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Weisse Apache - Die Rache des Halbbluts, Der

Info

OT:
Biancho Apache

AT:
Apache Kid (SP)

Jahr: I/SP 1986
R:
Bruno Mattei ("Vincent Dawn")
B:
Franco Prosperi
K: Julio Burgos, Luigi Ciccarese
M: Luigi Ceccarelli
D: Sebastian Harrison, Lola Forner, Carlos (“Charlie”) Bravo, Luciano Pigozzi

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Banditen, die brutalst einen Siedlertreck auseinandernehmen, kriegen ebenfalls eine deftige Abreibung durch einen Trupp Apachen. Die Indianer retten eine schwangere Frau, die aber bei der Geburt ihres Sohnes stirbt. Der Junge, genannt „Leuchtender Stern“, wächst bei der Häuptlingsfamilie auf. Als er sich mit seinem Pflegebruder um Aufgehende Sonne (Lola Forner) prügelt, stirbt dieser und der Leuchtende Stern muss den Stamm verlassen, um seine Wurzeln kennenzulernen.
Das nahe Örtchen Oakwood ist eine Ansammlung übelsten weißen Geschmeißes, das aufs Indianerland scharf ist. Wortführer ist Colonel Carson (Alberto Farnese = „Albert Farley“), der gerne flammende Blut- und Bodenreden hält und die Drecksarbeit, das Killen der Indianer, dem sadistischen Ryder (Carlos Bravo) und seinem Mob überlässt. Nachdem Leuchtender Stern allein aufgrund seines Andersseins und natürlich, weil er knattert mit dem Weib (Cinzia de Ponti) des Colonels, diverse Male durch Ryders Knochenmühle gehen musste, begibt er sich zurück zu seinem Stamm.
Zwar haben die Indianer dank Ryder inzwischen ein Alkoholproblem, doch unter Führung des Leuchtenden Sterns machen die blauen Jungs fast die gesamte Ryder-Mannschaft nieder. Mit seiner Squaw, die unterwegs noch ein Blitzgeburt zu überstehen hat, muss der weiße Indianer anschließend in die Berge fliehen, den rachedürstenden Ryder mit neuer Mannschaft im Nacken.

Zitate

„Sie haben zu weiche Eier, Cribbins, und ein Mann mit zu weichen Eiern ist kein Mann.“ (Sheriff)

„Der heutige Tag ist mit Sicherheit nicht dein Glückstag.“ (Ryder zu Aufgehende Sonne)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit gutem Willen durchschnittlicher Spätwestern, der allerdings – gemessen am Mattei-Standard – technisch zumindest sehr solide geraten ist. Wenn man die Szenen außen vor lässt, in denen Mattei angekitschtes Indianer-Spießbürger-Idyll präsentiert, ist der Film sowohl atmosphärisch als auch von der Kameraarbeit her durchaus gelungen. Die Liebesszenen zwischen Sebastian Harrison, Sohn von B-Movie-Haudegen Richard Harrison, und Lola Forner erinnern dagegen auch von den Darstellern her arg an „Bilitis“, „Blaue Lagune“ …: Ihr wisst, was ich meine, Freunde. Zu den Akteuren ist zu sagen, dass immerhin die Schurkenbrigade und Farmer Cribbins (Luciano Pigozzi) ihre Sache gut machen. Besonders nervtötent ist der Typ, wahrscheinlich Charles Borromel, der als reisender, ebenfalls weißer Wanderindianer „Wildes Pferd“ mit seiner Robin-Williams-Pfanne und übel gedrechselten Philosophika das Hirn zum Käsen bringt.
Mattei greift wie bereits in anderen Werken auch hier wieder zum budgetschonenden Stilmittel, Natur- und Tieraufnahmen aus Dokumentarfilmen einzuklinken, was dem auch durch die schmalzige Lovestory ohnehin schleppendem Tempo nicht gut tut. Darüber hinaus unterlaufen dem Meister etliche dumme Logikfehler: Warum beispielsweise kann Sternchen seine Perle in Englisch unterrichten, vorzugsweise natürlich über die Benennung der sekundären Geschlechtsmerkmale, wo er selbst nie Kontakt zu Weißen hatte? Wie kommen die Beiden zu ihrem Sohn, obwohl außer Knutscherei doch nie was gelaufen war? Und vielerlei mehr. Die auch hier geplegte dröge Schwarz-Weiß-Malerei: Indianer = gut; Weiße = Müll scheint im europäischen Western gerne genutzt worden zu sein.

Rating: $$$

Bodycount:

ca. 44 Gringos und andere; ca. 40 Indianer plus diverse Frauen und Kinder

Explizite Brutalitäten:

  • Banditen treten beim Überfall auf den Siedlertreck eine Schwangere zusammen und erschießen lachend zwei kleine Kinder von hinten
  • Ryders Männer vermöbeln Leuchtender Stern, weil der ihre Skalpsammlung nicht gebührend bewundert
  • Ryders Leute mischen ein Indianerdorf auf und killen alles, was sich bewegt
  • Nachdem ihn Lady Isabella der Vergewaltigung bezichtigt hat, kriegt Leuchtender Stern die nächste Abreibung. Anschließend hängen ihn die Ryders zum Austrocknen in die glühende Sonne
  • Ryder schießt Aufgehende Sonne erst vom Pferd, dann traktiert sie der Mob mit Gewehrkolben und verbrennt Schießpulver in den Wunden

Liebe:

Zwischen Leuchtendem Stern und Aufgehender Sonne läuft ein wenig Weichzeichner-Knutscherei im Gegenlicht, während die rassige und rassistische Lady Isabella (Cinzia de Ponti war immerhin die Miss Italy von 1979) deutlich härter am Wind segelt: 3/10

Splatter:

4/10

 

 

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