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Info

OT: 
Golden Needles

AT:
Das Geheimnis der sieben goldenen Nadeln
Sieben goldene Nadeln

Jahr:
USA 1974
R: Robert Clouse
B: S. Lee Pogostin, Sylvia Schneble
K: Gilbert Hubbs
M: Lalo Schifrin
D: Joe Don Baker, Elizabeth Ashley, Roy Chiao, Burgess Meredith

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Uralt ist sie und supermächtig: eine kleine chinesische Statue mit sieben goldenen Akupunkturnadeln. Richtig angewendet, verleihen sie Potenz, Jugend und den üblichen sonstigen Schmonzes. Ein Fehler aber führt zu umgehendem Ableben. Kein Wunder also, dass das Figürchen heißbegehrt ist.
Im Auftrag des reichen und spleenigen Amis Mr. Winters (Burgess Meredith) engagiert die schöne Felicity Chatward (Elizabeth Ashley) den Hongkonger Gangsterboss Lin Toa (Roy Chiao), um das Figürchen zu organisieren. Mit Hilfe des massiven Einsatzes von Flammenwerfern ist’s für die abgebrühten Kriminellen ein Leichtes. Doch wollen sie ihre Beute nicht mehr rausrücken, es sei denn, Felicity bessert am Salär deutlich nach, was diese ablehnt. Wie aber sag ich’s meinem Boss, der in Los Angeles schon sehnsüchtig auf die erhoffte Nadelkur wartet und seeeehr unangenehm werden kann.
Also überzeugt Felicity für 30 Riesen plus *hust* Naturalien den Rumtreiber Dan Mason (Joe Don Baker), aufgrund seiner körperlichen Vorzüge und Durchschlagskraft nur „Bulle“ geheißen. Mason kann die Statue tatsächlich zurückklauen, was aber zu einer Reihe gewalttätiger Nachbeben führt. Zumal sich jetzt auch noch die örtliche Polizei in Gestalt der überaus schlagkräftigen Sun Lin (Frances Fong) einmischt, die auf einmal Wert auf das unschätzbar wertvolle Figürchen als Kulturgut legt.
Man prügelt sich also nach Los Angeles und wieder zurück, denn die Statue ist auf einmal wie vom Erdboden verschluckt. Noch dazu ist ein fatales Imitat im Umlauf.

Zitate

Mason: „Ich wünsch mir ‘ne christliche Beerdigung.“

Die Kritik des Gunslingers:

Die frühen 1970er sahen einen Boom des Martial-Arts-Kinos aus Hongkong. Spätestens mit Bruce Lee schwappte der Erfolg auch Richtung Staaten und Europa. Was bot sich daher mehr an, als auch eigenen Stoff zu produzieren, um den Rahm abzuschöpfen? Es entstanden eine Reihe von Streifen, die Martial Arts (MA) als exotische Zutat in Thrillern oder auch Blaxploitationfilmen verwursteten.
Robert Clouse, war einer der ersten Regisseure, die sich dem Thema ausführlich widmeten. So hatte er beispielsweise mit dem letzten Bruce-Lee-Film „Der Mann mit der Todeskralle“ den ersten außerhalb Hongkongs produzierten MA-Streifen inszeniert. Ein Teil der Beteiligten tauchte ein Jahr später bei den „Sieben Nadeln“ wieder auf: Jim Kelly beispielsweise und natürlich Komponist Lalo Schifrin.
Hier funktioniert die Mixtur eigentlich ganz gut. Der Film beginnt als recht atemloses Stück Actionkino, in dem es kaum Pausen gibt. Befeuert wird das Ganze durch das Schifrin-Gebläse, das ordentlich Schub entfaltet. Hier haben wir im Prinzip alles, was das Herz begehrt. Deftige Raufeinlagen, die ihren ersten Höhepunkt erreichen, als die Gangster Lin Toas eine Art Wellness-Studio mit ihren Flammenwerfern abfackeln – inklusive Patienten und Angestellten. Die Befragung der dekadent-elegischen Barbesitzerin Finzie (Ann Sothern) nach dem Aufenthaltsort ihres Spezls Mason geschieht mittels Zange. Nebenher gibt’s in den zahlreichen Kloppereien kräftig auf die Omme. Dazu haben wir etliche Zeitlupen, bei denen die Kontrahenten bevorzugt durch geschlossene Glasscheiben den Abgang machen. Gute Besetzung mit Joe Don Baker in der Titelrolle, der uns bereits im ein Jahr zuvor entstandenen „Der große Coup“ ausnehmend gut gefallen hat. Burgess Meredith gibt hier einen immer zu Scherzen aufgelegten „Joker“ für Arme mit immer wechselnden, imposanten Fliegen um den Hals.
Problematisch ist das Buch, das zu viele an der Statue interessierte Parteien nicht richtig unter einen Hut bringt. So wird’s irgendwann unübersichtlich, unmotiviert und ein wenig zäh. Personen tauchen auf und verschwinden wie zum Beispiel Jim Kelly, der nur kurz seinen imposanten Afro in die Kamera halten darf. Doch Afficionados wie wir werden ihren Spaß daran haben.

Rating: $$$+ (Trash: $$$$)

Splatter:

3/10