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Trampler, Die

Info

OT: 
Gli Uomini dal Passo pesante
AT:
Les Forcenés (F)
Die um Gnade winseln

Jahr: I/F 1965
R:
Alfredo Antonini (“Albert Band”), Mario Sequi
B:
A.A, Ugo Liberatore
K:
Alvaro Mancori
M:
Angelo Francesco Lavagnino
D:
Gordon Scott, Joseph Cotten, James Mitchum, Franco “Frank” Nero

Quelle: TV (Premiere-Nostalgie)

 

Inhalt

Mit Lon (Gordon Scott) kehrt der letzte Cordeen-Spross aus dem Bürgerkrieg zurück, um gleich mit ansehen zu müssen, wie sein Vater, der Patriarch Temple (Joseph Cotten), einen Yankee-Journalisten (Claudio Gora) aufhängen lässt, der über die Zustände im Süden berichten sollte. Für Temple ist der Krieg vorbei, aber noch nicht zu Ende: Mit Billigung der örtlichen Bevölkerung beherrscht der Großgrundbesitzer die Gegend nach wie vor als oberster Richter und Henker. Und auch in der heimischen Ranch hält der konservative Furz Zucht und Ordnung aufrecht, was besonders seinen Söhnen Lon und Hoby (James Mitchum) sauer aufstößt.
Als diese sich über einen Auftrag des Vaters hinwegsetzen und anstatt den Geliebten (Franco Nero) ihrer Schwester Bess (Emma Valloni) kurzerhand wegzupusten, die beiden Turteltäubchen sogar miteinander verehelichen, ist der Bruch da. Zusammen mit dem Paar verduften die Beiden, um sich mit wilden Rindern eine Existenz aufzubauen.
Im Verlauf der Viehsaison verliert Hoby seinen linken Arm und seine Skrupel: Er wird zum gnadenlosen Gunman, was angesichts der andauernden Attacken der Schergen des alten Cordeens allerdings nicht unbedingt das Schlechteste ist. Als die Herde endlich mit sattem Gewinn verscheuert ist, beschließen die Vier in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Doch hier ist’s definitiv zu eng für so viele Cordeens, und zu allem Überfluss ist auch Edith (Ilaria Occhini) wieder aufgetaucht, Tochter des eingangs gelynchten Reporters: Sie will den alten Temple unbedingt zur Rechenschaft ziehen ...

Zitate

„Was recht und Unrecht ist, bestimme ich.“ (Temple Cordeen macht klare Ansagen ...)

„Ein Tier bist du, ein bösartiges Tier. Ich werde dich verprügeln, bis du auf allen Vieren kriechst.“ (.. genauso wie sein Sohn Lon)

Die Kritik des Gunslingers:

Dieser zweite Western, bei dem Antonini Co-Regie führte, ist ebenso wenig „Italo“ wie der schwache „Keinen Cent für Ringos Kopf“, den er zusammen mit Sergio Corbucci inszenierte. Das ist vor allem der Figurenkonstellation geschuldet, die keine typischen, weil ambivalenten, vorteilsbewussten Charaktere aufweist und als solche also eher dem US-Western verhaftet ist, der auch atmosphärisch Pate gestanden hat.
Es geht um eine schwerblütige Familientragödie, in der der absolute, unwandelbare Herrschaftsanspruch des Patriarchen das Gefüge sprengt, als mit dem Kriegsende eine neue Zeitrechnung angebrochen ist.
Die Geschichte ist solide umgesetzt und gut gespielt. Wie aber beispielsweise Hoby nach dem Komplettverlust seines Arms so rasch wieder fit werden konnte und auch das finale Gestammel Lons, das mich ein wenig an die schlussendliche „Tara“-Ode aus „Vom Winde verweht“ gemahnt ... Forget about. Es bleibt ein unterhaltsamer leicht überdurchschnittlicher Genre-Beitrag mit einem sehr angenehmen, konservativen Orchester-Score inklusive eines melancholisch-süßlichen Titelthemas.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 45 Gringos

Explizite Brutalitäten:

  • Temple Cordeen lässt den Journalisten Wickett wegen „Spionage“ lynchen, weil der über die Lebensumstände der Schwarzen im alten Süden berichten sollte
  • Lon verprügelt brutal seinen Vetter Wylie (George Lycan), als der ihm dumm kommt

Liebe:

Zwischen Charly Garvey und Bess Cordeen geht’s ab … leider Off-Records. Die zweite Liebesgeschichte zwischen Edith Wickett und Lon Cordeen beginnt erst kurz vor dem Finale: 0/10

Splatter:

2/10

 

 

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