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Bad Taste

Info

OT:
Bad Taste

Jahr: NZ 1987
R, B, K: Peter Jackson
M: Michelle Scullion
D: Mike Minett, Terry Potter, Peter O’Herne, Craig Smith

Quelle: DVD (Carol Media)

 

Inhalt

Als sich Berichte um eine außerirdische Landung in einem neuseeländischen Küstenkaff häufen, setzt das Innenministerium eine *hust* wissenschaftliche Spezialeinheit (Mike Minett, Terry Potter, Peter O’Herne, Peter Jackson) in Marsch, um aufklärend tätig zu werden. Den Ort selbst finden die Spezialisten menschenleer vor: zumindest die 75 Einwohner sind verschwunden. Dafür treiben sich hier einige seltsame Typen in Latzhosen rum: motorisch und geistig auf dem Stand von Vierjährigen, typische Hillbillies halt.
Da es sich bei den Beil und Hammer schwingenden Rednecks um Aliens in Menschengestalt handelt, kommt es bald zu überaus gewalttätigen Raufhändeln mit den „Spezialisten“, denen Mord und Folter sowieso eher liegen, als das eher nüchterne Beschaffen von Fakten. Nun fällt den tumben Außerirdischen durch Zufall ein christlicher Spendensammler (Craig Smith) in die Hände, dessen Karre bei seinem Fluchtversuch verreckt.
Den guten Giles, so heißt der Bedauernswerte, legen seine Entführer in einen selbstgemachten Gewürzsud ein, um ihn anderntags dem Verzehr zuzuführen. Höchste Zeit für unser A-Team, wieder auf den Plan zu treten und einen Befreiungsversuch zu starten. Und im Hauptquartier unserer extraterrestrischen Feinschmeckerbrigade findet man nicht nur Giles vor, sondern auch die gesamte Dorfbevölkerung, leider entbeint und bereits in suppende Pappkartons verpackt. Denn die Außerirdischen sind nur zu einem Zweck auf der Erde: Kostproben zu sammeln, um die Tauglichkeit der Menschheit als interstellares Fastfood zu prüfen.
Jetzt gibt es für unser brutales Fähnlein Fieselschweif keinen Grund mehr, Zurückhaltung zu üben …

Zitate

Derek (Peter Jackson): „Nimm wenigstens eine Blutprobe.“ – Barry (Peter O’Herne): „Nicht nötig, da brauch’ ich nur meine Hose auszuwringen.“

Derek: „Friss Blei, du Lusche!“

Alien-Boss (Doug Wren): „Ist es nicht erstaunlich, wie man eine ganze Stadt voller Menschen in einigen Pappkartons unterbringen kann, wenn man das Fett abschneidet?“

Die Kritik des Gunslingers:

Peter Jackson drehte seinen ersten abendfüllenden Streifen mit ein paar Kumpels und Arbeitskollegen zusammen über einen Zeitraum von vier Jahren. Das Team betätigte sich dabei nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Zimmerleute, Modellbauer oder Boom-Operatoren. Der Meister selbst zeichnet für die handgemachten Spezialeffekte und die Latexmasken-Produktion mit Hilfe des Backofens seiner Eltern verantwortlich. Zudem übernahm er auch Regie, Kameraführung und arbeitete mit professioneller Unterstützung (Jamie Selkirk) am Schnitt mit. Hierbei kamen ihm die Erfahrungen aus dutzenden vorher abgekurbelten, aber fast nie vollendeten Kurzfilmen zugute.
Als ich den Film Ende der 80er bei einem Independent-Splatterfestival sehen durfte, flimmerte eine schreiend komische und gut gemachte, schrille Mettgut-Orgie im O-Ton über die Leinwand. Bald darauf landete der Streifen, wie später auch Jackson’s großartiger „Braindead“ auf dem Index. Als ich dann vor kurzem die Carol-Fassung (immerhin FSK 18) sichtete, war der Film per Kahlschlag „gesäubert“: Sämtliche Splattereien sind entschärft oder gleich ganz entfallen. Rund sieben Minuten fehlen gegenüber dem Original, darunter Dereks verzweifelte Versuche, seine nach einem Klippensturz zerborstene Hirnschale mittels Hut und Gürtel zu fixieren, damit sein Hirn nicht bröckchenweise aus der Birne bröselt.
Na ja, es bleibt aber auch noch so allerhand über, was selbst die bundesdeutschen Zensoren nicht zerstören konnten. Jackson zieht in seinem Film Vorbilder wie 70er- und 80er-Jahre Splatter- und Söldnerfilme durch den Kakao, aber auch alte SF-Werke dienten offensichtlich der Inspiration. Da fehlen weder Anspielungen auf Streifen wie „Blutgericht in Texas“ noch auf TV-Serien wie die „Waltons“ * lach* oder „Die Profis“. Und die im Film verbliebenen Spezialeffekte und Masken sowie das auf der DVD enthaltene Bonus-Feature legen auch heute noch Zeugnis darüber ab, mit wie viel Liebe und Engagement dieses Buddy-Projekt realisiert wurde. Das ist Jacksons Filmen bis heute anzumerken, die inzwischen mit Blockbuster-Budgets finanziert werden, aber leider auch die Indizierung nicht mehr fürchten müssen (wink).

Eine deutlich ungeschnittenere Fassung findet sich sogar auf Youtube (wink).

Rating: ungeschnittene $$$$$- (DVD-Fassung: $$$$-)

Splatter:

ungeschnittene 8/10 (DVD-Fassung: 3/10)

 

 

 

 

 

 

 

 

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