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36 Kammern der Shaolin, Die

Info

OT: 
Shao Lin San Shi Liu Fang

AT:
The 36th. Chamber of Shaolin

Jahr:
HK 1978
R: Liu Chia-Liang
B: Ni Kuang (= I Kuang)
K: Arthur Wong Ngok-Tai
M: Chen Yung-Yu
D: Gordon Liu Chia-Hui (= Lau Kar-Fei), Lo Lieh, Lee Hoi-Sang, Wilson Tong Wai-Shing

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Im 17. Jahrhundert ist’s nicht leicht Han-Chinese zu sein, denn nach Vertreibung der Ming-Kaiser haben die Mandschu das Sagen. Und die sind nicht zimperlich darin, ihre Ansprüche durchzusetzen. Das muss auch der junge Liu Yo-Te (Gordon Liu) erfahren, Student an der Uni von Kanton. Unter Einfluss seines Lehrers Ho (Wai Wang) schließt er sich dem noch konspirativen Widerstand an und schmuggelt Depeschen von A nach B.
Das fliegt auf, und nur mit Mühe und schwer verwundet entkommt er der folgenden Mandschu-Vergeltungsaktion, der auch seine Eltern zum Opfer fallen. Liu schlägt sich in das Shaolin-Kloster durch. Dessen Mönche sind zwar politisch neutral und Fremden gegenüber generell kritisch eingestellt, doch der Abt findet Gefallen an dem zähen Fremdling. So kommt Liu, der sich ab sofort San Te nennt, als Novize im Kloster unter.
Nach einem Jahr Putz- und Flickdiensten hinter Klostermauern darf San Te mit dem Kung-Fu-Studium beginnen und erweist sich als so gelehriger wie ehrgeiziger Schüler. Bereits nach rekordverdächtigen fünf Jahren hat er die 35 Kammern, also Stufen der Kung-Fu-Ausbildung, mit Bravour durchlaufen. Doch mit seiner Bitte, eine 36. Kammer einzurichten, eine Kung-Fu-Klasse für weltliche Schüler, fährt er fulminant gegen die Wand: Wegen Verstoßes gegen die Klosterregeln muss er als Bettelmönch losziehen. Hier holt ihn rasch der raue politische Alltag wieder ein. San Te sammelt eine Gefolgschaft geeigneter „Patrioten“ um sich, um es dem fiesen Mandschu-General Tien Ta (Lo Lieh) heimzuzahlen.

Zitate

Schüler: „Ich habe gehört, Hinrichtungen sollen etwas Interessantes sein.“ – Ho: „Kommt ganz darauf an, wer hingerichtet wird.“

„Was im Geiste vorbereitet ist, kann in der Ausführung nicht schiefgehen.“ (alte Shaolin-Weisheit (wink))

Die Kritik des Gunslingers:

Zwar stand Martial-Arts-Superstar Gordon Liu 1978 schon einige Jahre unter Vertrag beim Shaw-Studio, doch erst dieser Streifen, den einmal mehr sein Adoptivbruder Liu Chia-Lang inszenierte, brachte den ganz großen Durchbruch. Von nun an bedeutete das Auftauchen von Lius rasierter Pläte auf höchstem Niveau Schmerz und Pein für seine Gegner. Zwar verkörperten auch andere Darsteller den legendären Mönch San Te, doch Gordon Lius Interpretation hat den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen.
Der Streifen gilt heute als Meilenstein des Martial-Arts-Kino. Wie bei den Shaws Standard, wird auch hier viel Wert auf die Kampf-Choreographien gelegt. Was diesen Film allerdings hervorstechen lässt, ist, dass er seinen Schwerpunkt nicht auf die eigentliche Rachegeschichte legt, sondern vor allem auf das Kung-Fu-Training fokussiert ist. Der Mittelteil beschäftigt sich ausgiebig mit der Philosophie des Kung Fu und bringt uns auch die traditionellen 35 Kammern nahe: angefangen von reinen Balance-, Geschwindigkeits- und Kraftübungen, bis zur hohen Kunst des Waffenkampfes.
Dabei kommt die Action nicht zu kurz. So sind beispielsweise die Schaukämpfe zwischen San Te und dem „Meister der Gerechtigkeit“ (Lee Hoi-Sang), den San Te besiegen muss, will er in der Klosterhierarchie weiter aufsteigen, große Klasse. Neben San Tes Spezialwaffe, dem Dreistab, kommt auch anderes traditionelles Kung-Fu-Gerät zum Einsatz wie Hellebarde, Schwert, Schmetterlingsmesser oder Langstock. Die Kamera ist immer nah dran und mitten im Gefecht; die Farbgebung einmal mehr erlesen.
Neben dem dominierenden Gordon Liu treten alle weiteren Darsteller in den Hintergrund wie etwa die alten Shaw-Kämpen Wang Yu und Lo Lieh.

Rating: $$$$$

Splatter:

4/10

 

 

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