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Cheap Thrills

Info

OT: 
Cheap Thrills

Jahr: USA 2013
R: E.L. Katz
B: Trent Haaga, David Chirchirillo
K: Sebastian Winterø Hansen, Andrew Wheeler
M: Mats Heldtberg
D: Pat Healy, Ethan Embry, David Roechner, Sara Paxton

Quelle: DVD (Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Einst war Craig Daniels (Pat Healy) Highschool-Streber, College-Absolvent und Möchtegern-Autor. Nun arbeitet er in einer Auto-Klitsche und bringt sich und die Seinen, Gattin Audrey (Amanda Fuller) nebst Baby, weder schlecht noch recht, sondern eher gar nicht über die Runden. Es droht nicht nur die Zwangsräumung der Butze, wenn nicht innerhalb von einer Woche viereinhalb Riesen Mietaußenstände beglichen sind. Zu allem Überfluss verliert Craig auch noch seinen Job.
Zu viel für einen Tag. Also zieht sich der Geschasste zum Selbstbemitleiden in die Kneipe zurück. Hier läuft ihm Vince (Ethan Embry) über den Weg, Highschool-Kumpel aus alten Tagen und seit fünf Jahren verschollen. Auch für Vince sieht's nicht allzu rosig aus. Immerhin bringt ihm aber sein Job als Repoman so viel Pennunzen ein, dass er sein eher einfach gestricktes Leben finanzieren kann: One-Night-Stands und Tequila.
Doch dann scheint den Beiden das Glück zu lachen. In der Pinte nämlich hängen auch Colin (David Roechner) und Violet (Sara Paxton) ab, ein so unermesslich reiches wie versnobt-schräges Pärchen. Die Beiden feiern Violets Geburtstag und suchen offensichtlich Gesellschaft. Craig und Vince sagen zu ein paar Freigetränken nicht nein und lassen sich schnell zu ein paar kleinen Mutproben verleiten, die Colin nach Bestehen mit ordentlich Moos honoriert. Die beiden Kumpels hängen am Haken und sind bereit, für den Rest der Nacht die Amüsieräffchen zu geben, auch als die Proben immer extremer werden. Immerhin sind insgesamt 250.000 Dollar zu gewinnen.

Zitate

Colin: „Ihr müsst euch doch an die scheiß Regeln halten, Leute. Nur so macht das Ganze Spaß.“

„Du wirst diese Nacht nie wieder vergessen.“
(Colin zum inzwischen recht derangierten Craig)

„Entspann dich, es war für 300 Dollar. Dafür hättest du's auch gemacht.“ (Vince hat gerade dem verdutzten Craig ans Bein gestrullert)

Colin: „Was ist los mit dir, Craig? Du willst meine Frau nicht ficken? Komm schon, sie hat Geburtstag.“ (Würde zudem 4.500 Dollar bringen (wink))

Die Kritik des Gunslingers:

Respekt! Gleich mit seinem Regie-Erstling landet der hauptamtliche Drehbuchautor E.L. Katz gleich einen Treffer. Der Plot – eine Thriller-Hybride mit starken Horror- und Comedy-Elementen – verhandelt die Fragen nach der Korrumpierbarkeit des Einzelnen, der Anziehungskraft des Geldes.
Nachdem Colin sie mit eher banalen Spielchen – à la „50 Mäuse für den, der als erstes seinen Tequila leert“ – und und deren vergleichsweise fürstlicher Entlohnung „angefixt“ hat, hängen Craig und Vince wie Junkies an der Nadel. Entsprechend ändert sich auch ihr Verhalten. Aus den Kumpels werden im Laufe der Nacht erbitterte Gegner, die für Geld anscheinend zu allem bereit sind. Obwohl die abverlangten Mutproben bald schon Grenzen überschreiten und ein Ausstieg jederzeit möglich wäre, wirft keiner der Beteilgten das Handtuch.
Nach einer Einleitung, in der er die Charaktere einführt, serviert uns der Streifen den Hauptteil der Handlung als Kammerspiel mit vier starken Schauspielern, die allesamt auf eine recht imposante Anzahl von Arbeitsproben kommen. Sehr schön ist die Stimmungsänderung eingefangen: von einem leicht beduselten, doch harmlosen Frustabend in der Pinte zum knallharten „Spiel ohne Grenzen“. Mit der Zeit geraten auch die immer vorhandenen komödiantischen Ausreißer in ein schräges Zwielicht, in dem das Lachen gruselig erscheint. Ist es beispielsweise lustig, wenn Colin einen Hund, er gerade an einem abgeschnittenen Finger erstickt ist, zubereitet und den Kandidaten direkt als nächste Probe vorsetzt: 50 Riesen winken dem stärksten Esser?
Als der Morgen graut, hat jedenfalls keiner der Beteiligten aus den Geschehnissen gelernt. Aber wir haben ein echt starkes Debüt gesehen, dem ich an dieser Stelle die Höchstnote nicht verweigern mag.

Rating: $$$$$

Splatter:

6/10

 

 

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