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13 Assassins

Info

OT: 
Jūsannin no Shikaku

Jahr: J 2010
R: Takashi Miike
B: Daisuke Tengan
K: Nobuyasu Kita
M: Kōji Endō
D: Kōji Yakusho, Takayuki Yamada, Masachika Ichimura, Hiroki Matsukata

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Der japanische Fürst Naritsugu (Goro Inagaki) nutzt seine Position als Halbbruder des amtierenden Shogun, um seinen perversen Gelüsten zu frönen: Er foltert, vergewaltigt und tötet nach Herzenslust. Ein gar rechtes Mitglied im De Sade'schen Universum, in dem nur noch Exzesse Gefühle hervorrufen können. Der Shogun ist zu einem Eiertanz gezwungen: Auf der einen Seite muss er die Gesetze durchsetzen, auf der anderen Seite die Familienehre bewahren, um nicht das Gesicht zu verlieren. Da sind die Japaner ja eigen, nech.
So kann Naritsugu sein übles Treiben unbehelligt fortsetzen, bis er eines Tages die Schraube überdreht. Fürst Toshitsura (Mikijiro Hira), Inspekteur des Shogun, will den Lümmel presto beseitigen lassen, bevor dieser selbst die Shogun-Position bekleiden kann. Es gibt zwei Probleme: Die Aktion muss rasch und inkognito erfolgen und ist zudem ein Selbstmordkommando, denn Naritsugu befiehlt über mehr als 200 Samurai. So betraut Toshitsura den knüppelharten Samurai Shinzaemon (Kōji Yakusho) mit dem Job. Der sammelt ein Trüppchen ebenso harter Hunde um sich und macht sich an die Arbeit, damit die aktuelle Dienstreise Naritsugus auch seine letzte wird.
In einem Dorf auf der Reiseroute des Fürsten, das die am Ende 13 Kämpfer um Shimada Shinzaemon in Windeseile mit Fallen und Waffendepots aufrüsten, kommt es zum ungleichen Treffen.

Die Kritik des Gunslingers:

Der splatteraffine Takashi Miike nahm sich hier einen alten Samurai-Streifen von 1963 vor und belegte diesen dick mit Fleischsalat. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite wirft der Film nicht nur kräftig die Blutpumpe an, sondern konzentriert sich auch auf seine Geschichte, in erster Linie eine Reflexion über das Dasein als Samurai.
Wir treffen hier sozusagen auf zwei Schulen: Rechts steht Hanbei (Masachika Ichimura), Chef von Naritsugus Privatarmee. Hanbei sieht die Aufgabe eines Samurai darin, seinem Herrn zu dienen, und zwar ohne Wenn und Aber. So missbilligt er dessen perverse Exzesse, doch obwohl er offensichtlich hin und her gerissen ist, steht er bis zum Ende treu zu seinem Fürsten, ohne diesen ernsthaft in Frage zu stellen. Auf der anderen Seite steht Hanbeis alter Dojo-Kumpel Shinzaemon. Er fasst allerdings für sich besagten Ehrenkodex weiter: Dienen, ja, aber halt nicht nur einem Fürsten, sondern den Menschen. Ein Samurai darf das Ganze nicht aus dem Auge verlieren. Am Ende erweist sich keine dieser Schulen als zukunftsweisend, sondern Miike kommt in Gestalt von Shinzaemons Neffen Shinrokuro Takayuki Yamada) zu dem Schluss: Der Weg des Kriegers mit seinen strikten Regeln und der persönlichen Selbstbeschränkung bis zur Selbstaufgabe hat sich überholt. Der Film spielt Mitte des 19. Jahrhunderts, einer Zeit also, in der die Hochzeit der Samurai bereits vorbei war.
Filmisch bleibt Miike in seinem mit großem Budget und damit entsprechend aufwändig realisiertem Film nix schuldig. Die Kampfszenen sind auch dank des häufigen Einsatzes von subjektiver und Handkamera rasant und intensiv, wenngleich das blutige Finale zu lang geraten ist, und die brennenden CGI-Rinder eher was fürs Trash-O-Meter sind ;-).

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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