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100.000 Dollar in der Sonne

Info

OT: 
100.000 Dollars au Soleil
AT:

Centomila Dollari al Sole

Jahr: F/I 1963
R, B:
Henri Verneuil
B:
Michel Audiard, Marcel Jullian
K:
Marcel Grignon
M:
Georges Delerue
D:
Jean-Paul Belmondo, Lino Ventura , Reginald Kernan, Bernard Blier

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Einst war Marec (Lino Ventura) unabhängiger Spediteur in einem Sahara-Anrainer-Staat, bis ihm Unbekannte im Laufe einer der vielen Revolutionen die Hütte überm Kopf anzündeten. Nun arbeitet er mit seinem alten Kumpel Rocco (Jean-Paul Belmondo) als Fahrer für „Papa“ Castigliano (Gert Fröbe). Als Spaltpilz zwischen den beiden Freunden entpuppt sich der neue LKW der Spedition, den Rocco mitsamt Ladung eines schönen Tages entführt. 100.000 Dollar bieten Unbekannte für die mysteriöse Fracht, mit denen sich Rocco und seine Freundin Pepa (Andréa Parisy) ein schönes Leben zu machen gedenken.
Der wutschnaubende Castigliano schickt Marec los, der sich zusammen mit dem Ex-Söldner Steiner (Reginald Kernan) für 20 Riesen an die Verfolgung des Renegaten begibt. Es beginnt ein Brummi-Rennen quer durch die Sahara, bei dem allerdings Rocco und Pepa immer eine Nasenlänge voraus zu sein scheinen.

Zitate

Rocco: „Woher weißt du, dass Geld glücklich macht? Du bist doch nur auf die Volksschule gegangen.“

Marec: „Na, bitte. Mit ein bisschen Humor geht doch alles.“ (Marec hat gerade zusammen mit Steiner Alis Bar in Schutt und Asche gelegt)

Rocco: „Hier in der Wüste ist es besser, man ist liebenswürdig. Es kostet nichts und spart Munition. Also halt lieber deine große Schnauze.“

Marec: „Du machst dich gut mit deinem Gewehr. Aber das große Kotzen kommt später, wenn du’s nicht mehr loslassen kannst. Nie mehr.“

Rocco: „Die Menschen teilen nur den Verlust; den Gewinn niemals.“

Die Kritik des Gunslingers:

Henri Verneuil legt mit dieser Mischung aus Road-Movie, Abenteuerfilm und Thriller einen feinen Streifen vor, der mit Bebèl und Ventura zwei Großmeister des Franzosen-Kinos noch einmal zusammen vor die Kamera brachte. Dabei regiert den Film bei aller Spannung eine Lockerheit, die immer wieder Spaß macht und den eigentlich eher zwiespältigen Charakteren die Schärfe nimmt. Besonders Belmondo zieht kräftig vom Leder, lässt den durchtriebenen Filou gleichberechtigt neben den zynischen Arsch treten und trifft damit voll ins Schwarze. Ihm gegenüber steht Ventura, der fast schon stoisch die ungezählten Nickligkeiten seines quirligen Gegners erträgt. Das macht dann die Geschichte erst richtig rund.
Großartig ist beispielsweise die Szene in einem kleinen Wüstenkaff: Hier streut Rocco das Gerücht, Marec sei auf einmal schwul geworden und wäre mit seinem Lover – Steiner – auf der Flucht vor der Polente. Man dürfe ihm daher keinen Sprit mehr verkaufen. Der kurz darauf eintreffende Marec muss erstmal kräftig Kleinholz veranstalten, um die Dinge wieder gerade zu rücken und Brennstoff in den Tank zu bekommen. Als Running Gag hat auch Bernard Blier ("Mitch") seine Sternstunden, der mit seinem Sattelschlepper immer wieder zufällig aufkreuzt, um Marec aus der Klemme zu helfen. Fein ist einmal mehr Gert Fröbe, der richtig Funken schlägt aus seinem Kurz-Auftritt.
Der Film ist toll fotografiert: Kameramann Marcel Grignon war auch Bildgestalter bei sehr vielen Louis-de-Funès-Streifen. Ebenfalls seinen Beitrag zum Gelingen des Ganzen leistet der Score von Routinier Georges Delerue, der 1963 noch am Anfang seiner Karriere als Filmkomponist stand. Er ordnet Mitch, Rocco und Marec jeweils ein Leitthema zu.

Rating: $$$$+

Splatter:

2/10

 

 

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