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Blade of the Immortal - Rache stirbt nie

Info

OT:
Mugen no jûnin

AT:
Blade of the Immortal

Jahr:
J/GB 2017
R: Takashi Miike
B: Tetsaya Oishi
K: Nobuyasu Kita
M: Kōji Endō
D: Takuya Kimura, Hana Sugisaki, Sôta Fukushi, Hayato Ishihara

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Nachdem Samurai Manji (Takuya Kimura) seinen hinterfotzigen Chef nebst Schergen eingedampft hat, steht er auf der Abschussliste. Eine Truppe Kopfgeldjäger ledert seine Schwester Machi ab, was Manji zutiefst betrübt: Er tütet darauf die gesamte Hundertschaft im Alleingang ein und bleibt schwerstverletzt auf der Wallstatt zurück.
Doch Ableben ist für ihn noch nicht vorgesehen: Eine Zauberin (Yôko Yamamoto) pflanzt dem Sterbenden geweihte Blutwürmer ein, die fürderhin dafür sorgen, dass er unsterblich ist und alle Wunden verheilen. 50 Jahre später sucht ihn das Mädchen Rin (Hana Sugisaki) auf. Sie sucht Rache für ihre Eltern: Ihren Vater, Inhaber einer Schwertkampfschule, hatte der junge, aber begnadete Schwertkämpfer Anotsu (Sôta Fukushi) über die Klinge springen lassen. Anschließend zerstörte er das Dojo und ließ ihre Mutter entführen.
Manji hat nicht die geringste Lust, Rachewerkzeug für das Mädchen zu sein. Er lässt Rin erstmal abblitzen, fühlt sich dann aber doch für ihren Schutz zuständig, da sie ihn zu sehr an Machi erinnert. Mit der Zeit freunden sich die beiden tatsächlich an, und machen sich auf die Suche nach Anotsu und seiner Gruppe. Der macht sich erstmal rar. Allerdings kann sich Manji immer wieder mit Anotsus Schwertkämpfern messen, die dem Unsterblichen an die Wäsche wollen, nachdem sie dessen Tätigkeit für Rin spitzgekriegt haben.
Doch für Anotsu dreht sich allmählich der Wind: Da er dem Provinz-Shogun zu mächtig geworden ist, lässt der ihn und seine Mannen kurzerhand für vogelfrei erklären. Damit stehen Manji und Rin sowie Anotsu nicht immer zwangsläufig auf verschiedenen Seiten.

Zitate

Manji: „Schätze dich glücklich. Du kannst sterben.“ (Diese Meinung wird nicht Jeder teilen (Zwinkern))

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seinem 100. Streifen wendet sich Takashi Miike wieder dem japanischen Historienfilm zu, indem er eine entsprechende Manga-Vorlage verfilmt. Er schenkt damit einen ganzen Schlauch vollmundigen Sakes aus – in Spitzenqualität. Schon von den ersten Einstellungen an, zeigt Miike, was Sache ist. In Schwarzweiß schildert er noch vor den Startcredits die blutigen Geschehnisse, die letztlich zu Manjis Unsterblichkeit führten: eine Metzelei deluxe, die der japanischen Schwertschleifergilde zur Ehre gereicht (Zwinkern).
Während der folgenden knapp 130 Minuten sehen wir einen intensiven Schwertkampfactioner, der in Massentableaus oder auch in Zwei- und Dreimann-Kämpfen kontinuierlich für reichlich Gliedmaßenpuzzles sorgt. Die Gefechte sind dabei klasse choreographiert und von Miikes Stammkameramann der jüngeren Zeit, Nobuyasu Kita, rasant fotografiert.
Das nahezu ununterbrochene, nicht nur die Protagonisten ermüdende Kampfgegeschehen und die Länge des Streifens setzt Miike geschickt als Stilmittel ein. Denn das repetitive und letztlich unproduktive Töten spiegelt die Sinnlosigkeit einer endlosen, generationenübergreifenden Kette von Racheakten. Es gibt kein Gut und Böse, es gibt nur eine Aneinanderreihung von Gewalt und Gegengewalt. Dabei ist es allein erheblich, ob die Kombattanten die Regeln des ehrbaren Kampfes einhalten oder nicht. Selbst Anotsu ist kein Bösewicht im eigentlichen Sinn: Er ist an Rins Familie durch einen Racheakt gebunden, der auf ihre Groß- respektive Urgroßväter zurückgeht. Am Ende sind die Beteiligten müde: des Lebens und des Tötens.
Wie in „13 Assassins“ stellt sich Miike auch hier kritisch dem Ehrenkodex der Samurai gegenüber: seinem Herrn bedingungslos und ohne Fragen zu dienen. Wer sich abweichend verhält, beschwört in der rigiden Gesellschaftsordnung seinen Untergang herauf. Nachdem Manji für seinen Vorgesetzten einen Beamten umgenietet hat, erfährt er, dass der Beamte nicht wie behauptet ein Ausbeuter gewesen ist, sondern vielmehr gegen seinen Chef wegen Korruption ermittelte. Daraufhin bricht Manji den Kodex und legt seinen Chef nebst Bewachern um, was die weiteren Geschehnisse heraufbeschwört.

Rating: $$$$$

Splatter:

7/10

 

 

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