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Argoman - Der phantastische Supermann

Info

OT: 
Come rubare la Corona d'Inghilterra

AT:
Argoman – The fantastic Superman

Jahr:
I 1967
R: Sergio Grieco („Terence Hathaway“)
B: Dino Verde, Vincenzo Flamini
K: Tino Santoni
M: Piero Umiliani
D: Roger Browne, Dominique Broschero, Nadia Marlowa, Eduardo Fajardo

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Als in London die für Krönungen benötigte Saint Edwards-Krone Beine kriegt, ist die Aufregung groß, und Chief Inspector Lawrence (Nino Dal Fabbro) mit seinem Latein am Ende. Doch schon am nächsten Tag liegt der Eimer wieder auf des Inspektors Schreibtisch, zusammen allerdings mit einem Erpresserbrief. Die bisher noch nicht in Erscheinung getretene „Jenabell, Herrscherin der Welt“, fordert – und zwar prestissimo – den „Maradow A4“, einen riesigen Diamanten, der streng geheim derzeit in Paris lagert.
Der Klunker könnte nicht nur das weltweite Geschäft mit Edelsteinen ruinieren, sondern aufgrund seiner enormen Lichtbrechungseigenschaften als Superwaffe herhalten. Lawrence muss zähneknirschend den ungeliebten Sir Reginald Hoover (Roger Browne) um Hilfe bitten, einen stinkreichen Schnösel, der hervorragend im Kriminellen-Establishment vernetzt ist. Hoover ist dazu inkognito und nebenberuflich sozusagen auch der „Argoman“: ein nicht zu fassender Kunstdieb mit Superkräften. In seinem quietschgelben Strampler narrt er ein ums andere Mal die Polente. Kleines Problem: Argoman verliert nach dem Knattern für sechs Stunden seine Fähigkeiten außerhalb der Unterhose. Und Sir Reginald ist leider das, was man einen Womanizer nennt.
Ausgerechnet nach seinem letzten Schäferstündchen mit der schönen Regina (Dominque Broschero), niemand anderer – ihr werdet’s ahnen – als Jenabell, muss der erschlaffte Argoman die Welt retten. Ihm zu Seite stehen sein treuer Diener Chandra (Eduardo Fajardo), der mit der Windel um den Kopf, sowie Hoovers exhibitionistisch veranlagte Hin-und-Wieder-Knatterbeziehung, die stets willige Samantha (Nadia Marlowa).

Zitate

Sir Reginald: „Manchmal wünsche ich, ich hätte diese übernatürlichen Kräfte nicht. Dann wäre alles viel abenteuerlicher.“

Jenabell: „Kein sehr angenehmer Tod, von einem Roboter zerhackt zu werden.“ – Argoman: „Du bist eine Bestie!“

Die Kritik des Gunslingers:

Sergio Grieco gehörte zwar nie zur allerersten Garde der italienischen Genrefilmer, steht aber immer für solide bis gehobene Unterhaltung. Sein Werk umfasst Peplums genauso wie zahlreiche Eurospys („Operation Poker“) und Actioner („Der Tollwütige“). Auch mit dem „Argoman“, einer trashig-bunten Mixtur aus Superhelden-Schrott und Eurospy-Spaß, liefert Grieco amtlich ab.
Vom Einstieg an ist klar, wo die Reise hin geht: Inspektor Lawrence – ganz der borniert-ignorante Engländer aus der Klischeetruhe – steht vor einer profan zertrümmerten Vitrine und schwadroniert was von einem „Superverbrecher“. Übersetzt heißt dies: Anschnallen und das Pilsbier an den Start bringen. Grieco verbrät in seinem Streifen alles, was 1967 gerade so en vogue war: Da fehlen weder die „Batman“-Reminiszenzen noch die obligatorischen James-Bond-Verweise. Alles nochmal durch den Italo-Wolf gedreht und mit einem fluffigen Easy-Listening-Score garniert, in dem Orgel, Gitarre und Gebläse den Ton angeben.
Naturalmente verfügt Argoman über zahlreiche Gimmicks aus dem handelsüblichen Superheldenrepertoire. Da fehlen weder Röntgenblick, noch Supergehör inklusive Sonar, radioaktive Kippen im Zusammenspiel mit einem Miniaturgeigerzähler, noch ausgeprägte telekinetische Fähigkeiten. Ist natürlich doof, dass man dazu meistens einen dämlichen gelben Einteiler inklusive Umhang tragen muss. Aber wurscht, es gibt halt nix umsonst. Auch die Schurkenfraktion kommt direkt vom Reißbrett: angefangen von den weirden Lederuniformen bis zur standesgemäßen Dämlichkeit.
Die Actionsequenzen sind zugegebenerweis' recht mau: wenig Tempo und oft nur dadurch motiviert, dass unser Superheld offensichtlich vergisst, seine Kräfte einzusetzen. Dafür führt die schöne Genre-Prinzessin Dominique Broschero („Der letzte Zug nach Durango“, „Rasthaus der grausamen Puppen“, „The Child“) eine Menge zeitgemäßer Garderobe vor. Hauptdarsteller Roger Browne („Operation Poker“, „Auch Killer müssen sterben“) ist einer von vielen Amerikanern, die es Anfang der 1960er nach Italien zog. Hier schlug er sich in Peplums, Agentenstreifen und Thrillern zumeist sogar recht wacker, sehr häufig als charmanter, schlagkräftiger Womanizer.

Rating: $$$+ (Trash: $$$$)

Splatter:

0/10

 

 

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