • Nachdem Droster entdeckt, dass sich die Dörfler heimlich bewaffnen, lässt er exemplarisch ein paar Peones an die Wand stellen
  • Damit die Dörfler Shango ausliefern, lässt Martinez ein paar bis zum Hals eingebuddelte Dorfschönheiten mit brennendem Öl traktieren

Liebe:

Nope, Señor 0/10

Splatter

2/10

 

 

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