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Aktion Mutante

Info

OT: 
Acción Mutante

Jahr: SP 1993
R, B:
Alex de la Iglesia
B:
Jorge Guerricaechevarria
K:
Carles Gusi
M:
Def Con Dos
D:
Antonio Resines, Alex Angulo, Frederique Feder, Juan Viadas

Quelle: DVD (Alamode/Alive) Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

In einem fiktiven, totalitären Staat herrschen in naher Zukunft nicht nur Polizeiknüppel, sondern vor allem ein übersteigertes Körper- und Schönheitsideal. Diesem hat die „Aktion Mutante“ den Krieg angesagt: eine terroristische Zelle, in der sich Behinderte aller Art zusammengefunden haben, um Fitnessstudios, Kosmetiksalons, Modenschauen, aber auch Samenbanken sowie Personen mit besonders „gutem“ Körperbau mit Waffengewalt zu Leibe zu rücken. Das umfangreiche Arsenal wird finanziert mit Lösegeldern aus Entführungen, die aber leider aus Dusseligkeit zumeist schiefgehen und mit dem Tod des Opfers enden.
Als endlich nach fünf Jahren Mutante-Chef Ramon (Antonio Resines) aus dem Knast entlassen wird, scheint die Truppe wieder auf die Erfolgsspur einzubiegen. Nun soll ein richtig dickes Ding steigen: die Entführung der Millionärserbin Patricia (Frederique Feder). Die „Aktion“ mischt so erfolgreich wie blutig die Verlobungsfeier der Gutsten auf und entführt das schöne Kind, mit dem sich die überlebenden Terroristen in einem eher scheddrigen Raumschiff zwecks Lösegeldübergabe auf den Planeten Asturias abseilen wollen.
Doch nun tauchen Hindernisse auf: Ramón will erstens das Geschäft alleine machen und beginnt, sich seiner Mannen zu entledigen. Asturias, auf dem die weiter dezimierte Truppe bruchlandet, ist zweitens ausschließlich bewohnt von perversen Rednex und noch schlimmeren Minenarbeitern. Drittens ist inzwischen Patricias schäumender Vater (Fernando Guillén) in Nazi-Uniform hinter der „Aktion Mutante“ her. Und schließlich mischt auch noch das TV-Team von Star-Klatschreporter J. Blanch (Jaime Blanch) mit.

Zitate

Manitas (Karra Elejalde): „Es muss hart gewesen sein, so lange zu sitzen, nicht wahr, Boss?“- Ramón: „Besser als zuhause: Die haben da drinnen Kabelfernsehen.“

Ramón: „Habt ihr meinen Smoking aus der Reinigung geholt?“ – Alex (Alex Angulo): „Ja, Boss. Alle Blutflecken sind raus. Sieht aus wie neu.“

Patricia: „Weißt du, dass ich dich richtig süß finde?“ – Ramón: „Oh, nein! Nicht schon wieder dieses Stockholm-Syndrom. Warum immer ich?“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seinem ersten Spielfilm legte Regisseur Alex de la Iglesia eine schrille Satire vor, die etliche Bereiche zwischen Gentechnik, Diskriminierung, Konsumzwängen und Reality-TV durch den Fleischwolf dreht. Dabei ist der Streifen, entgegen der durch die Thematik geweckten Erwartungen nicht trashig geraten, sondern professionell und vor allem atmosphärisch überzeugend gemacht. Da braucht man sich gar nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn man behauptet, dass Iglesia bestimmt Filme wie „Bladerunner“ oder „Brasil“ als Vorbilder herangezogen hat. Denn zumindest den ersten Teil des Streifens kennzeichnet eine sehr düstere, tropfige Atmo sowie eine bizarre Mischung aus sagen wir „futuristisch“ und altmodisch-gammelig, wenn ihr versteht, was ich meine ;-).
Das Personal der „Acción Mutante“ ist passend zusammengesetzt: von „M.A.“ (Alfonso Martinez), dem Riesen mit dem niedrigsten IQ der Welt, über Cesar Ravenstein (Saturnio Garcia), den nicht nur appe Beine und ein fliegender Rollstuhl kennzeichnen, sondern auch ein fünf Kilo schweres, hochexplosives Brustimplantat, bis hin zu den siamesischen Zwillingen Alex (Alex Angulo) und Juanito (Juan Viadas).
Und auch auf der Scherz- und Gimmickebene liefert der Streifen schräge Ware, die auch in einem Monty-Python-Film zumindest nicht fehl am Platz gewesen wäre. Ebenfalls überzeugend sind die Darsteller und die SFX-Kiste, die überzeugende Masken und ein paar schön gemachte Mettgutseleien

Rating: $$$$

Splatter:

Lorem Ipsum: 5/10

 

 

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