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Western Jack

Info

OT:
Un Uomo, un Cavallo, una Pistola
AT:

Blutige Dollars

Jahr: I 1968
R: Luigi Vanzi ("Vance Lewis")
B: Giuseppe Mangione, Tony Anthony
K: Marcello Masciocchi
M: Stelvio Cipriani
D: Tony Anthony, Dan Vadis, Daniele Vargas, Ettore Manni, Raf Baldassarre, Marco Guglielmi

Quelle: VHS (Silwa)

 

Inhalt

Im Randgebiet zu Mexiko hat sich´s der berühmt-berüchtigte Strauchdieb mit dem schicken französischen Namen "En Plein" (Dan Vadis) samt seiner wild marodierenden Bande gemütlich gemacht und terrorisiert die örtlichen Weiler.
Als Nächstes soll eine Postkutsche mit erheblichem Goldwert an Bord überfallen werden, die nötigen Infos dazu liefert ein gewisser Postinspektor Ross. Undank ist der Welten Lohn, und so muss auch die olle Petze Ross ins Gras beißen. Zufällig kreuzt justamente ein Fremder (Tony Anthony) die Wege der drei Mordbuben von En Plein, sargt wiederum die Halunken ein und nimmt dem verblichenen Amtmann die Papiere ab.
Zeitgleich überfällt En Plein mit dem Rest der Bande eine Postkutschenstation und nimmt die Anwesenden als Geiseln. Er möchte den Transport nicht auf offener Strecke überfallen, sondern im vermeintlich sicheren Hafen abstauben. Der Coup gelingt wie am Schnürchen und ohne Gegenwehr.
Als Stunden später der Namenlose an der Station auftaucht und einen delikaten Braten in Form einer bis zum Anschlag mit Gold gefüllten und sogar abhanden gekommenen Kutsche riecht, erweisen sich die Papiere als perfekte Identität.
Mit den echten Ausweisen eines Postinspektors ausgestattet, übernimmt er die Angelegenheit von Militär und Sheriff. Schnell dünkt ihm, das der Stationsvorsteher (Daniele Vargas) nicht ganz koscher ist, mit En Plein unter einer Decke steckt und auch noch versucht, den Batzen auf eigene Rechnung einzustreichen. Der Fremde dient sich mit diesem Wissen der Terrortruppe an, um Zwistigkeiten zwischen den Parteien auszulösen. Zunächst mit Erfolg, aber als die Tarnung auffliegt, steht er sich En Pleins gesamter mordlüsterner Bande gegenüber...

Die Kritik des Sargnagels:

Anständiges, aber inhaltlich recht mageres Sequel zu "Ein Dollar zwischen den Zähnen" (und der war auch schon ein Rip-Off der Dollar-Trilogie) des Gespanns Vanzi/Anthony. Sequel? Ne, eher schon Remake, allzu offensichtlich sind die Handlung an den Vorgänger angelehnt und Versatzstücke kopiert worden - der Stoff hatte 1968 in der zigsten Version dann doch Ermüdungserscheinungen. Wenigstens wird dafür geschossen, gefoltert, missbraucht und verdroschen, das es kracht und somit die Zeit bis zum abschließenden Großreinemachen kurzweilig überbrückt.
Leider konnte/durfte/wollte Frank Wolff nicht mehr den Kontrahenten mimen, und so liefert der Nachfolger Dan Vadis - kam Anfang der 60er mit der US-Bodybuilder-Welle nach Italien geschwappt, um die damals beliebten Peplums mit Muskeln zu bestücken - zwar eine solide Leistung ab, kommt aber lange nicht so sado-charismatisch rüber wie sein Landsmann.
Anthony ist wieder ´ne Nummer für sich, ich mag ihn ja wegen seines leicht selbstironischen Humors, den er auch hier opulent anbringt. Immer wieder beschert der Stranger mit seiner fast schon devoten Art seinen Gegenübern eine trügerische Dominanz, die er im richtigen Augenblick auszunützen weiß. Diesen Charakterzug des Strangers übernahm und verfeinerte Anthony in den später von Ferdinando Baldi gekurbelten Streifen "Blindman" und "Time Breaker".
Ansonsten kann der Film mit würziger Härte, handwerklich ordentlicher Umsetzung und einem feinen Score von Cipriani punkten.
Fazit: Durch den Story-Verschleiß schwächer als der Erstling, dennoch leicht überm Italo-Schnitt. Wer auf Anthony steht, mag's eh.

Rating: $$$+

Liebe:

0/10

Splatter

4/10

 

 

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