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Barbarella

Info

OT: 
Barbarella

Jahr: F/I 1968
R, B: Roger Vadim
B: Terry Southern, Claude Brule, Vittorio Bonicelli, Clement Biddle Wood, Brian Degas, Tudor Gates, Jean Claude Forest
K: Claude Renoir
M: Bob Crewe, Charles Fox
D: Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Milo O’Shea

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Irgendwann in ferner Zukunft ist das gesamte Universum befriedet, Waffen und Armeen sind überflüssig geworden. Das gesamte Universum? Nein, in einigen wilden Planetensystemen feiern Mord, Orgien und Diktatur fröhliche Urständ‘. Auf einem dieser Planeten ist der irdische Wissenschaftler Roger Duran Duran verschollen, der Erfinder einer potenziellen Superwaffe.
Spezialagentin Barbarella (Jane Fonda) soll den Eierkopp wieder ranschaffen, ehe die Wilden Blödsinn machen. Also macht sie sich mit ihrem plüschigen Lounge-Spaceship auf den Weg, und das Abenteuer beginnt. Im Verlauf entdeckt Barbarella die Wonnen körperlicher und vor allem freier Liebe, macht Bekanntschaft mit einer Genussorgel, einem blinden Engel (John Phillip Law) und einer scharfen Königin (Anita Pallenberg): Auch ihre Mission gelingt, wenn auch anders als gedacht.

Zitate

Barbarella: „Dieser Schwanz macht mich wahnsinnig.“

Concièrge (Milo O’Shea): „Was bist du nur für ein Mädchen? Hast du denn gar kein Schamgefühl?“

Concièrge: „Dein Ende wird ganz plötzlich kommen und voll Wonne sein.“

Die Kritik des Gunslingers:

Hier kann die Devise nur heißen: Major Tom, machen Sie sich schon mal frei und begeben sich bitte direkt hinein in die dickflüssige sexy, groovy Psychedelic-Popart-Ursuppe. Roger Vadim, der alte Schwerenöter, drehte mit „Barbarella“ eines der herausragenden Werke des psychotronischen Films. Gleichzeitig verschaffte er seiner damaligen Gattin Jane Fonda den Durchbruch als Schauspielerin und den Ruf eines 6Ts-Sexsymbols. Besonders auf letzteres hätte das Ehegespons sicher mehr als einmal liebend gerne verzichtet. Vielleicht hat sie sich später auch deshalb der eher schmallippigen Körnerfresser-Drillkultur zugewandt (wink). Aber dieser Catsuit … Miaouuuu! Nicht umsonst verschaffte der Film auch Modeschöpfer Paco Rabanne die Startrampe für seinen späteren internationalen Erfolg.
Der Streifen entstand auf Grundlage einer Comicreihe und macht sehr schnell klar: Besser als auf die Handlung sollte man sich darauf konzentrieren, die richtigen Erfrischungen an den Start zu kriegen. Damit, also mit Erfrischungen, war das gesamte Team offensichtlich wohl versorgt. Die Sets sind schlichtweg großartig: Über die Monitore wabern psychedelische Farbnebel, in einer riesigen Wasserpfeife treibt ein nackter Adonis, während leichtgeschürzte Frauen die „Essence de l’homme“ inhalieren, ein gelber Plattfisch zieht einen Kinderschlitten durch Plastik-Eis-Kulissen, Schläuche aus Zellophan wiegen sich im Takt der Windmaschine, und unter allem blubbert der Magmos.
Musikalisch untermalt wird das Ganze von einem orgellastigen Instroscore, gepimpt mit Fuzzgitarre und Gebläse. Dazu gibt es ein paar Vocaltracks. Zu „Barbarella – Psychedella“ läuft der inzwischen legendäre Vorspann ab: Jane Fonda schält sich schwerelos aus ihrem Raumanzug und lässt die Glocken klingen. Der Musik stammt von Bob Crewe und Charles Fox. Ersterer war bereits seit den 1950ern ein erfahrener Hitproduzent: So stammen beispielsweise „The Sun ain’t gonna shine anymore“ von den Walker Brothers oder „Tallahssee Lassie“ von Freddie Cannon auch aus Crewes Feder. Fox kam eher aus der Richtung Jazz/Elektronik. Später verlegte er sich auf das Schreiben von Filmscores, wobei „Barbarella“ den Anfang machte. Sein größter Hit war „Killing me softly“, den Roberta Flack zum Erfolg machte.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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