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Mann mit den tausend Masken, Der

Info

OT: 
Upperseven, l’Uomo da uccidere

Jahr: I/D 1965
R, B:
Alberto De Martino
K:
Mario Fioretti
M:
Bruno Nicolai
D:
Paul Hubschmid, Karin Dor, Nando Gazzolo, Guido Lollobrigida

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Hoch her geht’s in der Regel, wenn Verkleidungsspezialist Commander Paul Finney (Paul Hubschmid) aka „Super 7“ und bestes Pferd im Stall des britischen Geheimdienstes, Übles von Regierung und Krone fernhält. Das erlebt auch Schurke Kobras (Nando Gazzolo), dessen großangelegte Goldschmuggelaktion der schlagkräftige Agent in letzter Minute zu verhindern weiß.
Kobras arbeitet für die Chinesen, die in Zentralafrika eine Raketenbasis stationieren wollen. Dafür brauchen sie Kohle, viel Kohle: Nach der fehlgeschlagenen Goldgeschichte, soll Kobras daher ein ganz dickes Ding durchziehen, das eine Milliarde US-Dollar bringen soll: den Zugriff auf die finanziellen Mittel zur Gründung einer „Panafrikanischen Union“. Der Coup schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen erhoffen sich die Schurken, durch die entstehende Verwirrung ein geeintes Afrika zu verhindern, und zweitens sollte der Zaster ausreichen, um die Raketenpläne der Chinesen zu realisieren.
Doch zuerst muss halt „Super 7“ weg, der zusammen mit seiner CIA-Kollegin Helen Farheit (Karin Dor) auf die Pennunzen und südafrikanische Diamanten im gleichen Gegenwert aufpasst, die der Absicherung des Währungsrisikos dienen. Aber Finney und sein Multifunktions-Spazierstock gerben den Schurken immer wieder kräftig das Fell.

Zitate:

Pauline (Rosalba Neri): „Was zu trinken?“ – Finney: „Whiskey. Unverdünnt und ungekühlt ... wie das Leben.“

Kobras: „Ich dachte schon, dieser Kerl würde ewig leben.“

Chinese (zu Finney): „Nehmen Sie noch ein Bad vor der Gehirnwäsche.“

Birgit (Vivi Bach): „Ich weiß, du bist ‚Super 7’! Jetzt geht’s ins Grab und nicht ins Bett.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mitte der 60er-Jahre lief die Bond-Mania auf Hochtouren. Entsprechend hoch war die Zahl der Produktionen, die mithilfe des Spions Ihrer Majestät Kasse machen wollten. Auch Alberto De Martino sprang auf diesen Zug. Der Mann, der seine Karriere im italienischen Sandalenfilm begann, hat ein Talent für solide Unterhaltung. Entsprechend inszenierte und skriptete er später erfolgreich in vielen Genres: vom Italowestern über den Giallo bis zum Polizeifilm.
„Der Mann mit den tausend Masken“ ist ein Festival für Freunde geschmackssicherer Eurospy-Kost. De Martino dreht hier besagten James Bond schön durch den Wolf. Da fehlen weder die Gimmickwaffen, wie bereits erwähnter Spazierstock oder ein Hosengürtel aus Plastiksprengstoff, noch die Superschurken mit für den Zuschauer erst einmal etwas verwirrendem Masterplan. Es gibt schöne Frauen, wie Karin Dor, Vivi Bach und Rosalba Neri, die allerdings diesmal nur eine sehr kurze Halbwertzeit hat *Lach* und exotische Locations und einiges an 60er-Jahre-Technik-Schick-Micki. Da war also eine Menge Kohle im Spiel, zumindest sieht der Film recht teuer aus. Gut gemacht sind auch die offensichtlich „Fantomas“-inspirierten Verkleidungsszenen, die einigen bereits verblichenen Schurken etwas zusätzliche Screentime bescheren.
Schauspielerisch gibt’s in diesem Rahmen ebenfalls nix zu beanstanden: Paul Hubschmid gibt einen glaubwürdig knochenharten Typen, der auch schon mal Frauen eine ordentliche Maulschelle verpasst, wenn’s der Sache dient. Gegenspieler Nando Gazzolo ist charmant und bar jeder moralischer Hemmschwellen, sehr schön. Immer wieder darf der Connoisseur alte Bekannte – manchmal sehr kurz – vor der Kamera begrüßen. Rosalba Neri hatte ich erwähnt. Tulio Altamura oder Tom Felleghy sind dabei und in einer größeren Rolle Guido Lollobrigida als humorloser Kobras-Scherge.
Der Score von Bruno Nicolai lässt keine Wünsche offen: Sixties-Orchester-Arrangements inklusive Vibraphon und Whistling sowie ein jazziger Titeltrack, gesungen von Paola Orlandi.
Sagt mir also einen Grund, warum ich hier nicht die Höchstnote geben soll ;-)? Karin Dor wechselte ein Jahr später übrigens in die Eurospy-A-Liga: Sie gab das Bond-Girl in "Man lebt nur zweimal".

Rating: $$$$$ (inkl. einem Liebhaber-Dollar)

Splatter:

1/10

 

 

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